Studie zeigt: Generation 80+ mit Lebenssituation in NÖ zufrieden

(v.l.n.r.): Georg Ruppe (Geschäftsführer ÖPIA), Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Sophie Psihoda (ÖPIA) bei der Pressekonferenz in St. Pölten. (Bildquelle: Thomas Resch)
(v.l.n.r.): Georg Ruppe (Geschäftsführer ÖPIA), Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Sophie Psihoda (ÖPIA) bei der Pressekonferenz in St. Pölten. (Bildquelle: Thomas Resch)

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister: „Zahlen und Daten zeigen, dass unser Weg stimmt“.

Die Lebenserwartung der Menschen steigt kontinuierlich an und ebenso der Anteil der über 80-Jährigen in unserer Gesellschaft. Eben aus diesem Grund haben die Österreichischen Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen (ÖPIA) und das Land Niederösterreich im Rahmen der ersten Niederösterreichischen Hochaltrigen-Studie systematisch Daten und Informationen für die Altersgruppe über 80 erhoben. „Um diese Gesellschaftsgruppe in unseren strategischen Planungen optimal berücksichtigen zu können, müssen wir erheben, welche konkreten Bedürfnisse sie hat. Mit der vorliegenden Studie ist uns das gelungen“, so Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Über 86% der Hochaltrigen über 80 geben an, mit ihrer Lebenssituation in Niederösterreich sehr bzw. eher zufrieden zu sein.

Aktuell leben in Niederösterreich 89.000 Personen die über 80 Jahre alt sind. Bis zum Jahr 2025 soll diese Zahl laut statistischen Prognosen auf über 118.000 Personen ansteigen. „Hochaltrige, also Menschen 80+, werden eine immer relevantere sozial- und gesundheitspolitische Gruppe. Genaue Daten über ihre Lebenssituation und über ihre Bedürfnisse zu erheben, ist unerlässlich“, so Teschl-Hofmeister.

Die Studie hat unter anderem ergeben, dass zwei Drittel der befragten Personen über einen guten Gesundheitszustand ohne ausgeprägte funktionale Einschränkungen verfügen. Neuerlich bestätigt hat sich auch der Umstand, dass der größte Wunsch der älteren Generation darin besteht, möglichst lange in der gewohnten Umgebung bleiben zu können. Erfreulich ist auch die hohe Zufriedenheut mit der mobilen Betreuung, der 24-Stunden-Betreuung und auch der stationären Pflege. So würden 80% von jenen Personen, die Pflege benötigen und diese im Rahmen eines Aufenthaltes im Pflegeheim beziehen, diese Betreuungsform weiterempfehlen. Etwas weniger erfreulich sind die Ergebnisse hinsichtlich der Pflegevorsorgemaßnahmen. Nur etwa 28% der Hochaltrigen haben bereits bauliche Maßnahmen zur alter- oder pflegegerechten Adaptierung ihres Privathaushaltes getroffen. Eine schriftliche Vollmacht oder Verfügung im Sinne der persönlichen Pflegevorsorge besitzen nur rund 25% der über 80-Jährigen.

Hinsichtlich der Familienverhältnisse dürften vor allem Kinder und Enkelkinder eine zentrale Rolle spielen. Haben Hochaltrigen häufigen Kontakt mit ihren Kindern, haben sie auch häufigen Kontakt mit ihren Enkelkindern. „Interessant ist, dass die Distanz zwischen Wohnort der Befragten und der Kinder bzw. Enkelkinder keinen Einfluss auf die Regelmäßigkeit der Besuche hat, während diese bei Freundschaften durchaus ausschlaggebend für die Häufigkeit von Besuchen ist“, so Sophia Psihoda (ÖPIA).

Die Hochaltrigen-Studie bietet ein realistisches und differenziertes Alternsbild. „Ziel ist es, Fakten und eine bewusste Auseinandersetzung mit der Thematik zu schaffen, damit es letztlich gelingen kann, dass wir Entscheidungen die sozial- und gesundheitspolitisch zu treffen sind an den Bedürfnissen der Betroffenen orientieren“, so Geschäftsführer Georg Ruppe (ÖPIA). Durch die wissenschaftliche Auswertung der Befragungen und Erhebungen wird es künftig möglich sein, entscheidungsrelevante Schlüsse zu ziehen.

„Wir werden die Ergebnisse und Erkenntnisse in unsere strategische Planung aufnehmen. Die Studie ist eine hervorragende Grundlage, um unsere vielfältigen Unterstützungsleistungen weiterzuentwickeln und zu optimieren“, so Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.