In NÖ werden rund 30.000 Arbeitsplätze durch die Nahversorgung abgesichert

Präsidentin der WKNÖ Sonja Zwazl und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (Bildquelle: VPNÖ)
Präsidentin der WKNÖ Sonja Zwazl und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (Bildquelle: VPNÖ)

In einem „Aushängeschild“ der Nahversorgung, der Bäckerei Hink in St. Pölten, informierten am heutigen Dienstag Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl über das Thema Nahversorgung in Niederösterreich.

Die Landeshauptfrau bedankte sich zunächst bei Florian Hink, dem Inhaber des Familienbetriebes, der mittlerweile an fünf Standorten über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – darunter sechs Lehrlinge – zählt. Dem Betrieb seien „Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität“ ein besonderes Anliegen, betonte sie.

Die Nahversorger hätten in Niederösterreich „eine unglaublich wichtige Funktion“, etwa für die Attraktivierung der Zentren in den Gemeinden und Städten, aber auch als Arbeitgeber, so die Landeshauptfrau: „In Niederösterreich werden rund 30.000 Arbeitsplätze durch die Nahversorger abgesichert.“ Darüber hinaus hätten die Nahversorger auch eine wichtige Funktion im Bereich der Ausbildung von Lehrlingen, führte sie weiters aus.

Seitens des Landes wolle man daher die Nahversorger auf vielfältige Weise unterstützen, so die Landeshauptfrau. Zum einen gebe es dafür die „Investitionsförderung Nahversorgung“. Dabei werden Nahversorger mit einem Zuschuss von zehn Prozent bis zu max. 30.000 Euro bei Anschaffungen von Gerätschaften o. ä. unterstützt. Weiters verwies sie auch auf die Unterstützung von Betriebsmittel-Finanzierungen für Nahversorger – eine Förderung mit einem Zinsenzuschuss zu einem Bankkredit von maximal 90.000 Euro, die zur Finanzierung des Warenlagers dienen soll. Durch diese beiden Fördermöglichkeiten seien im letzten Jahr 62 Projekte mit Investitionskosten in der Höhe von 3,3 Millionen Euro mit einer Fördersumme von rund 280.000 Euro unterstützt worden, so Mikl-Leitner.

Als weitere Unterstützungsmaßnahme nannte die Landeshauptfrau das Angebot „NAFES“ – die NÖ Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadtzentren“. Mikl-Leitner dazu: „Seit Beginn dieser Aktion im Jahr 1998 wurden damit knapp 1.000 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 19 Millionen Euro unterstützt und damit 110 Millionen Euro an Gesamtinvestitionen ausgelöst.“

Die Präsidentin der Wirtschaftskammer, Sonja Zwazl, richtete einen besonderen Dank an Florian Hink, sein Betrieb sei „der beste Beweis dafür, wie unsere Nahversorger für unsere Lebensqualität sorgen“. Sie gratulierte dem Unternehmer zu dessen „unternehmerischen Geist und Innovationskraft“ und dankte ihm auch dafür, „dass er sehr viel Wert auf die Ausbildung legt“.

Niederösterreich sei ein herausragender Wirtschaftsstandort und verfüge über die höchste Pro-Kopf-Kaufkraft in Österreich, so Zwazl, die auch besonders auf die NAFES-Aktion als eine „ganz wesentliche und wichtige Initiative“ hinwies.