Die ecoplus Alpin GmbH feiert 15 Jahre alpine Stärke

Und: „Die Lifte in Lackenhof am Ötscher drehen sich weiter".

Die ecoplus Alpin GmbH hat 2011 ihren operativen Betrieb als 100-prozentige Tochtergesellschaft der ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH aufgenommen. Dieses Jubiläum hat ecoplus Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Hackl zum Anlass genommen, um im Rahmen einer Pressekonferenz zurückzublicken und einen Ausblick vorzunehmen. Mit Lackenhof gibt es einen Standort, der aktuell einem umfassenden Transformationsprozess zum Ganzjahresziel unterliegt – dazu gab es ein wichtiges Update. „Die Lifte in Lackenhof drehen sich auch in den kommenden Sommer- und Wintersaisonen weiter. Der Standort wird mit einem adaptierten Konzept fit für den Sommertourismus gemacht – die dafür notwendigen Mittel stehen bereit. Künftig wird die gesamte Region Ybbstaler Alpen noch intensiver gedacht, dank eines neuen Anrufsammeltaxi-Systems werden bestehende Ausflugsziele und Beherbergungsbetriebe noch besser vernetzt“, so ecoplus Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Hackl.

„15 Jahre ecoplus Alpin sind eine Erfolgsgeschichte: Jeder vierte erwirtschaftete Euro und jeder dritte Arbeitsplatz hängen in den Standortgemeinden direkt oder indirekt mit den NÖ Bergbahnen zusammen. Das bedeutet: Ohne Lift – kein Tourismus. Ohne Tourismus – keine Arbeitsplätze. Ohne Arbeitsplätze – stirbt die Region. Mit Leuchtturmprojekten wie der Wexl Arena in St. Corona am Wechsel konnte mit viel Engagement der Region erfolgreich ein Ganzjahrestourismusziel geschaffen werden. Jährlich wird dort dank der erfolgreichen Neupositionierung ein Umsatzeffekt von rund 25 Millionen Euro für die Region ausgelöst. Erst vor wenigen Monaten wurde bei einem Bergtourismuskongress der Vereinten Nationen die Wexl Arena vor den Vorhang geholt, als Positivbeispiel was die Anpassung von kleinen Skigebieten auf die Herausforderungen des Klimawandels betrifft. Mit Mönichkirchen und Annaberg haben wir zwei weitere Skigebiete, die es durch attraktive Sommerangebote geschafft haben, Ganzjahrestourismus zu bieten. Dieses Ziel wollen wir auch in Lackenhof und am Hochkar schaffen“, so ecoplus Aufsichtsratsvorsitzender Hackl.

Adaptierung des Sommerkonzeptes für Lackenhof: Region ganzheitlich betrachten

„Die Region in Lackenhof arbeitet mit der ecoplus Alpin seit mehreren Jahren an der Neupositionierung als Ganzjahresdestination. Dieser Prozess hat sich jedoch in den letzten Jahren als schwierig herausgestellt. In den vergangenen Monaten habe ich zahlreiche Gespräche mit verschiedenen Interessensgruppen aus der Region geführt. Ich habe versucht, Verständnis für alle Standpunkte entgegenzubringen und neue Lösungsansätze zu erarbeiten, wie man aus dieser Pattsituation herauskommen kann. Dabei ist mir eines besonders wichtig: Lackenhof darf in Sachen Sommertourismus nicht mehr isoliert gesehen werden – in Wirklichkeit geht es um die gesamte Region Ybbstaler Alpen. Sie muss enger verzahnt werden, um das gesamte touristische Potential zu nutzen. Die Ybbstaler Alpen bieten 365 Tage im Jahr das erste alpine Bergerlebnis für Familien mit Kindern bis 12 Jahre. Sie sind eine naturbelassene Region, die gerade für Naturliebhaber besonders attraktiv ist. Hier kann man die Alpen nicht nur genießen, sondern auch verstehen lernen“, betont ecoplus Aufsichtsratsvorsitzender Hackl.

ecoplus Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Hackl bei der Pressekonferenz im Wirtschaftszentrum Niederösterreich in St. Pölten (Foto: Thomas Resch)
ecoplus Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Hackl bei der Pressekonferenz im Wirtschaftszentrum Niederösterreich in St. Pölten (Foto: Thomas Resch)

Im Dialog mit den verschiedenen Interessensgruppen wurden fünf konkrete Handlungsfelder erarbeitet, die in den nächsten Jahren Zug um Zug umgesetzt werden sollen. „Erstens: Damit die Region enger zusammenwächst wird mit 2027 ein neues Mobilitätskonzept in Form eines Anrufsammeltax-Systems umgesetzt. Das ist ein Vorteil für die Touristen und die Menschen in der Region und darüber hinaus ein Beitrag zum Klimaschutz. Zweitens: Es hat intensive Gespräche betreffend den Ausbau des Radwegenetzes gegeben, welche das Ziel verfolgen die Region zu verbinden, aber mit Rücksichtnahme auf die Interessen der Grundeigentümer – die Ruhebedürfnisse der Naturräume sollen respektiert werden. Downhillstrecken mit dem Mountainbike wird es nicht geben. Drittens: Es werden Maßnahmen gesetzt, um ein verstärktes touristisches Sommererlebnis zu bieten. Aufbauend auf bestehenden Attraktionen wie zum Beispiel dem 3D-Bogenparcours werden mit Schwerpunkt auf Kinder weitere Maßnahmen gesetzt. Ein konkreter Umsetzungsplan soll Anfang 2027 finalisiert werden. Dazu gibt es Ideen für einen Wasserspielplatz, einen Mini-Bikepark oder einen Waldrutschenpark am Ötscher. Viertens: Der Naturpark Ötscher-Tormäuer ist der größte Naturpark Niederösterreichs und die touristischen Angebote sollen ausgebaut werden, etwa mit geführten Wanderungen zu den Auswirkungen des Klimawandels oder zum Thema Natur-Nacht-Gebiet. Forschungsprojekte sollen auch für Naturliebhaber verstärkt erfahrbar gemacht werden. Fünftens: Durch Kooperation entstehen neue Perspektiven. Die Region Ybbstaler Alpen hat bereits erstklassige Ausflugsziele, dieses Angebot wollen wir vor den Vorhang holen“, so ecoplus Aufsichtsratsvorsitzender Hackl.

Doppelbudget sichert Weiterbetrieb und Millioneninvestitionen in die Region

„Zusammenfassend: Im kommenden Doppelbudget 2027/28 des Landes Niederösterreich werden die erforderlichen Finanzmittel für den weiteren Betrieb der Lifte in Lackenhof sichergestellt. Darüber hinaus wird im Budget für den Ausbau der touristischen Sommeraktivitäten für Lackenhof ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag zur Verfügung gestellt. Das Land wird die notwendigen Mittel bereitstellen, um gemeinsam mit den Gemeinden ein neues Anrufsammeltaxi-System in der Region einzurichten. Die Tourismusregion Ybbstaler Alpen wird bei der Weiterentwicklung von Lackenhof und Hochkar in Zukunft verstärkt ganzheitlich betrachtet. Das Hochkar wird weiterhin als ein Flaggschiff des niederösterreichischen Skisports positioniert und die dafür notwendigen Investitionen Zug um Zug umgesetzt“, so ecoplus Aufsichtsratsvorsitzender Hackl.

Erfolgsrezept der ecoplus Alpin soll vom Landesrechnungshof geprüft werden

„Die touristische Entwicklung unserer alpinen Räume zu Ganzjahresdestinationen ist das Gebot der Stunde und die ecoplus Alpin hat in den letzten 15 Jahren gezeigt, dass sie das kann. Die Herausforderungen dazu werden jedoch in Zeiten des Klimawandels nicht einfacher werden. Deshalb möchte ich die breite Expertise des Landesrechnungshofes so gut wie möglich in diesen Prozess einbinden. Daher werde ich gemeinsam mit unserem Regierungspartner der FPÖ in der kommenden Landtagssitzung einen Antrag einbringen, die ecoplus Alpin und ihre Tochtergesellschaften einer Prüfung durch den Landesrechnungshof zu unterziehen. Diese Einbindung gibt dem NÖ Landtag die größtmögliche Transparenz über die Geschäftstätigkeit der ecoplus Alpin und wird die Grundlage dafür sein, wie wir die nächsten 15 Jahre die Entwicklung der Alpinregionen anlegen“, so Aufsichtsratsvorsitzender Hackl in seiner Funktion als Klubobmann abschließend.

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