Neue Initiativen zur Forcierung der E-Mobilität präsentiert

Neue Initiativen zur Forcierung der E-Mobilität präsentiert
(v.l.n.r.): LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesrat Ludwig Schleritzko bei der Pressekonferenz zur Forcierung der E-Mobilität in Niederösterreich (Bildquelle: Thomas Resch)

„Niederösterreich ist Pionier, was die E-Mobilität betrifft. Fast jedes vierte Elektroauto, das in Österreich unterwegs ist, kommt aus Niederösterreich. Im Moment gibt es in unserem Bundesland über 6.000 Elektroautos, das entspricht einer Steigerung von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagte Pernkopf. Niederösterreich habe über 50 Schnelllade-Stationen und mit 1.220 Ladestationen die meisten in Österreich, so der LH-Stellvertreter. „Bei einer großen Beschaffungsaktion für Land und Gemeinden sind 200 neue Elektroautos gekauft worden, das bringt drei Millionen Euro an Einsparungen“, hielt er fest. „Die Testaktion ‚6 Tage Probefahren um 60 Euro‘ wurde von über 3.000 Teilnehmer in den vergangenen zwei Jahren genutzt. Auch drei Feldversuche zur Elektro-Mobilität wurden in Echsenbach, Obersiebenbrunn und Seitenstetten von der Bevölkerung sehr gut angenommen“, so Pernkopf.

„Niederösterreich startet eine Förderaktion für die Lade-Infrastruktur in bestehenden Wohnbauten“, kündigte Pernkopf an. „Das Land wird ein kostenloses Darlehen für Genossenschaften, Bauträger und ausführende Unternehmen zur Verfügung stellen. So sollen 20 Projekte umgesetzt werden, um auch den Landsleuten in Wohnungen den Zugang zu einer E-Ladestation zu ermöglichen. In dieses Pilotprojekt werden vom Land 300.000 Euro investiert“, meinte er.

„Weiters verlängert Niederösterreich die 1.000 Euro Förderungsaktion, für den Ankauf eines Elektroautos,“ sprach er eine weitere Maßnahme des Landes an. „Bisher haben knapp 1.000 Personen diese Unterstützung genutzt. Das heißt, dass ein E-Auto insgesamt mit 4.000 Euro gefördert wird“, sagte er und verwies auf die Bundesförderung.

Landesrat Schleritzko sagte, dass Niederösterreich seine Klimaziele erfüllen könne, wenn wir „wegkommen von fossilen Antrieben und umweltfreundliche Alternativen“ nutzen. „Im Landesdienst wurden bereits Fahrzeuge umgestellt, bestes Beispiel dafür ist der Straßendienst. 93 Elektro-Fahrzeuge sind im Einsatz und sparen 186 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein“, führte er aus. „Das Land will jetzt einen Schritt weitergehen und die Mobilitätswende auch im öffentlichen Verkehr mit Leben erfüllen. Aus diesem Grund wird in der Region Schweinbarther Kreuz Niederösterreichs erste E-Bus-Region errichtet“, kündigte der Landesrat an.

„Ab Herbst 2021 sollen dort zwei Linien auf einen E-Bus-Betrieb umgestellt werden. Die entsprechenden Ausschreibungen für das Wagenmaterial laufen jetzt an und auch die Planungen für die notwendige Infrastruktur starten“, unterstrich er. „Wir planen drei Ladestationen in Wolkersdorf, Gänserndorf und im Gebiet von Bad Pirawarth. Für diesen Test investiert das Land auch kräftig, alleine die Errichtung der Ladeinfrastruktur kostet etwa zwei Millionen Euro“, hielt er fest. „Ab 2030 will unser Land bei allen Busausschreibungen nur noch Fahrzeuge bestellen, die mit alternativen Antrieben ausgerüstet sind. Niederösterreich hat damit die Chance, sich erneut an die Spitze Europas zu stellen. Noch keine andere Region Europas hat sich das Ziel gesetzt, 100 Prozent seines Busverkehrs ohne fossile Brennstoffe abzuwickeln“, meinte er. Im Fall von Niederösterreich sprechen wir von 1.200 Bussen, so der Landesrat.