Ab August OP-Roboter im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf im Einsatz

Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Niederösterreich wird die roboterassistierte Chirurgie gezielt ausgebaut. Bereits in diesem Jahr wurde ein OP-Roboter im UK Krems erfolgreich implementiert. Nun folgt die Installierung am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf. Damit wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht, der die medizinische Versorgung im Land stärkt.

Auf Basis des Gesundheitsplans 2040+ und der damit verbundenen Weiterentwicklung wird die roboterassistierte Chirurgie an den Universitäts- und Landeskliniken gezielt ausgebaut. An den Universitätskliniken Wiener Neustadt, St. Pölten und Krems sind OP-Roboter bereits erfolgreich im Einsatz. Seit ihrer Einführung wurden an den Standorten Wiener Neustadt und St. Pölten bereits rund 5.000 roboterassistierte Eingriffe durchgeführt, am Universitätsklinikum Krems seit der Einführung rund 30. Nun wurde als nächster Schritt am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf ein OP-Roboter installiert, um hochmoderne und bestmögliche Behandlungsmethoden auch ins Weinviertel zu bringen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies vor allem ein Plus an Sicherheit, höchste Präzision sowie eine raschere Rückkehr in den Alltag.

„Die Etablierung des neuen OP-Roboters am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf ist ein weiterer Schritt zum Vollausbau der roboterassistierten Chirurgie in allen Regionen. Diese Weiterentwicklung in der modernen Medizin bringt allen etwas: Einerseits eine bestmögliche Erst- und Akutversorgung für unsere Patientinnen und Patienten durch präzise, sichere und schonende Behandlungsmethoden, andererseits erhöhen wir damit auch die Attraktivität unserer Kliniken Standorte als Ausbildungs- und Arbeitsstandort für junge Medizinerinnen und Mediziner“, betont der für die Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser.

Bei der roboterassistierten Chirurgie handelt es sich um eine moderne Operationsmethode, bei der Ärztinnen und Ärzte von einem speziellen Robotersystem unterstützt werden. Die Chirurgin oder der Chirurg steuern hierbei die Instrumente über eine Konsole und der Roboter führt die Bewegungen exakt und ruhig aus. Gerade bei komplexen Tumoroperationen oder rekonstruktiven Eingriffen erlaubt die roboterassistierte Chirurgie ein sehr präzises, kontrolliertes Arbeiten, auch in anatomisch schwierigen Bereichen.

„Die roboterassistieren Systeme ermöglichen besonders präzise Bewegungsabläufe, eine hochauflösende 3D-Visualisierung sowie eine besonders schonende Behandlung des Gewebes. Für Patientinnen und Patienten ergeben sich daraus viele Vorteile. Diese Methode führt zu geringeren Komplikationsraten, reduziertem Blutverlust, weniger Schmerzen nach der Operation sowie einer insgesamt schnelleren Genesung“, ergänzen der Ärztliche Direktor des Landesklinikums, Prim. Dr. Ronald Zwrtek, MBA, MAS und der Projektleiter, Prim. Priv.-Doz. Dr. Floriann Wimpissinger, FEBU, MBA. Zum Einsatz kommen wird diese Technologie im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf vorerst in der Urologie, der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie der Gynäkologie, vor allem bei onkologischen Eingriffen.

Die Vorständin für Medizin und Pflege der NÖ Landesgesundheitsagentur Mag. jur. Dr. med. Elisabeth Bräutigam, MBA hält fest: „Von der Einführung dieser neuen Technologien profitieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, da sie an hochmodernen Geräten bestmöglich ausgebildet werden. Diese verbesserten Rahmenbedingungen steigern nicht nur die Qualität der chirurgischen Versorgung, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität des Berufsbildes. Sie sind damit ein wesentlicher Faktor, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, langfristig zu binden und die Gesundheitsstandorte nachhaltig zu stärken.“

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