4,8 Millionen Euro für Lehrlinge und Weiterbildung

4,8 Millionen Euro für Lehrlinge und Weiterbildung
(v.l.n.r.): Geschäftsführer Matthias Zuser, Abteilungsleiter SMS NÖ Günther Widy, Christoph Kreiner, AMS-Chef Sven Hergovich, Claudia Lingler und Landesrat Martin Eichtinger beim Projekt „Fit im Handwerk 2.0“ (Bildquelle: Büro Martin Eichtinger)

Der für den Arbeitsmarkt zuständige Landesrat Martin Eichtinger, AMS-Chef Sven Hergovich und Abteilungsleiter Günther Widy vom Sozialministeriumservice Landesstelle Niederösterreich präsentierten heute im kürzlich neu eröffneten „Haus des Lernens“ der GESA in St. Pölten den Startschuss für eine NÖ-weite Tour. Ziel dieser Tour ist einerseits, Job-Projekte in den Regionen für die Menschen sichtbar und spürbar zu machen, sowie die hervorragende Arbeit in den Projekten zu würdigen und sich andererseits jeweils unterschiedlichen arbeitsmarktpolitischen Themen zu widmen.

Heute fiel der Startschuss zur Präsentation der „Regionalen Job-Fördermaßnahmen“ im Haus des Lernens in St. Pölten. „Wir wollen die Menschen dort informieren, wo sie leben. Das Ziel dieser Tour ist es, das vielseitige Angebot an Projekten in den jeweiligen Regionen für die Menschen sichtbar zu machen. 2018 haben rund 5.200 Menschen die Förderangebote des Landes genutzt. Deshalb investieren wir heuer 4,8 Millionen Euro in die Förderungen der Lehrlinge und der individuellen beruflichen Weiterbildung“, so der für den Arbeitsmarkt zuständige Landesrat Martin Eichtinger.

Positive Entwicklung

Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen beweisen die Wirksamkeit der Maßnahmen. Der Arbeitsmarkt in Niederösterreich entwickelte sich in den letzten Jahren sehr dynamisch und positiv. Im April 2019 verbuchte NÖ weiterhin einen kräftigen Beschäftigungsanstieg (+ 16.000 Personen bzw. + 2,2%) auf 634.000 Beschäftigte, die Arbeitslosigkeit ist um weitere 4,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Besonders starke Wirtschaftsbereiche sind aktuell das Bauwesen, der Tourismus und die Metall- und Elektrobranche, aber auch die Hilfsberufe.

Und dennoch gibt es am Arbeitsmarkt große Herausforderungen zu bewältigen: „Ein Blick in die nö. Regionen zeigt, dass es bei allen regionalen Unterschieden am Arbeitsmarkt eine Gemeinsamkeit gibt: Über 40% aller Arbeitslosen können maximal einen Pflichtschulabschluss vorweisen. Hier müssen wir mit gezielten Maßnahmen zur Unterstützung dieser Menschen gemeinsam mit unseren Partnern – dem Land NÖ sowie den Sozialpartnern – daran arbeiten, Arbeitslosigkeit zu verhindern bzw. sie möglichst kurz zu halten, deshalb wird das AMS NÖ 2019 EUR 123 Mio. an Fördermitteln bewilligen.“ analysiert AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich.

„Wir lassen die Menschen unterschiedlicher Alters- und Berufsgruppen bei Ihrer beruflichen Weiterentwicklung nicht alleine, sondern unterstützen sie bedarfsorientiert mit einem breiten Angebot an Individualförderungen und Qualifizierungsprojekten. Dabei ist eine der zentralen Maßnahmen die Initiative AusBildung bis 18 mit dem Jugendcoaching des SMS, deren Ziel es ist, eine über den Pflichtschulabschluss hinausgehende Ausbildung zu absolvieren “ weist Günther Widy vom Sozialministeriumservice auf eine breite gemeinsame Palette des SMS NÖ, des AMS NÖ und des Landes NÖ hin.

Programm der Regionstour

Im Rahmen der Regionstour wird bis Ende des Jahres in allen Hauptregionen Station gemacht, wobei sich die Partner unterschiedlichen Themen widmen werden. Diese werden sich unter anderem rund um Frauenqualifizierung, Fachkräftebedarf, Menschen mit Beeinträchtigungen und/oder Behinderungen, Langzeitarbeitslosigkeit und ältere arbeitslose Personen, sowie strukturschwache Regionen drehen.

Informationen zu den aktuellen Förderangeboten erhalten sie unter 02742/9005-9555 bzw. unter http://www.arbeitsland-noe.at/.

NÖ Lehrlingsoffensive mit 46 Millionen Euro

Darüber hinaus haben das Land Niederösterreich, das AMS Niederösterreich und der Europäische Sozialfonds die größte Lehrlingsoffensive mit einem Volumen von € 46 Mio. gestartet. Rund 7.000 Ausbildungsplätze an 54 Standorten in den Programmen „Jugendbildungszentren“, „Auf zum Lehrabschluss“ und „Überbetriebliche Lehrausbildung“ stehen bereit, um jungen Menschen in Niederösterreich den Einstieg in die Lehre und damit eine gefragte Ausbildung zu ermöglichen.