Bundesheer und Wirtschaft bündeln Kräfte für regionale Wertschöpfung

LH Mikl-Leitner: „Die Investitionen in Sicherheit und Verteidigung eröffnen unseren Betrieben neue Wachstumschancen“

Mit dem Aufbauplan 2032+ investiert das Österreichische Bundesheer in den kommenden Jahren umfassend in Infrastruktur, Ausrüstung und Technologie. Wie regionale Unternehmen davon profitieren und sich erfolgreich um Aufträge bewerben können, stand im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe „Wirtschaft.Bundesheer.Beschaffung“. Die Initiative des Militärkommandos Niederösterreich, der Wirtschaftskammer Niederösterreich und der Wirtschaftsagentur ecoplus stieß auf großes Interesse: Insgesamt informierten sich rund 470 Unternehmerinnen und Unternehmer bei fünf regionalen Veranstaltungen im September 2026 über aktuelle Beschaffungsvorhaben des Österreichischen Bundesheeres, Vergabeverfahren und konkrete Geschäftsmöglichkeiten.

„Die Investitionen in Sicherheit und Verteidigung eröffnen unseren Betrieben neue Wachstumschancen. Niederösterreich verfügt über eine starke industrielle Basis, innovative Technologieunternehmen und exzellente Forschungseinrichtungen. Viele dieser Unternehmen bringen genau jene Kompetenzen mit, die in sicherheits- und verteidigungsrelevanten Wertschöpfungsketten zunehmend gefragt sind. Unser Ziel lautet daher: mehr Aufträge, mehr Innovation und mehr Wertschöpfung für Niederösterreich“, informiert Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Bundesministerin Klaudia Tanner betont: „Österreichs Wirtschaft ist innovativ und leistungsfähig, es ist uns sehr wichtig, dass bei Beschaffungen und Infrastrukturprojekten möglichst viel Wertschöpfung im eigenen Land bleibt. Gerade deshalb ist die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesheer und der heimischen Wirtschaft von besonderer Bedeutung.“

WKNÖ-Präsident Wolfang Ecker führt aus: „Als Unternehmer weiß ich: Wer sich um einen Auftrag bewerben will, muss wissen, was gebraucht wird, welche Voraussetzungen zu erfüllen sind und an wen man sich wenden kann. Genau hier haben wir mit unserer Veranstaltungsreihe angesetzt und unsere Betriebe mit den Verantwortlichen des Bundesheeres zusammengebracht. Die Investitionen eröffnen Chancen für die Bauwirtschaft, das Baunebengewerbe und unsere Industrie. Für unsere Bau- und Baunebengewerbebetriebe geht es etwa um den Neubau und die Sanierung von Kasernengebäuden – von Baumeisterarbeiten über Elektroinstallationen bis zu Heizungs- und Sanitärtechnik. Heimische Industriebetriebe können mit ihrem Können und ihren Produkten viel beitragen – von Kommunikationstechnik und spezialisierten Komponenten bis zu innovativen Textilien für die Heeresbekleidung. Uns ist wichtig, dass auch kleinere Unternehmen zum Zug kommen und möglichst viel Wertschöpfung in unseren Regionen bleibt. Jetzt gilt es, das Wissen zu den Beschaffungen bestmöglich zu nutzen und aus den Möglichkeiten konkrete Aufträge zu machen.“

„Die Weltlage ist so unsicher wie schon lange nicht mehr. Ich bin daher dankbar, dass trotz der geltenden Sparvorgaben weiterhin Budgetmittel für dringend notwendige Investitionen zur Verfügung stehen. Denn Investitionen in unsere Sicherheit fußen auf realen Bedrohungen und fundierten Analysen. So werden allein für die Infrastruktur in den nächsten vier Jahren rund 320 Millionen Euro in Niederösterreich investiert. Wir wollen diese Budgetmittel bestmöglich für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzen und gleichzeitig der heimischen Wirtschaft die Möglichkeit eröffnen daran teilzuhaben. Die fünf gemeinsamen Regionalveranstaltungen haben gezeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Bundesheer und der Wirtschaft für die Sicherheit unseres Landes ist“, so NÖ Militärkommandant Georg Härtinger.

Im Rahmen der Veranstaltungen in St. Pölten, Hollabrunn, Waidhofen an der Thaya, Amstetten und Neunkirchen präsentierten Vertreter des Bundesheeres die geplanten Investitionen in den Regionen sowie künftige Bedarfe an den Kasernen- und Bundesheerstandorten. Besonderes Interesse galt den Möglichkeiten für regionale Unternehmen, sich an Ausschreibungen und Vergabeverfahren zu beteiligen.

Im Herbst 2025 haben das Land Niederösterreich, die Wirtschaftskammer Niederösterreich, die Industriellenvereinigung Niederösterreich und ecoplus die Initiative „Wirtschaft & Sicherheit“ ins Leben gerufen. „Unser Ziel ist es, Niederösterreichs Unternehmen bestmöglich dabei zu unterstützen, die Chancen steigender Investitionen in Sicherheit und Verteidigung zu nutzen. Wir wollen heimische Betriebe in nationale und internationale Wertschöpfungsketten einbinden und damit zusätzliche Aufträge, Innovationen und Beschäftigung im Land schaffen. Die nächsten Schwerpunkte liegen auf dem Ausbau von Forschungs- und Innovationsprojekten, der intensiven Vernetzung von Unternehmen sowie der weiteren Stärkung Niederösterreichs als Standort für sicherheitsrelevante Technologien“, so ecoplus Prokurist Claus Zeppelzauer.

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