Autotest: Mitsubishi L200 Diamond

Der Mitsubishi L200 Diamond im Guten Tag Österreich Autotest (Bildquelle: Thomas Resch)
Der Mitsubishi L200 Diamond im Guten Tag Österreich Autotest (Bildquelle: Thomas Resch)

Der Mitsubishi L200 erweist sich auch in der sechsten Modellgeneration als zuverlässiger Begleiter in jeder Situation.


Wir konnten im Guten Tag Österreich Autotest den Mitsubishi L200 in der Ausstattungsvariante Diamond ausführlich testen.

Die Neuauflage des L200 schaut elegant aus, ist wesentlich komfortabler und bietet zahlreiche neue Technologien gegenüber seinem Vorgänger. Was geblieben ist, ist seine Robustheit und enorme Geländetauglichkeit.

Die Front des L200 zeigt sich im bekannten „Dynamic Shield“-Look und unterstreicht sowohl den robusten Charakter als auch die Verwandtschaft zu anderen Mitsubishi Modellen. Durch die neue Form der Motorhaube und die leicht nach unten versetzten Scheinwerfer in LED-Ausführung, profitiert der Fahrer von einer guten Übersicht.

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Die auf 205 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit, die großen Radkästen und die muskulös anmutenden Kotflügel unterstreichen nicht nur den robusten Charakter, sondern garantieren optimale Leistung selbst in schwierigem Gelände. Die breiten Trittbretter erleichtern den Ein- und Ausstieg. Für den kantigen Look sorgt die 1,52 Meter lange Ladefläche, die LED-Rückleuchtengrafik reicht bis ans obere Ende der Heckklappe. Mit seiner hohen Zuladung und bis zu 3,1 Tonnen Anhängelast schafft der L200 einiges. Die Spür- und sichtbaren Qualitätsverbesserungen im Innenraum, aber auch der erhöhte Fahrkomfort macht das Fahren richtig angenehm.

2.2 Liter starker Dieselmotor

Den Vortrieb des Mitsubishi L200 übernimmt ein kraftvoller 2.2 Liter ClearTec-Turbodiesel, der 110 kW/150 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Nm entwickelt Durch die Abgasreinigung mit SCR-Katalysator erfüllt der Vierzylinder die strenge Abgasnorm Euro 6d-TEMP-EVAP. Neu im L200 ist die 6 Gang-Wandlerautomatik. Ihre angepasste Getriebeübersetzung im höchsten Gang reduziert die Motordrehzahl und senkt damit die Motorengeräusche bei höherem Tempo.

Zuschaltbarer „Easy Select 4WD“

Perfekten Grip auf unbefestigten Straßen bietet der zuschaltbare „Easy Select 4WD“-Allradantrieb. Im Alltag schickt das System die Kraft des Dieselmotors ausschließlich an die Hinterräder. Bei einem Ausflug ins Gelände oder unter widrigen Bedingungen mit Schnee und Eis kann der Fahrer auf Allradantrieb wechseln – und das sogar während der Fahrt bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h. Die Auswahl des Antriebsmodus erfolgt über einen leicht erreich- und bedienbaren Drehschalter in der Mittelkonsole. Während „4H“ einen starren Allradantrieb zur Folge hat, aktiviert „4L“ zusätzlich die Untersetzung für schweres Gelände. In der „2H“-Einstellung werden wiederum nur die Hinterräder bedient, was den Kraftstoffverbrauch niedriger hält.

Permanenter „Super Select 4WD-Antrieb”

Noch mehr Traktion selbst in anspruchsvollstem Gelände bietet das differentialgesteuerte, permanente Allradsystem „Super Select 4WD-II“. Der Antrieb wurde aufwendig für schwierigste Bedingungen konzipiert. Als einziger Hersteller von Pickups baut Mitsubishi die Kombination aus permanentem Allradsystem, sperrbarem Mitteldifferenzial und Geländeuntersetzung.

Der Fahrer kann bei Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h zwischen Heck- und Allradantrieb wechseln und selbst bei plötzlichem Haftungsverlust den Schwung beibehalten. „Super Select 4WD-II“ verteilt die Antriebskraft optimal zwischen Vorder- und Hinterachse und maximiert selbst bei leerer Ladefläche die Traktion.

In der „4H“-Grundposition erfolgt die Verteilung des Motordrehmomentes in einem Verhältnis von 40 zu 60 zwischen Vorder- und Hinterachse. Der Kraftfluss wird über ein Verteilergetriebe mit Viskokupplung und Mitteldifferenzial gesteuert. Auf unbefestigten Wegen oder steilen Anstiegen sollte die „4HLc“-Einstellung gewählt werden, die sich auch ideal als Anfahrhilfe auf Matsch und Schnee eignet. Hier ist das Mitteldifferenzial gesperrt und das Drehmoment des Motors wird symmetrisch auf beide Achsen aufgeteilt – optimal für anspruchsvolles Gelände. Der Modus für extremste Bedingungen ist „4LLc“: Diese Antriebsform mit gesperrtem Mitteldifferenzial und Geländeuntersetzung sorgt für höchste Antriebskraft an den Rädern bei niedrigen Geschwindigkeiten.

Weiters hat Mitsubishi beim L200 zudem zwei Ergänzungen vorgenommen: Die Bergabfahrhilfe sorgt nun für eine gleichbleibende Geschwindigkeit auf Abfahrten, sodass sich der Fahrer voll auf die Lenkung konzentrieren kann. Die neue Offroad-Traktionskontrolle mit vier wählbaren Fahrmodi für Schotter, Schnee, Sand und steinige Untergründe gibt zusätzliche Sicherheit. Das System kontrolliert Motor, Automatikgetriebe sowie Bremsen und passt Reifenhaftung und Performance an die jeweilige Oberfläche an. Bei aktivierter „4HLc“- bzw. „4LLc“-Einstellung werden die verschiedenen Modi mittels Druckknopf aktiviert, die aktuelle Auswahl wird dabei im Multi-Informationsdisplay angezeigt.

Gut informiert

Das Multi-Informationsdisplay liefert alle Informationen in hochauflösender Farbe – von Kraftstoffverbrauch und Restreichweite über Service-Hinweise bis hin zu Funktionshinweisen des Allradantriebs. Erstmals inbegriffen ist auch der aus anderen Mitsubishi Modellen bekannte Eco-Drive-Assistent, der eine möglichst effiziente Fahrweise unterstützt. Das Infotainment-System „Smartphone Link Display Audio“ (SDA) bietet einen sieben Zoll Touchscreen. Neben der Smartphone-Integration umfasst das System unter anderem Digitalradio (DAB+), Bluetooth-Anbindung und USB-Anschlüsse. Die Steuerung erfolgt wahlweise per Fingerberührung auf dem Touchscreen oder per Sprachbefehl.

Assistenzsysteme zur Sicherheit

Der Mitsubishi L200 unterstützt den Fahrer im Alltag. Das Ziel: Fahrten möglichst angenehm gestalten und Unfälle vermeiden oder zumindest deren Folgen abmildern. Aus diesem Grund fährt unser Testfahrzeug mit zahlreichen Assistenzsystemen vor. Das  Auffahrwarnsystem mit integriertem Notbremsassistenten (FCM+) erkennt nicht nur andere Autofahrer, sondern auch Fußgänger und macht den Fahrer auf eine drohende Kollision aufmerksam. Reagiert er nicht, wird automatisch eine Notbremsung eingeleitet. Der Spurhalteassistent (LDW) warnt bei einem versehentlichen Abkommen von der Fahrspur.

Der Fernlichtassistent (AHB) sorgt bei Nacht selbstständig zwischen Fern- und Abblendlicht und sorgt so für bestmögliche Straßenausleuchtung, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Der Ausparkassistent (RCTA) warnt den Fahrer beim Rückwärtsfahren vor sich näherndem Querverkehr, während der Totwinkelassistent (BSW) über Objekte im toten Winkel informiert. In Verbindung mit dem Automatikgetriebe bietet der Fehlbeschleunigungsschutz (UMS) zusätzliche Sicherheit: Er erkennt versteckte Hindernisse in unmittelbarer Umgebung des Fahrzeugs und verhindert ein zu starkes Beschleunigen.

Die LED-Scheinwerfer samt integriertem LED-Tagfahrlicht und die LED-Rückleuchten verleihen dem L200 nicht nur einen hohen Wiedererkennungswert bei Nacht. Sie verbessern auch die Sicht und Sichtbarkeit.

Daten Testfahrzeug: