Leitlinien zum Regionalen Strukturplan Gesundheit 2025 fixiert

(v.l.n.r.): NÖ Patientenanwalt Gerald Bachinger, Landesrat Gottfried Waldhäusl, Landesrat Martin Eichtinger, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Primarius Martin Breitenseher (Bildquelle: Thomas Resch)
(v.l.n.r.): NÖ Patientenanwalt Gerald Bachinger, Landesrat Gottfried Waldhäusl, Landesrat Martin Eichtinger, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Primarius Martin Breitenseher (Bildquelle: Thomas Resch)

Nachdem in der Regierungssitzung vom 2. Oktober die zuständigen Regierungsmitglieder beauftragt wurden, Leitlinien des Regionalen Strukturplans Gesundheit (RSG) 2025 mit dem Ziel der besten Gesundheitsversorgung für Niederösterreich auszuarbeiten, präsentierten am Donnerstag, den 25. Oktober in St. Pölten LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrat Martin Eichtinger, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Landesrat Gottfried Waldhäusl gemeinsam mit dem NÖ Patientenanwalt Gerald Bachinger und Primarius Martin Breitenseher aus Horn nun diese Leitlinien.

Eichtinger erinnerte dabei an die Arbeitsübereinkommen und das daraus resultierende Arbeitsprogramm aller drei Regierungsparteien: „Diese Arbeitsübereinkommen sind kein Lippenbekenntnis, sondern Richtschnur für die tägliche Arbeit und besonders für die großen Themen, die gemeinsam in Angriff genommen werden“. So habe man sich im Bereich Gesundheit darauf geeinigt, zusammen die Grundlagen der zukünftigen Gesundheitsversorgung zu erarbeiten.

„Unser Ziel ist es, die beste Gesundheitsversorgung für die Menschen in Niederösterreich sicherzustellen. Wir treffen heute die richtigen Entscheidungen, damit wir auch morgen in Niederösterreich über die beste und modernste Gesundheitsversorgung verfügen. Niederösterreich ist das Bundesland, in dem sich alle Verantwortlichen, über Parteigrenzen hinweg, für die beste Versorgung der Menschen einsetzen. Denn wenn es um die Gesundheit der Menschen in Niederösterreich geht, geht es nie um Parteipolitik, sondern nur um die Verpflichtung, den Bedürfnissen der Menschen so nahe wie möglich zu sein. Das stellen wir mit dieser Vereinbarung sicher“, betonte der Landesrat.

Nach dem Auftrag durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in der Regierungssitzung vom 2. Oktober seien nun in den vergangenen Wochen, aufbauend auf dem Österreichischen Strukturplan Gesundheit, gemeinsam mit Experten drei offizielle und viele begleitende Gesprächs- und Arbeitsrunden absolviert worden, um eine politische Entscheidung für den Regionalen Strukturplan Gesundheit Niederösterreich 2025 treffen zu können. Mit Blick auf die fünf Versorgungsregionen Niederösterreichs seien dabei Leitlinien erarbeitet worden, die jetzt Grundlage für die Verhandlungen mit den Sozialversicherungsträgern und für die Beschlussfassung des RSG NÖ 2025 seien, der auch den niedergelassenen Bereich umfassen werde, führte Eichtinger aus.

Neben den involvierten Experten gelte sein Dank für die kooperativen, zielgerichteten Gespräche insbesondere auch allen politisch Beteiligten: „Ein politisches Miteinander, wie wir es die letzten Wochen gelebt haben, ist nicht selbstverständlich. Es beweist, wie sehr wir in Niederösterreich alle daran interessiert sind, rechtzeitig die richtigen Entscheidungen im Sinne der Menschen zu treffen. So können wir heute gemeinsam verkünden, dass Gesundheit in Niederösterreich Zukunft hat“, so Eichtinger.

Abschließend unterstrich der Landesrat, dass es in Niederösterreich keine Krankenhausschließungen geben werde und dass volle Leistungsversorgung für alle Regionen gewährleistet sein müsse: „Die beste Gesundheitsversorgung ist eine möglichst wohnortnahe Versorgung. Wir bauen die medizinische Leistungsversorgung in allen Regionen Niederösterreichs aus und stellen gleichzeitig eine zeitgerechte Anpassung künftiger Entwicklungen sicher. Dabei geht es nicht darum, wie lange die Patienten im Krankenhaus bleiben müssen, es geht vielmehr um die medizinische Leistung und darum, wie schnell wir den Menschen in Niederösterreich helfen können.“

„Die Mitarbeiter in unseren Spitälern mit ihrer Professionalität und ihrem großen Engagement gewährleisten beste Gesundheitsversorgung und bieten internationale Spitzenmedizin, auf die sich die Patienten verlassen können, und beweisen dabei wie außerordentliche Menschlichkeit. Das zeigen auch die jährlichen Patientenbefragungen mit im Durchschnitt über 92 von 100 möglichen Punkten“, sagte Pernkopf.

Königsberger-Ludwig betonte, dass sich die Verweildauer massiv verändert, die Leistung darunter aber keineswegs gelitten habe. „Auf Basis der gemeinsam erarbeiteten Leitlinien wird jetzt der NÖGUS mit den Sozialversicherungsträgern verhandeln, dieses Verhandlungsergebnis muss wiederum der Arbeitsgruppe vorgelegt werden. Der RSG, der viel mehr Details als die fünf Leitlinien enthalten wird, regelt, wie das Gesundheitssystem in Niederösterreich bestmöglich weiterentwickelt werden kann“. Wichtig sei dabei neben der Zusammenarbeit zwischen den Kliniken und dem niedergelassenen Bereich auch die Einigung zwischen den Sozialversicherungsträgern und dem Land, so Königsberger-Ludwig, die zudem als wichtigstes Thema nach Erstellung des RSG die Gewährleistung von genügend Ärzten im niedergelassenen und Spitals-Bereich anführte.

Waldhäusl nannte die Leitlinien die politische Antwort auf die Herausforderungen im Gesundheitsbereich sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum. „Es geht um die Absicherung des Gesundheitssystems im Bereich der Standorte, der Leistungen in den Regionen und der Vernetzung mit dem niedergelassenen Bereich. Dabei muss der Bürger im Vordergrund stehen, er muss bekommen, was er braucht. Wir in Niederösterreich sind stolz darauf, dass wir keine Standorte schließen und keine Leistungen reduzieren“.