Mistelbach bietet FH- Studium für Gesundheits-und Krankenpflege

(v.l.n.r.): Pflegedirektor Christian Pleil (Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf), Bürgermeister Erich Stubenvoll, Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Geschäftsführer Karl Ennsfellner (IMC FH Krems) freuen sich über die künftige Pflegeausbildung in Mistelbach (Bildquelle: Thomas Resch)
(v.l.n.r.): Pflegedirektor Christian Pleil (Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf), Bürgermeister Erich Stubenvoll, Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Geschäftsführer Karl Ennsfellner (IMC FH Krems) freuen sich über die künftige Pflegeausbildung in Mistelbach (Bildquelle: Thomas Resch)

Ab September wird es für insgesamt 50 Studentinnen und Studenten der Gesundheits- und Krankenpflege möglich sein, ihr Studium in Mistelbach am Standort der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf zu absolvieren.

Die IMC FH Krems lagert 50 von ihren insgesamt 185 Studienplätzen dieser Studienrichtung aus. Aktuell gibt es bereits 100 Anmeldungen, viele davon direkt aus dem Umkreis Mistelbach. Die Studiengebühren für diese Ausbildungsrichtung übernimmt das Land Niederösterreich. Die Anmeldung zum Studium ist noch bis 15. August 2022 möglich.

„Bisher gab es im Weinviertel nicht die Möglichkeit das Studium der Gesundheits-und Krankenpflege zu absolvieren. Die Studierenden mussten entweder nach St. Pölten, Krems oder Wiener Neustadt. Die Plätze in Mistelbach bieten jetzt für alle Seiten große Vorteile. Wir erreichen Interessierte, denen bis jetzt die Entfernung zu weit war, was den Personen selbst und dem ganzen Pflegesystem hilft und zudem können wir damit hoffentlich einer möglichen Abwanderung in der Region entgegenwirken. Es freut mich, dass es bereits jetzt schon 100 Anmeldungen gibt. In Niederösterreich ist es uns wichtig, klare Maßnahmen und Initiativen umzusetzen. Deshalb haben wir kürzlich das blau-gelbe Pflegepaket präsentiert. Dieses Paket hat im Wesentlichen zwei Ziele. Wir wollen damit die Entscheidung für Interessierte, die sich vorstellen können im Pflegebereich zu arbeiten, einfacher machen und das Angebot attraktivieren. Ein wesentlicher Aspekt des Paketes ist Anreize zu schaffen, dass nach der Ausbildung die Pflegekräfte auch in Niederösterreich arbeiten. Um diese Ziele zu erreichen, sind bereits die Ausbildungsplätze erhöht worden. Es stehen pro Jahr 2.100 Plätze zur Verfügung, um den Bedarf von zusätzlichen 9.500 Pflegekräften bis 2030 erfüllen zu können. Um den Schritt in die Pflegeausbildung zu fördern, müssen die Auszubildenden keine Schulgelder mehr bezahlen und es wird ein neues Prämiensystem eingeführt. Dabei bekommen jene, die eine Ausbildung als Pflegeassistenz oder Pflegefachassistenz machen oder das dreijährige Studium absolvieren, eine monatliche Ausbildungsprämie von 420 Euro“, so Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gestern bei einem Pressegespräch in Mistelbach.

Die Studierenden werden direkt in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Mistelbach und somit am Landesklinikum Mistelbach ausgebildet. Im Vollausbau werden 150 Studierende ihr Studium in Mistelbach absolvieren, da das Bachelorstudium insgesamt drei Jahre dauert.

„In Mistelbach werden wichtige Schwerpunkte gesetzt. Die Studierenden werden intensiv in der Pflege von Kindern und Jugendlichen, der Onkologische Pflege sowie der Pflege im Unfall- und Neuro-Rehabilitationsbereich ausgebildet. Die Regionalisierung des FH-Ausbildungsangebots im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege ist ein wichtiger Ansatz, um die dringend benötigten AbsolventInnen in der Region zu halten. Die Sicherstellung einer modernen und regional ausgewogenen Gesundheits- und Pflegeversorgung ist eine der ganz zentralen Herausforderungen der Zukunft“, so Teschl-Hofmeister.