Sonntag, 3. März 2024

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NÖ: 190.000 Schüler starten in die Sommerferien

Ab morgen können in Niederösterreich ca. 190.000 Schüler und über 22.000 Pädagogen den Sommer genießen und wieder Kraft tanken

Morgen endet für rund 190.000 Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich das Schuljahr. Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Karl Fritthum zogen heute bei einer Pressekonferenz an der ÖKO-Mittelschule Pottenbrunn Bilanz über das abgelaufene Schuljahr.

„Das Schuljahr war wieder ein fast normales Schuljahr“, sagte Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und meinte weiters: „Normal im Hinblick auf alle Pandemie-Maßnahmen, die heuer nicht stattgefunden haben. Was natürlich nicht normal war, ist, dass wir in diesem Schuljahr fast durchgehend seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine fast konstant bis zu 3.000 ukrainische Schülerinnen und Schüler in unseren Schulen betreut haben. In Niederösterreich sind wir mit unserem Modell, nämlich die Kinder überwiegend in den normalen Klassen aufzunehmen, sehr gut gefahren.“ Dazu habe man zusätzlich 30 ukrainisch sprechende Personen eingestellt.

Im Schuljahr 2022/2023 gab es in Niederösterreich 981 Allgemeinbildende Pflichtschulen, 63 AHS, 90 BMHS und 22 Berufsbildende Pflichtschulen. „Für rund 190.000 Schülerinnen und Schüler ist es in den 1.156 Schulen ab morgen soweit und sie starten in die Ferien“, sagte die Landesrätin. Auch 14.600 Pädagoginnen und Pädagogen, darunter auch rund 400 Studierende, verabschieden sich morgen in die Ferien. Darüber hinaus gelte dies für rund 3.970 AHS-Lehrer und rund 3.600 BMHS-Lehrer. Besonders erfreut zeigte sich Teschl-Hofmeister, dass 63,14 Prozent der Volksschüler die AHS-Reife geschafft haben.

Ein Schwerpunkt im abgelaufenen Schuljahr sei die Digitalisierungsoffensive gewesen. 367 Schulen mit 2.420 Klassen hätten im Zuge dessen 53.000 Laptops oder Tablets erhalten. „Wir haben aber immer gesagt, dass die Digitalisierungsoffensive viel mehr ist, als die Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit technischen Geräten“, so die Landesrätin. Niederösterreich setze daher auf die Servicierung der Pädagoginnen und Pädagogen und das Fach „digitale Grundbildung“. „Die Digitalisierungsoffensive ist ein Grund, warum wir positiv über das erste Jahr der digitalen Grundbildung bilanzieren können. Die Einführung als Pflichtgegenstand in der Mittelschule und der AHS-Unterstufe war eine richtige Entscheidung“, unterstrich sie. Besonderes Augenmerk habe man auf den integrativen Zugang der Weiterbildung des Lehrpersonals gelegt und möglichst viele Pädagoginnen und Pädagogen aus unterschiedlichen Fachrichtungen dafür angesprochen. Inhalt des Gegenstandes „digitale Grundbildung“ sind neben dem Umgang mit digitalen Technologien auch der Umgang mit sozialen Medien, künstlicher Intelligenz und mit den Gefahren, die im Internet lauern.

Zur Sommerschule 2023 meinte die Landesrätin: „Sie ist gekommen, um zu bleiben.“ Auch heuer werde von 21. August bis zum 1. September die Sommerschule abgehalten. Dafür haben sich 6.662 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Sie werden an 177 Standorten von 850 Pädagoginnen und Pädagogen sowie 362 Studierenden in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht bzw. Englisch unterrichtet.

„Auch heuer waren die Pädagoginnen und Pädagogen sehr gefordert, auch wenn die Corona-Pandemie Gott sei Dank hinter uns liegt“, eröffnete Bildungsdirektor Karl Fritthum. Mit dem Ferienbeginn starten laut ihm die Vorbereitungen auf das kommende Schuljahr. „Dabei ist sicherlich eine große Herausforderung das Thema der Stellenbesetzungen.“ Der vielzitierte Lehrermangel sei laut ihm in Niederösterreich kein Thema. „Wir haben rund 14.600 Pflichtschullehrerinnen und -lehrer, rund 8.000 Lehrerinnen und Lehrer im höheren Bereich. Und es wird auch im kommenden Schuljahr so sein, dass wir unserem Versorgungsauftrag nachkommen. Es wird uns gelingen, alle offenen Stellen zu besetzen“, so Fritthum. Insgesamt schreibe man in Niederösterreich 1.000 Stellen pro Schuljahr aus, dafür gebe es doppelt so viele Bewerbungen.

Bei der diesjährigen Matura habe man laut dem Bildungsdirektor ein „sehr passables Ergebnis“ verzeichnen können: „Beim gefürchteten Fach Mathematik haben wir in der AHS 21 Prozent ‚Sehr gut‘ zu verzeichnen und Gott sei Dank nur 0,8 Prozent ‘Nicht genügend‘. In den Berufsbildenden Schulen sind es 5,5 Prozent ‚Sehr gut‘ und 2,7 Prozent ‚Nicht genügend‘. Das ist insgesamt ein sehr, sehr gutes Ergebnis für Niederösterreich. Die Matura funktioniert, die Zentralmatura funktioniert.“

Erfreulich sei darüber hinaus, dass 63 Prozent der Volksschüler die AHS-Reife haben und es laut dem Bildungsdirektor ausreichend Plätze in den Gymnasien gebe. Weiters zeigen die Maßnahmen zur Stärkung der Mittelschulen Wirkung. In der Mittelschule gebe es sehr gute Ergebnisse: 35,7 Prozent haben dort mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen, nur 1,1 Prozent haben zwei oder mehr „Nicht genügend“. In der AHS haben 52,9 Prozent das Schuljahr mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen und nur 1,94 Prozent mehr als zwei „Nicht genügend“. In der BHMS haben 28,5 Prozent mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen, nur 2,8 Prozent mehr als zwei „Nicht genügend“.

Zum administrativen Unterstützungspersonal in den Pflichtschulen sagte Fritthum, dass man aus dem Pilotprojekt eine dauerhafte Umsetzung anstrebe. Die Finanzierung sei bereits gesichert. Damit könne man die Schulen im administrativen Bereich deutlich entlasten.

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