Studie über die Bedeutung der ecoplus-Cluster präsentiert

(v.l.n.r.): Lebensmittel Cluster Beirätin Eva-Maria Gratzl, Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und Studienautor Christian Helmenstein bei der Presskonferenz in St. Pölten
(v.l.n.r.): Lebensmittel Cluster Beirätin Eva-Maria Gratzl, Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und Studienautor Christian Helmenstein bei der Presskonferenz in St. Pölten (Bildquelle: Thomas Resch)

Die Wirtschaft stehe heute vor großen Herausforderungen, dennoch zeigen die reinen Konjunkturzahlen, dass sich Niederösterreichs Unternehmen wacker schlagen. Das Wirtschaftswachstum werde heuer bei knapp 5 Prozent liegen und auch im nächsten Jahr stabil sein, sagte Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger heute in St. Pölten bei der Präsentation einer Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der ecoplus-Cluster Niederösterreich.

„Unsere vier Branchennetzwerke in den Bereichen Lebensmittel, ökologisches und nachhaltiges Bauen und Sanieren, Kunststoff und Mechatronik, in denen sich die innovativsten Unternehmen zusammengeschlossen haben und seit 20 Jahren intensiv kooperieren, erwirtschaften mit ihren insgesamt 500 Cluster-Partnern einen Gesamtumsatz von 21 Milliarden Euro. Die rund 90.000 Mitarbeiter bedeuten, dass rund 15 Prozent aller Arbeitsplätze in Niederösterreich auf Cluster-Betriebe entfallen“, betonte dabei Danninger und ergänzte: „Die Ergebnisse der Studie beweisen, dass unsere Cluster-Strategie genau der Nerv der Zeit trifft und der erfolgreich eingeschlagene Weg weitergegangen werden muss“.

(v.l.n.r.): ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, Lebensmittel Cluster Beirätin Eva-Maria Gratzl, Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, Studienautor Christian Helmenstein, Lebensmittel Cluster Managerin Magdalena Resch und Claus Zeppelzauer, ecoplus Bereichsleiter Unternehmen & Technologie
(v.l.n.r.): ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, Lebensmittel Cluster Beirätin Eva-Maria Gratzl, Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, Studienautor Christian Helmenstein, Lebensmittel Cluster Managerin Magdalena Resch und Claus Zeppelzauer, ecoplus Bereichsleiter Unternehmen & Technologie (Bildquelle: Thomas Resch)

„Bei einem Projektvolumen von insgesamt 279 Millionen Euro und einer Wertschöpfung von über 220 Millionen Euro heißt das, dass jeder Wertschöpfungs-Euro, der in einem Cluster-Projekt entsteht, weitere 66 Cent an zusätzlicher Wertschöpfung auslöst. Über 1.200 Beschäftigungsverhältnisse in Niederösterreich sind auf Cluster-Projekte zurückzuführen, das fiskalische Aufkommen liegt bei 101,2 Millionen Euro“, unterstrich der Landesrat und kündigte an, in Zukunft den Fokus noch mehr auf Bioökonomie, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft zu legen.

„Bei unserem langfristigen Ziel, Niederösterreich auf Basis unserer Landesstrategie 2030 zu einer der führenden Smarten Grünen Wirtschaftsregionen Europas zu machen, sind die Cluster wichtige Multiplikatoren auf diesem Weg in eine klimafitte Zukunft unserer Wirtschaft“, führte Danninger abschließend aus.

Studienautor Christian Helmenstein vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung präzisierte die Ergebnisse: „Im Bereich der Information hat es von 2001 bis 2021 insgesamt 1.739 Veranstaltungen – und damit 1,8 pro Woche – mit zuletzt durchschnittlich 89 Teilnehmenden gegeben, was sowohl für regen Zuspruch als auch den Wert der Informations-Multiplikation steht“. Insgesamt habe es in den 20 Jahren 7.423 Kooperationspartner gegeben und seien 1.530 Projekte abgewickelt worden: „Das bedeutet alle 3,5 Tage ein neues Cluster-Projekt, wobei die Mittel zu 60 Prozent aus den Budgets der Unternehmen selbst stammen. Die insgesamt 2.900 Jahresbeschäftigungsverhältnisse über die letzten 20 Jahre entsprechen 2.438 Vollzeitäquivalenten für jeweils ein Jahr“.

Die Cluster-Beirätin Eva-Maria Gratzl von der Gratzl Getränke Gesmbh. erzählte aus der Praxis und sprach von einer konstruktiven und zukunftsweisenden Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft: „Hier erhält man Informationen aus erster Hand, der Wissensaustausch ist hochinteressant, inspirierend und hilft, für die kommenden Jahre Prioritäten zu setzen. Hier wird Gelegenheit und Raum für Dialog geschaffen und die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen ermöglicht. Die Cluster-Partnerschaft zeigt einmal mehr, dass das Ganze mehr ist als die Summe der einzelnen Teile“.

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