Effizient: Der Kia Niro Hybrid im Test

Effizient: Der Kia Niro Hybrid im Test
Der Kia Niro Hybrid im Guten Tag Österreich Autotest (Bildquelle: Thomas Resch)

Der Kia Niro überzeugt im Guten Tag Österreich Autotest auch in der Hybrid-Variante.


Wir haben in einem Niro Hybrid 1,6 GDI in der Ausstattungsvariante „Platin” Platz genommen und ihn ausführlich getestet.

Das Außendesign wurde in Anlehnung an den Kia e-Niro überarbeitet. Während der markante Kühlergrill („Tigernase“) unverändert geblieben ist, lassen die neuen Stoßfänger vorn und hinten den Niro Hybrid noch entschlossener auftreten. Neu designt wurden auch die LED-Scheinwerfer. Am Heck geben die neu gestalteten LED-Rückleuchten dem Niro eine moderne Lichtsignatur.

Im Interieur unterscheidet sich der überarbeitete Niro besonders deutlich von seinem Vorgänger. Neue, hochwertige Materialien und zahlreiche optische Veränderungen schaffen hier eine kultivierte, qualitätsorientierte Atmosphäre. Das Armaturenbrett ist oben mit Soft-Touch-Material beschichtet, während neue Applikationen in Glanzschwarz sowie Akzente in Silber oder mattem Chrom die Stirnseite und die Instrumenteneinheit veredeln. Standard sind ein Infotainmentsystem mit 8-Zoll-Bildschirm, eine Smartphone-Schnittstelle (Android Auto™, Apple CarPlay™) und eine Supervision-Instrumenteneinheit mit 4,2-Zoll-LCD-Anzeige.

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Das sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe (DCT) bietet eine schnellere Rückmeldung als die im Hybridsegment weit verbreiteten, elektronisch gesteuerten, stufenlosen Getriebe (e-CVT) und verfügt zudem über einen Sport-Modus. Mit den neuen Schaltwippen am Lenkrad kann das DCT jetzt besonders dynamisch betätigt werden. Weitere Neuerungen sind die elektronische Parkbremse anstelle der Fußfeststellbremse sowie eine gesteigerte Bremskraft durch größere Scheibenbremsen hinten.

UVO CONNECT: Echtzeit-Informationen und Fernbedienung

Das neue Telematiksystem, das Kia auch im e-Soul einsetzt, liefert dem Fahrer wichtige Informationen und beinhaltet zudem Fernbedienungsfunktionen. Es entspricht den neuesten EU-Datenschutzbestimmungen und gewährleistet Datensicherheit und Privatsphärenschutz auf höchstem Niveau.

UVO CONNECT umfasst zwei Elemente: den Service Kia Live und die UVO App. Auf Kia Live kann der Fahrer über den 10,25-Zoll-Touchscreen zugreifen. Durch das System, das über eine eigene SIM-Karte Live-Daten abruft und aktualisiert, erhält der Fahrer unter anderem Echtzeitinformationen zu Verkehrslage, Wetterprognose, lokaler Suche („Points of Interest“) und nahegelegenen Parkmöglichkeiten – inklusive Angaben zu Preisen und verfügbaren Parkplätzen.

Die UVO App ist mit Android- und Apple-Smartphones kompatibel und liefert dem Fahrer ein breites Spektrum an Diagnosedaten zum Fahrzeug und Informationen zur aktuellen Fahrt. Darüber hinaus lassen sich über die App eine Reihe von Funktionen fernbedienen. So ist es zum Beispiel möglich, eine geplante Route direkt an das Navigationssystem des Kia Niro zu schicken, das Fahrzeug zu orten (zum Beispiel auf großen Parkplätzen) sowie Fahrzeug-Berichte und Diagnose-Mitteilungen zu erhalten.

Das Navigationssystem mit 10,25-Zoll-Touchscreen ermöglicht standardmäßig Bluetooth-Mehrfachverbindungen. Dadurch können gleichzeitig zwei mobile Geräte in das System eingebunden werden. Außerdem lässt sich der Bildschirm per Split-Screen-Funktion unterteilen, wobei die Teilbereiche mit Hilfe zahlreicher Widgets ganz individuell konfiguriert werden können. Das ermöglicht zum Beispiel, dass der Fahrer sich die Fahrtroute oder den Energiefluss des Hybridantriebs anzeigen lässt, während der Beifahrer zugleich nach seinen Lieblingssongs sucht oder die Wetteraussichten checkt.

Breite Assistenzpalette, praktische Qualitäten, hohe Effizienz

Auch bei den Assistenzsystemen hat Kia die Hybrid-Version des Niro zum Modelljahr 2020 technologisch aufgerüstet. So wurde die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage um eine Stop-and-Go-Funktion erweitert. Dadurch verlangsamt das System den Niro bei Bedarf bis zum Stillstand und beschleunigt ihn wieder, sobald die Verkehrssituation es zulässt. Noch breitere Unterstützung bietet der neue Stauassistent. Diese „Level 2“-Technologie des autonomen Fahrens erkennt die Fahrbahnmarkierungen und hält den Niro mittig in seiner Fahrspur. Zugleich orientiert sich der Stauassistent per Radar am vorausfahrenden Verkehr und übernimmt das Beschleunigen, Bremsen und Lenken, während der Fahrer das Fahrumfeld überwachen kann.

Zum Assistenzangebot gehören darüber hinaus der Frontkollisionswarner mit Bremseingriff und Fußgängererkennung, der aktive Spurhalteassistent, Spurwechselassistent mit Totwinkelerkennung, Querverkehrswarner, Müdigkeitswarner, Verkehrszeichenerkennung für Geschwindigkeitsbegrenzungen und Fernlichtassistent.

Mit dem fein abgestimmten Einzelradaufhängungsfahrwerk und dem geschmeidig schaltenden Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe bietet der Niro Hybrid eine gute Balance zwischen Fahrkomfort und Agilität. Vom Platzangebot des Crossovers profitieren nicht nur der Fahrer und die Passagiere – durch den großzügigen, variablen Gepäckraum ist er auch besonders praktisch.

Das innovative Parallelhybridsystem mit dem 1,6-Liter-GDI-Benziner und dem kraftvollen 32 kW Elektromotor sowie der hocheffizienten Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mobilisiert insgesamt 104 kW (141 PS).

Daten Testfahrzeug:

(Bildquelle: ReschMedia)