Mulchen hilft vor Austrocknung

Eine Mulchschicht bedeckt offenen Boden und schützt vor Austrocknung, Windverwehung und Auswaschung (Bildquelle: Natur im Garten)
Eine Mulchschicht bedeckt offenen Boden und schützt vor Austrocknung, Windverwehung und Auswaschung (Bildquelle: Natur im Garten)

Im Naturgarten wird gemulcht! Denn gerade in Perioden mit geringem Niederschlag wie in den vergangenen Wochen schützt das Mulchen den Boden vor Austrocknung und unterstützt zugleich die Bodenorganismen. Mulchen bedeutet, dass von Pflanzen unbewachsene Stellen im Boden nicht offen gelassen werden, sondern mit Grünschnitt, Rasenschnitt, Strauchhäcksel, Kies oder Ziegelsplitt abgedeckt werden. „Natur im Garten“ stellt Ihnen die diversen Mulcharten vor und erklärt, wie Sie diese am besten anwenden.

Egal ob im Gemüsebeet, in Staudenpflanzungen, Hochbeeten oder im Balkonkistl: eine Mulchschicht bedeckt offenen Boden und schützt vor Austrocknung, Windverwehung und Auswaschung. „In der Natur wird Ihnen offener Boden kaum begegnen, da Pionierpflanzen wie Löwenzahl, Melde oder Hirse diesen sofort schließen. Mulchen unterdrückt unerwünschten Pflanzenwuchs und  reduziert somit  das Unkrautjäten deutlich. Das Bodenleben wird gefördert, indem Feuchtigkeit besser bewahrt und Wärme leichter gespeichert werden kann“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Initiative „Natur im Garten“.

Man unterscheidet zwischen organischem und mineralischem Mulchmaterial:

Organisches Mulchmaterial:

– Grasschnitt: wohin mit dem Schnittgut von Rasen und Wiese? Am besten leicht angetrocknet aufs Beet, denn es verrottet schnell und bringt wertvolle Nährstoffe, vor allem Stickstoff ein. Daher ist Grasschnitt bestens für krautige Pflanzen geeignet, z.B. im Gemüsegarten, unter Beerensträuchern und Zierstauden.

– Laub: schafft hilfreiche Nützlingsverstecke, wird eher langsam zersetzt. Gut geeignet unter Gehölzen, Sträuchern und Stauden

– Rindenmulch: er entzieht bei der Verrottung dem Boden Stickstoff und enthält zudem viele Gerbsäuren. Beides schränkt das Pflanzenwachstum ein. Rindenmulch können Sie jedoch für Wege und Zierpflanzen, die sauren Boden bevorzugen, verwenden.

– Flachsschäben: diese sollen Schnecken fernhalten, verrotten eher langsam und sind gute Partner im Staudenbeet und unter Erdbeeren.

– Häckselgut aus Strauchschnitt: ansprechende Optik, sehr gut für Gehölze, Hecken und Beerensträucher geeignet, da die Zersetzung etwas länger dauert und der Anteil an Gerbsäuren deutlich geringer als beim Rindenmulch ist.

Mineralisches Mulchmaterial:

Sand, Kies und Ziegelsplitt gibt es in unterschiedlichen Größen, Formen und Farben. Da das mineralische Material nicht zersetzt wird, hat es eine hohe Lebensdauer. Es ist nährstoffarm, was vor allem für Steppenbeete und Pflanzen, die magere Bedingungen benötigen, Vorteile bringt. Zudem können Sie das mineralische Material auch auf Wegen einsetzen.

Tipp: Tragen Sie den Mulch nicht zu dick auf, bis 3 Zentimeter Höhe sind ausreichend. Je nach verwendetem Material muss die Mulchschicht von Zeit zu Zeit ergänzt werden.