Freitag, 3. Februar 2023

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Mistelbach: 150 Millionen Euro für Neubau der Kaserne

„Neue Entwicklungsperspektiven“ durch Verlegung des Standortes

Die Bolfras-Kaserne in Mistelbach, in der das 3. Aufklärungs- und Artilleriebataillon untergebracht ist, wird auf den Garnisonsübungsplatz Totenhauer verlegt, um 150 Millionen Euro wird hier ein Neubau errichtet. Das gaben heute Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner im Zuge einer Pressekonferenz am Areal der Bolfras-Kaserne bekannt.

Die Landeshauptfrau sprach von einem „Freudentag für die Republik Österreich, für das Land Niederösterreich, für die Stadtgemeinde Mistelbach und natürlich für die Soldatinnen und Soldaten“ und von einer „zukunftsweisenden Entscheidung in einer herausfordernden Zeit“. Vor allem auch der Krieg in der Ukraine habe das Sicherheitsbewusstsein wieder verstärkt in den Mittelpunkt gerückt, betonte sie, und verwies auf die Budget-Erhöhung für das Österreichische Bundesheer, wo in den kommenden vier Jahren 16 Milliarden Euro investiert werden.

(v.l.n.r.): Heeresimmobiliendirektor Johannes Sailer, der Bürgermeister von Mistelbach Erich Stubenvoll, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Bataillonskommandant Hans-Peter Hohlweg
(v.l.n.r.): Heeresimmobiliendirektor Johannes Sailer, der Bürgermeister von Mistelbach Erich Stubenvoll, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Bataillonskommandant Hans-Peter Hohlweg (Bildquelle: NLK Filzwieser)

Niederösterreich sei mit 23 Kasernen und rund 5.500 Soldatinnen und Soldaten ein „wichtiger Militärstandort“ und verfüge über „eine starke Achse“ vom Jagdkommando in Wiener Neustadt über die Pioniere in Melk und die Flieger in Langenlebarn bis hin zu den Aufklärern und der Artillerie in Mistelbach, so Mikl-Leitner. Heute schlage man „ein neues Kapitel für das das Bundesheer in Mistelbach“ auf, denn Mistelbach sei nicht nur eine lebens- und liebenswerte Stadt sowie Gesundheits-, Bildungs- und Kulturstandort, sondern auch „ein traditionsreicher und strategisch wichtiger Militärstandort“, betonte die Landeshauptfrau. Bis zu 300 Grundwehrdiener werden hier pro Jahr ausgebildet, dazu kommen 270 ständige Arbeitsplätze. Der aktuelle Standort der Bolfras-Kaserne habe jedoch auch Nachteile, verwies sie u. a. auf Platzmangel sowie die in die Jahre gekommene Infrastruktur. Durch die Verlegung werde es zu einer Win-Win-Situation kommen, zeigte sie sich überzeugt: „Das Österreichische Bundesheer erhält dadurch eine Infrastruktur auf der Höhe der Zeit, und für die Stadt Mistelbach entstehen auf dem dann freiwerdenden Areal völlig neue Entwicklungsperspektiven.“

„Nur ein gut ausgestattetes Bundesheer kann seine vielfältigen Aufgaben erfüllen“, sprach Bundesministerin Tanner im Zusammenhang mit dem Budget von 16 Milliarden Euro in den kommenden vier Jahren von der „Mission Vorwärts“. Ein Investitionsschwerpunkt sei vor allem auch die Infrastruktur. In Niederösterreich verfüge das Bundesheer über insgesamt 80 Liegenschaften, davon 23 Kasernen, so Tanner.

Die Bolfras-Kaserne in Mistelbach habe gute Dienste geleistet, sei aber „in die Jahre gekommen“, weshalb man sich für einen Neubau entschieden habe, erläuterte die Verteidigungsministerin. „Es handelt sich hier um den ersten Neubau einer Kaserne in Niederösterreich seit 40 Jahren“, sprach sie von einer „historischen Entscheidung“. Der Neubau werde auf dem Gelände des Garnisonsübungsplatzes Totenhauer erfolgen und rund 600 Männern und Frauen Platz bieten. Dazu sollen 2023 die Erstmaßnahmen sowie diverse Verfahren abgewickelt werden, für 2024 sind die Planungen sowie für 2025 der Baubeginn geplant. Tanner: „Insgesamt werden 150 Millionen Euro in die neue Kaserne investiert.“

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