PCR-Tests für Pädagogen und Gemeindemitarbeiter ab Montag möglich

NÖ Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl (von links), Landesrätin Christian Teschl-Hofmeister, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und NÖ Gemeindevertreterverband-Präsident Rupert Dworak appellieren an die Pädagogen und Gemeindebediensteten, sich testen zu lassen (Bildquelle: NLK Burchhart)
NÖ Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl (von links), Landesrätin Christian Teschl-Hofmeister, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und NÖ Gemeindevertreterverband-Präsident Rupert Dworak appellieren an die Pädagogen und Gemeindebediensteten, sich testen zu lassen (Bildquelle: NLK Burchhart)

Vor dem Schulstart bietet das Land Niederösterreich gemeinsam mit den Gemeinden und Städten freiwillige und kostenlose PCR-Tests für alle Pädagogen an Schulen und Landeskindergärten an. Zudem sind alle Gemeindebediensteten eingeladen, sich testen zu lassen. Die Landesrätinnen Christiane Teschl-Hofmeister und Ulrike Königsberger-Ludwig präsentierten heute gemeinsam mit NÖ Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl und NÖ Gemeindevertreterverbands-Präsident Rupert Dworak die Details zur landesweiten Testaktion.

Die Sommerferien seien bald aus und das neue Schuljahr beginne demnächst. Daher habe man die Sommerferien sowohl auf Bundes- als auch auf Landeseben genutzt, um sich auf das kommende Schuljahr vorzubereiten, erklärte Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zu Beginn der Pressekonferenz. „Nicht zuletzt gestern habe ich zu einem Bildungsgipfel eingeladen, um Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bildungsbereich an einen Tisch zu holen, um gemeinsam darüber zu diskutieren, was es für einen geregelten Schulbetrieb 2020/2021 braucht“, so die Landesrätin. Das Coronavirus sei noch nicht besiegt, die Maßnahmen seien allgegenwertig und werden auch im kommenden Schuljahr spürbar sein. „Hauptziel des kommenden Schul- und Kindergartenjahres ist es, den Regelbetrieb an unseren Schulen und Kindergärten so lange wie möglich aufrecht zu halten. Die Gesundheit aller Beteiligten ist uns daher von oberster Priorität und diese wird uns auch maßgeblicher Parameter für die Umsetzung dieses Vorhabens beziehungsweise für das Setzen entsprechender Maßnahmen sein“, verwies Teschl-Hofmeister auch auf das Ampelsystem des Bundes.

„In Niederösterreich haben wir uns daher dazu entschieden den Pädagoginnen und Pädagogen sowie dem gesamten Schul- und Kindergartenpersonal die Möglichkeit zu geben, sich freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Damit ist eine große Summe an Menschen erfasst“, ergänzte die Landesrätin. Man werde zudem der Bitte von Bundesminister Heinz Faßmann nachkommen, auch die Bundeslehrkräfte sowie die Bundesbediensteten in den NÖ-Schulen in diese Testaktion aufzunehmen.

Teschl-Hofmeister meinte im Hinblick auf den Ablauf: „In der Woche vom 31. August bis zum 3. September werden an 21 Standorten in ganz Niederösterreich Testungen durchgeführt. Die Testungen werden für alle in Niederösterreich tätigen Lehrkräfte sowie für alle Gemeinde-und Bundesbediensteten die in NÖ Schulen und Landeskindergärten tätig sind, angeboten.“ Mehr als 60.000 Personen seien aufgerufen, an den PCR-Testungen teilzunehmen. Durchgeführt werden die Tests an den Bezirkshauptmannschaften in Baden, Bruck/Leitha, Gänserndorf, Gmünd, Hollabrunn, Horn, Korneuburg, Krems, Lilienfeld, Mistelbach, Mödling, Neunkirchen, Scheibbs, Waidhofen/Thaya, Wiener Neustadt und Zwettl sowie in der Brückenmeisterei St. Pölten, im Feuerwehr- und Sicherheitszentrum Tulln und den Straßenmeistereien in Amstetten, Krems und Waidhofen/Ybbs.

„Es wird im nächsten Schritt zu einer Information an die Schulen und Kindergärten durch die Bildungsdirektion und Abteilung Kindergärten kommen. Die Landesamtsdirektion wird den Anmeldelink an die Schulen und Kindergärten versenden“, merkte die Landesrätin an. Die Anmeldung erfolge durch die zu testende Person selbst und sei ausschließlich mittels Online-Terminbuchung möglich. Nach erfolgreicher Buchung werde eine Terminbestätigung ausgestellt, die zum Termin mitzubringen sei. Eine Stornierung des Termins sei bis zwei Tage vorher möglich. Die Anmeldefrist ende am 28. August um 12 Uhr.

„Es ist unsere Verantwortung, eine Ausbreitung des Virus so gut als möglich weiterhin einzudämmen und die Menschen weiterhin bestmöglich vor einer Infektion zu schützen und vor allem einen zweiten Lockdown zu verhindern“, ergänzte Teschl-Hofmeister. Abschließend bedanke sie sich bei Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig für die gute Zusammenarbeit. Ebenso sprach sie ihren Dank an die Präsidenten Riedl und Dworak für das gemeinsame Vorgehen aus.

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig betonte, dass es sich in der Krise zeige, dass „Zusammenarbeit ganz wichtig ist“ und verwies auf die aktuellen Corona-Statistiken: „Mit heutigem Tag gibt es aktuell 273 positiv getestete Personen in Niederösterreich, 15 davon befinden sich im Krankenhaus, drei auf einer Intensivstation. In den letzten sieben Tagen gab es durchschnittlich 26 neue positive Fälle pro Tag. Seit Beginn der Corona-Krise sind 192.181 Tests durchgeführt und weit über 40.000 Absonderungsbescheide ausgestellt worden.“

Königsberger-Ludwig merkte an, dass im Hinblick auf Corona drei Schwerpunkte verfolgt werden: Erstens solle man bei Corona-Verdacht die Gesundheitshotline 1450 anrufen. Zweitens gebe es anlassbezogene Umgebungsuntersuchungen, bei denen Betriebe gescreent werden, in deren Umfeld eine Häufung von Corona-Fällen auftrete. Und drittens finden Screenings ohne Anlassfall statt – wie beispielsweise vor einigen Wochen bei den Landesbediensteten. „Jetzt machen wir ein weiteres Screening zum Schulbeginn. Neben den Pädagoginnen und Pädagogen werden zum Beispiel auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Sehtests, Hörchecks und dem Zahngesundheitsprogramm getestet, die in den Schulen unterwegs sind. Ebenso werden Schul-Sozialmitarbeiter und 2.500 Kinder und Pädagoginnen und Pädagogen getestet, die in voller Erziehung leben. Das ist ein großer Beitrag, um das Virus zu bekämpfen und Sicherheit zu geben“, so Landesrätin Königsberger-Ludwig. Damit wolle man vorbeugen, das Virus in die Häuser mitzunehmen. Ihr Nachsatz: „Die Tests sind eine Momentaufnahme, die einen nicht davor bewahren, vorsichtig zu sein. Die sicherste Präventionsmaßnahme ist es, die Regeln einzuhalten.“

Alfred Riedl, Präsident des NÖ Gemeindebundes unterstrich: „Wir wissen, dass diese Tests eine Momentaufnahme sind. Aber uns ist es wichtig, der Bevölkerung zu zeigen: ‚Ja, mit uns könnt ihr arbeiten.‘“ Denn man wolle keinen Lockdown und man wolle keine Schulen sperren. „Aber wir sind nicht gefeit davor“, so der Präsident. In der ersten Phase werden jene Mitarbeiter getestet, die in den Schulen tätig sind, danach sind alle Gemeindemitarbeiter – vom Bürgerservice bis zu den Bauhofmitarbeitern – eingeladen, sich testen zu lassen. Er gehe davon aus, dass sich viele Menschen testen lassen, nahm aber vor allem jene in die Pflicht, die im Urlaub waren. „Bei uns in den NÖ Städten und Gemeinden werden alle Mitarbeiter eingeladen, dieses Angebot anzunehmen. Die zweite Testphase findet von 9. bis 11. sowie am 14. und 15. September statt. Ich wünsche allen eine besonders schnelle Entscheidung für einen Test“, so Riedl abschließend.

Rupert Dworak, Präsident des NÖ Gemeindevertreterverbandes sagte: „Wir alle wollen, dass es ein normaler und vor allem gesunder Schulstart wird. Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler wie gewohnt in die Schulen zurückkehren können.“ Daher seien alle Betreuer, Schulwarte, Stützkräfte und sämtliche Mitarbeiter auf Gemeindeebene aufgerufen – rund 21.000 Personen – sich testen zu lassen. „Mein Appell: Gehen Sie zum Test und zeigen sie, dass Sie gesund sind.“