Umfahrungen sollen Airportregion entlasten

Umfahrungen sollen Airportregion entlasten
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko informierten in einem Pressegespräch gemeinsam mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden zu den Planungen der Umfahrungen in der Airportregion (Bildquelle: Thomas Resch)

150 Millionen Euro-Vorhaben soll vom Verkehr entlasten und für mehr Lebensqualität in den Gemeinden der Airportregion sorgen

„Mit den Umfahrungen in der Airportregion wollen wir die Bevölkerung vom Verkehr und vom Verkehrslärm entlasten und für mehr Lebensqualität in den Gemeinden sorgen.“ Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner informierte heute in einer Pressekonferenz gemeinsam mit Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko und den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden über das geplante „größte Straßenbauprojekt in der Geschichte des Landesstraßendienstes“, das fünf Umfahrungen umfasst: die Umfahrung Götzendorf, die Umfahrung Margarethen am Moos in der Gemeinde Enzersdorf an der Fischa, die Umfahrungen Ost und Nord für Schwadorf sowie eine Umfahrung für Fischamend, Klein-Neusiedl und Enzersdorf an der Fischa. „In Summe werden wir 150 Millionen Euro für diese Umfahrungen investieren, um damit etwa 6.500 Bewohnerinnen und Bewohner in dieser Region vom Verkehr zu entlasten“, unterstrich die Landeshauptfrau.

Die Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung die Vergabe der Planungen zum Einreichprojekt beschlossen, „und zwar einstimmig“, so Mikl-Leitner weiter. Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung dieses Infrastruktur-Projektes sind für die Landeshauptfrau auch die betroffenen Gemeinden selbst. „Man hat sich darauf verständigt, dass sich die Gemeinden mit 50 Prozent an den notwendigen Grundeinlösen beteiligen.“ Die Planungen sowie die Einreichung für die notwendige Umweltverträglichkeitsprüfung wolle man bis ins Frühjahr 2022 unter Dach und Fach bringen. Wann der konkrete Bau der Umfahrungen starten könne, hänge vom Verlauf des Verfahrens ab. Mikl-Leitner: „Wir wollen aber so rasch als möglich in Umsetzung gehen, um die Bevölkerung zu entlasten.“

Bei der geplanten Trasse handle es sich um eine zweistreifige 8,5 Meter breite Straße mit einer Länge von 19,2 Kilometern, die zukünftig die Bezeichnung B 260 tragen soll, so Landesrat Schleritzko. Die Umfahrungen Airportregion stünden jedoch nicht für sich alleine, sondern reihten sich in verschiedenen Maßnahmen ein, „die bereits umgesetzt wurden bzw. noch in Umsetzung sind“. Dazu gehörten laut Schleritzko etwa der dreispurige Ausbau der A 4 Ostautobahn zwischen Fischamend und Bruck-West. Die Arbeiten für das 138 Millionen Euro teure Vorhaben sollen bis 2022 abgeschlossen sein. Auch in den öffentlichen Verkehr werde investiert. An Beispielen nannte Schleritzko die Attraktivierung der Flughafenschnellbahn durch 30 zusätzliche Züge pro Tag und die Durchbindung von Zügen von der Westbahnstrecke zum Flughafen.