Montag, 22. April 2024

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Niederösterreich sagt NEIN zu K.O.-Tropfen

Landesrätin Teschl-Hofmeister: „Kampagne soll für Gefahren von K.O.-Tropfen sensibilisieren"

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Jugend:info NÖ und den NÖ Frauen- und Mädchenberatungsstellen stellte Jugend-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister heute in St. Pölten die neue Kampagne vor.

„Im Rahmen unserer gemeinsamen landesweiten Kampagne möchten wir junge Menschen, insbesondere Frauen, für die Gefahren von K.O.-Tropfen sensibilisieren. Außerdem wollen wir Möglichkeiten aufzeigen, wie die Gefahr einer Verabreichung möglichst gering gehalten werden kann, welche Maßnahmen im Ernstfall getroffen werden sollen und welche rechtlichen Folgen Tätern nach Verabreichung von K.O.-Tropfen drohen. Diese Initiative soll keine Panik auslösen, sondern Wissen verbreiten, um mit dieser Gefahr besser umgehen zu können.“

Über die Jugend:info NÖ und die NÖ Frauenhäuser werden Testbänder zu Verfügung gestellt, die auf den am häufigsten verabreichten Wirkstoff GHB, besser bekannt als Liquid Ecstasy, testen. „Besonders wichtig zu erwähnen ist, dass diese Testbänder keinen 100-prozentigen Schutz bieten. Sie sollen auch auf potentielle Täter abschreckend wirken“, erklärte Teschl-Hofmeister, die auch betonte: „Der primäre Fokus dieser Kampagne liegt auf K.O.-Tropfen. Ich möchte aber auch auf die Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum, Drogen bzw. Mischkonsum aufmerksam machen. Wir wollen, dass unsere Jugend feiert und das so sicher wie möglich“.

Im Rahmen der landesweiten Kampagne sollen junge Menschen für die Gefahren von K.O.-Tropfen sensibilisieren werden <small>(Bildquelle: Thomas Resch)</small>
Im Rahmen der landesweiten Kampagne sollen junge Menschen für die Gefahren von K.O.-Tropfen sensibilisieren werden (Bildquelle: Thomas Resch)

Auf der Website www.noe2ko.at finden Jugendliche, junge Frauen, Eltern, Veranstalterinnen und Veranstalter sowie Interessierte wichtige Informationen, um die Gefahr von K.O.-Tropfen im Vorhinein zu erkennen und im Ernstfall richtig zu reagieren. Ein fünf-Schritte-Plan für Betroffene und wichtige Notrufnummern werden übersichtlich dargestellt. Begleitend zur Website werden in den nächsten Wochen auf den Social-Media-Kanälen des Landes Niederösterreich und der Jugend:info NÖ (Facebook, TikTok und Instagram) kurze Spots gepostet. „K.O.-Tropfen zu verabreichen ist kein Spaß und kein Jugendstreich, es handelt sich dabei um ein Delikt, das verfolgt und zur Anzeige gebracht werden muss“, sprach die Landesrätin einen weiteren Aspekt an.

Lutz Köllner, Geschäftsführer Jugend:info NÖ, erklärte: „Wir freuen uns, dass die Kampagne WIR.FEIERN.SICHER der Jugend:info NÖ um Informationen über die Gefahr von K.O.-Tropfen erweitert werden kann. ‚Niederösterreich sagt NEIN zu K.O.-Tropfen‘ bietet Jugendlichen wertvolle Inputs, um ein unbeschwertes Feiern zu ermöglichen. Im Rahmen der Zertifizierung von WIR.FEIERN.SICHER haben Interessierte nun auch die Möglichkeit, neben den Eintrittsbändern auch K.O.-Tropfen-Testbänder zu beziehen“.

K.O.-Tropfen können nach deren Verabreichung zu Schwindel, Kontrollverlust, Blackout und anderen sehr schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen. Neben unmittelbaren physischen oder psychischen Auswirkungen folgen in diesem Zusammenhang oft auch Nachfolgedelikte aufgrund des Kontrollverlusts wie sexuelle Gewalt und Eigentumsdelikte. Elisabeth Cinatl, Vorstandsvorsitzende des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen, führte aus: „Die Erfahrungen der Frauen- und Mädchenberatungsstellen und der Frauenhäuser zeigen, dass es oft vorkommt, dass Frauen zuhause oder im Freundes- und Bekanntenkreis Opfer von sexueller Gewalt nach der Verabreichung von K.O.-Tropfen werden. Deshalb unterstützen wir diese wichtige Informationskampagne und leisten einen Beitrag zur Sensibilisierung, Prävention und Information“.

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