WETgruppe errichtet barrierefreie Seniorenwohnungen in Bad Erlach

LR Teschl-Hofmeister: Das „Seniorenwohnen“ Projekt der WETgruppe in Bad Erlach ist eines von insgesamt 11 Pilotprojekten in ganz Niederösterreich.

Wie kann Wohnen im Alter aussehen, wenn Selbstständigkeit möglichst lange erhalten bleiben und gleichzeitig Sicherheit und Unterstützung geboten werden sollen? Eine Antwort darauf entsteht derzeit in Bad Erlach. Die gemeinnützige WETgruppe errichtet 21 geförderte Wohnungen für Senioren, die künftig von der Mater Salvatoris Alten- und Pflegeheim GmbH betreut werden.

Das Konzept „Seniorenwohnen“ verbindet eigenständiges Wohnen mit sozialer Betreuung und schafft damit eine Wohnform zwischen selbstständigem Wohnen und stationärer Pflege. Die rund 43 bis 60 m² großen Wohnungen werden barrierefrei und als vollwertige Mietwohnungen errichtet. Das Projekt wird aus Mitteln der Wohnbauförderung unterstützt, die Bewohner haben zusätzlich die Möglichkeit, bei Bedarf den Wohnzuschuss zur Senkung der monatlichen Wohnkosten zu beantragen. Das „Seniorenwohnen“ Projekt der WETgruppe in Bad Erlach ist eines von insgesamt 11 Pilotprojekten in ganz Niederösterreich. „Mit dem Seniorenwohnen geht Niederösterreich einen neuen, innovativen Weg in der Pflege- und Betreuungsversorgung und schafft eine Zwischenstufe zwischen mobiler Pflege und Betreuung in den eigenen vier Wänden und stationärer Versorgung im Pflegeheim. Denn viele ältere Mitmenschen können sich auch im Alter weitgehend selbst versorgen und benötigen nur vereinzelt Betreuung. Von großer Bedeutung sind jedoch die Sicherheit einer bedarfsgerechten punktuellen Unterstützung durch aufsuchende und anleitende Betreuung sowie die Möglichkeiten die Einsamkeit und den Rückgang von sozialen Kontakten zu vermeiden. Im Fokus unserer Pilotprojekte stehen die verdichtete Unterstützung und Begleitung von älteren Menschen durch qualifizierte Heimhilfen, der Sozialen Alltagsbegleitung und der Fachsozialbetreuer und Fachsozialbetreuerinnen in einem größeren gemeinschaftlichen Wohnverbund“, so Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Die Bewohner haben ihren eigenen privaten Wohnbereich und können gleichzeitig Angebote der sozialen Betreuung sowie bei Bedarf zusätzliche Unterstützungsleistungen in Anspruch nehmen. Ein zentraler Gemeinschaftsraum schafft Raum für Begegnung und gemeinsame Aktivitäten. Eine Tagesbetreuung für Senioren sowie ein Therapieraum sind ebenfalls im Gebäude untergebracht. Auch der Standort spielt eine wichtige Rolle: Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, Gastronomie, Gesundheitsangebote, ein Anrufsammeltaxi und Vereine befinden sich direkt in Bad Erlach. „Als gemeinnütziger Bauträger müssen wir dort neue Wohnangebote schaffen, wo sich die Bedürfnisse der Menschen verändern. Das Projekt „Seniorenwohnen“ ist ein Beispiel dafür, wie wir auf den demografischen Wandel konkret reagieren können und dafür, wie Wohnbau gesellschaftlichen Wandel aktiv begleiten und gestalten kann“, sagt Christian Rädler, Geschäftsführer der WETgruppe.

© koup architeken zt gmbh
© koup architeken zt gmbh

Das Projekt zeigt, was gelingen kann, wenn unterschiedliche Partner ihre Kompetenzen zusammenführen: Das Land Niederösterreich schafft mit den Vorgaben für „Begleitetes Wohnen“ den Rahmen, die Gemeinde bringt den passenden Standort und die lokale Infrastruktur ein, die WETgruppe übernimmt die Umsetzung eines altersgerechten, barrierefreien Wohnbaus und Mater Salvatoris die Betreuung. Für Bad Erlach entsteht mit der Wohnhausanlage der WETgruppe ein Angebot, das älteren Menschen ermöglicht, auch bei veränderten Lebenssituationen im vertrauten Umfeld zu bleiben. Ergänzt wird das Angebot durch eine Senioren-Tagesbetreuung, die Angehörige entlastet und älteren Menschen eine professionelle Betreuung und zugleich soziale Kontakte im vertrauten Umfeld bietet. „Älter werden soll nicht bedeuten, den eigenen Ort verlassen zu müssen. Mit dem „Seniorenwohnen“ und der ergänzenden Senioren-Tagesbetreuung schaffen wir dafür in Bad Erlach wichtige neue Möglichkeiten“, betont Bürgermeisterin Bärbel Stockinger.

Das Betreuungsangebot wird von der Mater Salvatoris Alten- und Pflegeheim GmbH gestaltet, die ein umfassendes und bedarfsgerechtes Unterstützungsangebot für die Bewohnerinnen und Bewohner sicherstellt. Ziel des „Seniorenwohnens“ ist es, Menschen mit leichtem bis mittlerem Pflege- und Betreuungsbedarf ein selbstbestimmtes Leben in Gemeinschaft zu ermöglichen.

Durch Hilfe zur Selbsthilfe werden Selbstbestimmung und Eigenständigkeit gezielt gefördert, während das gemeinschaftliche Wohnen sozialer Isolation entgegenwirkt. Dadurch soll ein Aufenthalt in einer langzeitstationären Pflegeeinrichtung möglichst lange hinausgezögert oder sogar vermieden werden.

„Wir möchten die Bewohnerinnen und Bewohner des „Seniorenwohnens“ in ihrer selbstständigen und unabhängigen Lebensführung unterstützen. Unser Anspruch ist es, Unterstützung genau dort anzubieten, wo sie benötigt wird, und gleichzeitig die Eigenständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. So schaffen wir einen Erlebensraum, der Sicherheit, Gemeinschaft und Selbstbestimmung miteinander verbindet“, erklären Günther Schranz und Christina Gmeiner, Geschäftsführer der Mater Salvatoris Alten- und Pflegeheim GmbH. 

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