Erfolgreiche Zukunftskonferenz in Eisenstadt

Erfolgreiche Zukunftskonferenz in Eisenstadt
„Man muss die Ziele im Auge haben und nicht die Hindernisse“, so Staatsoperndirketor Dominique Meyer bei der win² Zukunftskonferenz im Burgenland (Bildquelle: inShot / Daniel Schalhas)

Seit mittlerweile 14 Jahren treffen sich im Schloss Esterházy einmal jährlich mehr als 150 ambitionierte und visionäre Studierende sowie Young Professionals zur win² Zukunftskonferenz, um sich untereinander und mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auszutauschen. In diesem Jahr lautete das Motto „Seeking Impact“, also wie man sich in einer immer marktschreierischen, aber hochkomplexen Gesellschaft überhaupt noch Gehör verschaffen kann.

Gemeinsam mit Top-Unternehmen und Organisationen wie Strabag, Andritz, UniCredit Bank Austria, ASFINAG, AbbVie, SOS-Kinderdorf, Hutchison DREI Austria, Porsche Holding, Eisenberger & Herzog, Zurich und ZEISS sowie Experten aus unterschiedlichsten Bereichen wurden Zukunftsstrategien für die Herausforderungen von morgen erarbeitet.

Eröffnet wurde die Konferenz am 7. Juni 2019 durch Thomas Arnoldner, CEO der A1 Telekom Austria. In seiner Rede betonte Arnoldner, wie Leidenschaft und Engagement über Erfolg oder Misserfolg entscheiden: „Wie man an der Klimadebatte sieht: Man kann auch als 17 jährige Schwedin einen großen Impact haben. Dieser Impact ist beeinflussbar. Meine Einstellung habe ich selbst in der Hand. Ich bin von niemanden abhängig. Mache ich Dienst nach Vorschrift oder versuche ich, mein Ambitionsniveau zu heben, die Latte etwas höher zu legen. Es geht immer noch ein bisschen mehr, nur übertreiben sollte man es natürlich auch nicht. Wir müssen versuchen, breiter zu denken und zu sehen, wie kann ich einen gesellschaftlichen Impact haben?“

Nach der Eröffnung folgte die erste Keynote, für die Staatsoperndirektor Dominique Meyer gewonnen werden konnte. „Mein Vater hat noch Pferde gehabt. Als ich ein Kind war, ging man zum Flughafen, um überhaupt ein Flugzeug zu sehen. Heute fliegt man selbst alle sechs Monate. Und man spricht Sprachen. Wenn ich 20 wäre, würde ich sofort Chinesisch lernen. Englisch ist nicht genug. Wenn ich einmal nach Italien gehe, muss ich Italienisch können“, spielte Meyer auf den möglichen Wechsel an die Mailänder Scala an. „Wenn man die Möglichkeit hat, etwas zu gestalten, sollte man das Risiko eingehen. Man sollte nie Angst haben. Es gibt 20 jährige, die schon an die Pension denken. Ich bin 63 und hoffe, noch lange arbeiten zu können. Oft braucht man auch Wegweiser im Leben. Es ist wichtiger, Leuten Brücken und nicht Mauern zu bauen. Man muss die Ziele im Auge haben und nicht die Hindernisse!“, so Meyer.

Keine Trittbrettfahrer, sondern Lenker

Nach drei spannenden Tagen auf Schloss Esterházy lag es an Carolina Gerstacker, Veranstalterin und Vorsitzende des Uni Management Club (UNIMC), über die win² Zukunftskonferenz zu bilanzieren. „Während die globalen Probleme immer schwieriger werden, scheinen die vermeintlichen Antworten darauf immer simpler zu werden. Drei Tage lang stellten wir uns daher die Frage, wie wir uns in dieser zunehmend komplexen und lauten Welt, die aber ständig nach einfachen Lösungen verlangt, sinnvoll Gehör verschaffen können. Wir sind keine Trittbrettfahrer der Zukunft, sondern ihre Lenker. Wir sind diejenigen, die sie sinnvoll und nachhaltig gestalten und prägen müssen, sei es in wirtschaftlicher, politischer oder gesellschaftlicher Hinsicht“, erklärte Gerstacker.