Heizsaison 2019/2020: Öl ist die teuerste Heizform

(v.l.n.r): LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf empfiehlt gemeinsam mit Rauchfangkehrer-Bundesinnungsmeister Peter Engelbrechtsmüller den Umstieg auf Erneuerbare Heizsysteme
(v.l.n.r): LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf empfiehlt gemeinsam mit Rauchfangkehrer-Bundesinnungsmeister Peter Engelbrechtsmüller den Umstieg auf Erneuerbare Heizsysteme (Bildquelle: NLK Reinberger)

Der aktuelle Heizkostenvergleich zeigt eindeutig: Heizen mit Öl ist die mit Abstand teuerste Form. Daher sollte man zeitnah auf ein Heizsystem mit Erneuerbarer Energie umsteigen.

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, soll der Heizkessel für wohlige Wärme sorgen. Die Wahl der richtigen Heizung ist dabei entscheidend. Die Expertinnen und Experten der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ haben sich die unterschiedlichen Heizformen genau angesehen und auf Basis der Energiepreise einen Preisvergleich angestellt. Für den Energiepreisvergleich wurden die Kosten eines durchschnittlichen Einfamilienhauses berechnet. Die Kosten der betrachteten erneuerbaren Heizsysteme wie Erdwärmepumpe, Pelletheizungen und Scheitholzheizungen sind wesentlich geringer als die der fossilen Heizsysteme. Eines zeigt sich auf den ersten Blick: Heizen mit Öl ist die teuerste Variante, Tendenz steigend. Verglichen mit einer Ölheizung wird man diese Saison mit einer Holzheizung um die 810 Euro weniger, mit einer Erdwärmepumpe sogar weniger als die Hälfte zahlen.

(Grafik: ENU)

„Der Heizkostenvergleich zeigt klar auf, dass sich der Umstieg auf Erneuerbare Energieträger beim Heizen nicht nur für die Umwelt auszahlt, sondern auch fürs Geldbörsel“, rät LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf zum Umstieg. „Wir wollen Ölheizungen nicht einfach verbieten, sondern bieten auch Hilfe beim Umstieg auf Erneuerbare Heizsysteme. Der Austausch von Ölkesseln bringt sofort etwas für die Umwelt und den Klimaschutz. Außerdem hilft das unseren Forstwirten, wenn statt Öl-Importen aus Russland oder Saudi-Arabien heimisches Holz zur Energiegewinnung verwendet wird“, fügt der LH-Stellvertreter an. Mit der Förderung von bis zu 3.000 Euro setzt das Land Niederösterreich einen Anreiz, Heizkessel zu tauschen.

Zusätzlich zum Heizungstausch empfiehlt die eNu Dämm-Maßnahmen

„Am meisten kann man sich aber sparen, wenn man sein Haus saniert. Das Geld dafür ist bei den derzeitigen niedrigen Bankzinsen ausgezeichnet angelegt. In einem sanierten Haus machen die Heizkosten nur die Hälfte aus. Einige Maßnahmen wie die Dämmung der obersten Geschoßdecke sind bei überschaubaren Kosten einfach durchzuführen und rechnen sich bereits binnen weniger Jahre“, ergänzt Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ. Die Energieberatung NÖ bietet firmenunabhängige Vor-Ort-Beratungen mit Sanierungsempfehlungen und Kostenabschätzungen gegen einen Fahrtkostenzuschuss von 30 € an. In einem gedämmten Haus mit einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energieträger hat man bereits die Energiewende geschafft und kann mit einem guten Gefühl in eine abgesicherte Zukunft blicken.