NÖ Bauernbund: Etappensieg für Selbstversorgung beim Zucker

Schulterschluss für den heimischen Zucker: (v.l.n.r.): NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek, Bezirksbäuerin Eveline Prager und Bezirksbauernkammerobmann Manfred Zörnpfenning auf einem Zuckerrübenfeld in Aderklaa
Schulterschluss für den heimischen Zucker: (v.l.n.r.): NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek, Bezirksbäuerin Eveline Prager und Bezirksbauernkammerobmann Manfred Zörnpfenning auf einem Zuckerrübenfeld in Aderklaa (Bildquelle: NÖ Bauernbund)

Nemecek: „Einsatz hat sich ausgezahlt, Wiederanbauprämie ist wichtiger Anreiz“

Der von Landwirtschaftsministerium, Landwirtschaftskammer, Agrana und Rübenbauern unterzeichnete Zuckerpakt ermöglicht den Erhalt des 2. Standorts in Leopoldsdorf und gibt den heimischen Rübenbauern eine Perspektive.

“Ein erfolgreicher Schritt ist, dass die 4.500 österreichischen Rübenbauern wie die Betreiber nun wieder eine gemeinsame Perspektive haben. Dann kann die Selbstversorgung mit heimischem Zucker auch in Zukunft ermöglicht und die über 200-jährige Erfolgsgeschichte einer unabhängigen Zuckerversorgung auch in weltweit unsicheren Zeiten gesichert werden“; zeigt sich NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek zuversichtlich, dass in den nächsten Wochen auch die erforderliche Planungssicherheit gemeinsam hergestellt werden kann.

Dabei sei die Wiederanbauprämie ein wichtiger Anreiz für die Bäuerinnen und Bauern, freut sich Nemecek über die Ergebnisse des heutigen Zuckergipfels und bedankt sich bei Bundesministerin Elisabeth Köstinger für Ihren Einsatz im Interesse der heimischen Bäuerinnen und Bauern: „Gute Nachrichten für die Landwirte sind auch immer gute Nachrichten für den ländlichen Raum. Unser Einsatz für die Versorgungssicherheit und den Erhalt für die Fabrik mit den 150 Arbeitsplätzen haben sich gelohnt.“

Im Pakt wurde fixiert, dass die Agrana die Schließungspläne ad acta legt, wenn die Rübenanbaufläche auf 38.000 Hektar steigt. Um den Wiederanbau möglichst attraktiv zu gestalten, stellt das Landwirtschaftsministerium 250 Euro pro Hektar als Wiederanbauprämie pro Hektar Schadfläche zur Verfügung.