Sonntag, 3. März 2024

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Der Kia XCeed GT-line im Test

Mit der Ausstattungsvariante GT-line verleiht Kia dem XCeed einen noch stärkeren sportlichen Reiz und hebt das beliebte Modell auf ein neues Niveau, indem es sowohl visuell als auch fahrerisch ein eindrucksvolles Erlebnis bietet. Wir haben im Guten Tag Österreich Autotest den Kia XCeed GT-line, 1.5 TGDI mit 160 PS und Sieben-Stufen-Automatikgetriebe (DCT) getestet.

Der XCeed GT-line unterscheidet sich durch eine Reihe sportlicher Akzente vom Grund-modell. So zeigt der Rahmen des Kühlergrills ein kantigeres „Tigernasen“-Design, während der dynamische untere Lufteinlass und die seitlichen Lufteinlässe (Air Curtains) die Front besonders offensiv wirken lassen. Einige Designelemente sind hier in dunklem Chrom akzentuiert. Besonders charakteristische GT-line-Merkmale am Heck sind die waben-förmigen LED-Rückleuchten sowie ein sportlicher Diffusor in Wagenfarbe.

Weitere Erkennungsmerkmale des GT-line, die zu seiner athletischen Ausstrahlung beitragen, sind die schwarz-glanzgedrehten 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mit einem besonders dynamischen Design, die Seitenschweller mit sportlicher Akzentuierung in Wagenfarbe sowie die Dachreling und die Außenspiegel in Glanzschwarz.

Hochwertiges, ergonomisches Interieur mit Sportelementen

Das erhöhte Sitzniveau im XCeed ist zugleich mit einer sportlicheren Fahrposition verbunden. Das Interieur des Crossovers zeigt die gleiche moderne Architektur wie bei allen Ceed-Varianten der dritten Modellgeneration. Ein Blickfang ist der freistehende Touchscreen des Navigationssystems, der oben aus der leicht zum Fahrer geneigten Zentralkonsole herausragt. Ergonomisch angeordnet sind auch die Tasten und Drehregler des Audiosystems und der Klimaanlage, die sich unterhalb des Bildschirms befinden und die weiter optimiert wurden, um eine noch schnellere und einfachere Bedienung zu gewährleisten.

Das Modelljahr 2023 bietet das volldigitale Kombiinstrument, dessen Darstellung dem jeweils gewählten Fahrmodus angepasst werden kann, neue Grafikvarianten. Hinzu kommt ein neu designter Innenrückspiegel mit sehr schmalem Rahmen, der nicht nur formschön, sondern auch funktional vorteilhaft ist.

Besonders sportlich präsentiert sich das Interieur des XCeed GT-line. Er besitzt unter anderem ein unten abgeflachtes Sportlenkrad, einen schwarzen Dachhimmel, einen mit perforiertem Leder bezogenen Schalthebel und Sitzbezüge mit speziellem „GT-line“-Design.

Viel Platz für alle Insassen und variabler Gepäckraum (426 Liter)

In seinen Außenmaßen liegt der XCeed zwischen Kia Ceed und Kia Sportage. Dennoch verfügt der Crossover aufgrund seiner Karosserieform und einer optimalen Raumausnutzung über ein Platzangebot, das sich auf dem Niveau größerer Modelle bewegt. Mit knapp 4,40 Meter (4.395 mm) ist der XCeed 85 Millimeter länger als der Ceed und 120 Millimeter kürzer als der Sportage. In der Höhe (1.495 mm bei 18-Zoll-Rädern) übertrifft er den Ceed um 48 Millimeter und bleibt um 155 Millimeter unter dem Sportage. Dadurch hat er einen tieferen Schwerpunkt als der Kompakt-SUV und bietet im Vergleich zum Ceed eine um bis zu 44 Millimeter höhere Sitzposition (bei 18-Zoll-Rädern), die auch das Ein- und Aussteigen sehr bequem macht. Wie im Schwestermodell genießen sowohl Fahrer und Beifahrer als auch die Fondpassagiere im XCeed viel Kopf-, Bein- und Schulterfreiheit.

Der Gepäckraum fasst 426 Liter (bis Fensterunterkante, nach VDA). Durch Umklappen der Rückbank wächst das Volumen auf bis zu 1.378 Liter (bis Dachhöhe). Für ein Höchstmaß an Variabilität und Komfort sorgen je nach Ausführung unter anderem die dreigeteilte Rückbanklehne (40:20:40), die sensorgesteuerte elektrische Heckklappe und der in der Höhe verstellbare Gepäckraumboden, dessen „Untergeschoss“ auch als praktisches Ablagefach genutzt werden kann. Die höhere Position des Bodens macht zudem das Be- und Entladen bequemer.

Agiles Handling und Sport-Modus

Der Kia XCeed besitzt ein äußerst leistungsfähiges Fahrwerk, das von den Ingenieuren des europäischen Kia-Teams entwickelt wurde und bei allen Straßenverhältnissen ein stabiles Fahrverhalten und ein agiles Handling gewährleistet. Trotz der großen Bodenfreiheit und hohen Fahrposition bietet der XCeed aufgrund der speziellen Fahrwerksabstimmung, der kompakten Außenmaße, des tiefen Schwerpunkts und des reduzierten Gesamtgewichts ein hohes Maß an Fahrspaß.

Die Automatikversion des XCeed ist mit der Fahrmoduswahl „Drive Mode Select“ ausgestattet. Sie verfügt über zwei Einstellungen (Normal/Sport). Beim Mildhybrid kommt der spritsparende Eco-Modus hinzu, der standardmäßig voreingestellt ist und durch den auch die Segelfunktion aktiviert wird. Der Sport-Modus hingegen sorgt für ein besonders dynamisches Fahrerlebnis: Der Motor spricht direkter an, das Fahrzeug beschleunigt schneller, sowohl aus dem Stand als auch während der Fahrt, und durch die reduzierte Lenkunterstützung wird die Lenkung härter und sportlicher.

26-cm-Navigation, Kia Connect und volldigitales Kombiinstrument

Durch seine modernen Infotainment- und Konnektivitätstechnologien bietet der Kia XCeed sowohl dem Fahrer als auch den Passagieren eine Fülle von Funktionen, die das Fahren und Mitfahren angenehm und stressfrei machen und die sich zudem bequem und intuitiv bedienen lassen. Das 26-cm-Navigationssystem ermöglicht Bluetooth-Mehrfachverbindungen. Dadurch können zwei mobile Geräte gleichzeitig in das System eingebunden werden. Die Ausführungen mit Kartennavigation oder einem Audiosystem mit 20,2-cm-Touchscreen (8 Zoll, ausstattungsabhängig) verfügen über eine Smartphone-Schnittstelle (Android Auto™, Apple CarPlay™) mit Sprachsteuerung.

Das volldigitale Kombiinstrument bietet verschiedene Grafik-varianten, darunter auch eine, bei der die Darstellung der jeweiligen Wetterlage und Tageszeit angepasst wird. Der 31,2 Zentimeter (12,3 Zoll) große, hochauflösende Bildschirm zeigt im Fahrbetrieb Tachometer und Drehzahlmesser als Rundinstrumente an und dazwischen ein Multifunktionsdisplay für Bordcomputerdaten sowie Informationen zu Navigation und Assistenzfunktionen. Schaltet der Fahrer in den Sport-Modus, präsentieren sich die Grafiken der Rundinstrumente in einem geschärften Design.

Die Ausführungen mit Navigationssystem verfügen zudem über die Online-Dienste Kia Connect. Sie beinhalten den Service Kia Live, der dem Fahrer individuell zugeschnittene Informationen liefert, und die Kia Connect App, die per Smartphone einen Datenaustausch mit dem Fahrzeug ermöglicht. Auf Kia Live kann der Fahrer über den Touchscreen des Navigationssystems zugreifen, das über eine eigene SIM-Karte Daten abruft und aktualisiert. Der Service bietet unter anderem eine hochpräzise Online-Navigation sowie Echtzeitverkehrsinformationen, Wettervorher-sagen, Warnung vor Gefahrenstellen und eine lokale Suche („Points of Interest“). Anzeigen lassen kann sich der Fahrer außerdem nahegelegene Parkmöglichkeiten inklusive Angaben zu Preisen und freien Plätzen, Tankstellen samt Kraftstoffpreisen und beim Plug-in Hybrid Ladestationen mit Details zu Kompatibilität und Verfügbarkeit. Eine der jüngsten Neuerungen von Kia Live ist die Möglichkeit, die Kalender-Funktion nahtlos mit der Navigation zu verknüpfen. Dadurch kann sich der Fahrer direkt zum Ort des im Display angezeigten Termins lotsen lassen.

Navigationsbasierte Temporegelung und viele weitere Hightech-Helfer

Der XCeed bietet ein breites Spektrum moderner Assistenztechnologien, das im Zuge der Modellüberarbeitung durch zusätzliche Systeme und Funktionen erweitert wurde. So arbeitet die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion nun auch navigations-basiert (Navigation-based Smart Cruise Control, NSCC with S&G, ausstattungsabhängig). Durch das Einbeziehen der Navigationsdaten kann das System vor Kurven oder Ausroll-strecken die Geschwindigkeit frühzeitig anpassen und auch Tempolimits berücksichtigen.

Eine weitere Neuerung ist der aktive Totwinkelassistent mit Bremseingriff (Blind-Spot Collision-Avoidance Assist, BCA). Er erkennt per Radar herannahende Fahrzeuge in den rückwärtigen toten Winkeln und warnt den Fahrer bei Bedarf davor, die Fahrspur zu wechseln. Versucht er es dennoch, erfolgt zur Vermeidung einer Kollision automatisch ein Bremseingriff, um den XCeed zurück in seine ursprüngliche Spur zu bewegen. Für seine Effektivität und Benutzerfreundlichkeit wurde dieser Kia-Assistent 2020 vom US-Fachportal Autoblog.com 2020 mit dem „Technology of the Year“-Award ausgezeichnet.

Erweitert wurde zum Modelljahr 2023 der Müdigkeitswarner (Driver Attention Warning Plus, DAW+). Das System analysiert Parameter wie Lenkverhalten, Nutzung der Blinker und Betätigung von Brems- und Gaspedal. Erkennt es beim Fahrer Anzeichen von Erschöpfung, empfiehlt es ihm per Anzeige in der Instrumenteneinheit eine Pause. Nun beinhaltet das System zudem einen Ablenkungswarner bei stehendem Verkehr: Reagiert der Fahrer nicht, wenn sich das vorausfahrende Fahrzeug in Bewegung setzt, wird er durch einen Warnhinweis darauf aufmerksam gemacht.

Der Querverkehrswarner hinten ist nun ein aktiv eingreifender Assistent. Das System überwacht die toten Winkel beim Zurücksetzen aus Einfahrten oder quer zur Fahrbahn liegenden Parklücken. Kreuzt ein Fahrzeug den Weg des XCeed, warnt der Assistent den Fahrer wie schon bisher akustisch und optisch. Hinzugekommen ist jetzt eine Notbremsfunktion. Ist sie aktiviert, erfolgt – wenn der Fahrer auf die Warnungen nicht reagiert – automatisch ein Bremseingriff, um eine Kollision zu vermeiden.

Zu den weiteren Hightech-Helfern im überarbeiteten XCeed gehören Frontkollisionswarner mit Fußgänger- und Fahrraderkennung, Autobahnassistent, Verkehrszeichenerkennung für Tempolimits und Überholverbote, aktiver Spurhalteassistent, Spurfolgeassistent, Fernlicht-assistent, Ausstiegswarner und ein intelligentes Parksystem zum Ein- und Ausparken in Längsrichtung sowie zum Einparken in Querrichtung.

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