NÖ Kinderbetreuung: „Turbo für den Arbeitsmarkt“

AMS - Vorstand Johannes Kopf und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister bei der Presskonferenz in Wien (Bildquelle: Thomas Resch)
AMS - Vorstand Johannes Kopf und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister bei der Presskonferenz in Wien (Bildquelle: Thomas Resch)

„Wir wollen gezielt in junge Familien investieren, wir wollen die beste Kinderbetreuung anbieten“, sagte Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und sprach damit die blau-gelbe Kinderbetreuungsoffensive an. „Es geht um ein klares Bekenntnis für Familien in Niederösterreich und um die Wahlfreiheit für Familien“, unterstrich sie. Ab 2024 können in Niederösterreich Zweijährige den Kindergarten besuchen, bereits ab 2023 wird es die kostenlose Vormittagsbetreuung für Kinder bis sechs Jahren geben. Darüber hinaus werde es ein flächendeckendes Angebot für Nachmittagsbetreuung, einen besseren Betreuungsschlüssel sowie weniger Schließtage im Sommer geben. „Wir investieren dafür gemeinsam mit den Gemeinden 750 Millionen Euro. Ich halte es für einen Meilenstein für Niederösterreich. Und ich halte es auch für einen Turbo am Arbeitsmarkt, wenn es uns gelingt, die Karenzlücke zu schließen“, so Teschl-Hofmeister.

„Insgesamt wollen wir durch unsere Kinderbetreuungsoffensive eine Betreuungsquote von rund 40 Prozent aller unter dreijährigen Kinder erreichen und so das Barcelona-Ziel von 33 Prozent übertreffen. Das führt dazu, dass durch diese bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf 2.200 Personen und damit großteils Frauen in den Arbeitsmarkt gebracht werden können“, unterstrich die Landesrätin. Darüber hinaus werden 2.350 neue Arbeitsplätze geschaffen, da zusätzliche Pädagoginnen und Pädagogen sowie Betreuerinnen und Betreuer benötigt werden.

AMS-Vorstand Johannes Kopf drückte dem Land Niederösterreich seinen Dank für diese Initiative aus. „Es ist kein Packerl, sondern ein ganzes Paket, ein längerfristiger Plan“, sagte Kopf und ergänzte: „Kinderbetreuung ist nicht nur ein frauenpolitisches, sondern auch ein wirtschaftspolitisches Thema. Es ist nämlich nicht nur ein wirklich relevanter Hebel, ob eine Frau arbeitet, sondern wie viele Stunden sie arbeitet.“ Bundesweit würden demnach 26.000 Frauen mit Kindern im Altern zwischen null und fünf Jahren angeben, dass sie mehr Stunden arbeiten würden, wenn es eine entsprechende Kinderbetreuung gäbe. „Diese Initiative ist also ein wesentlicher Beitrag zur Bekämpfung des Facharbeitermangels und eine wesentliche Verbesserung zur Wahlfreiheit für Familien.

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