Sonntag, 3. März 2024

Verlässlich, kompetent, unkompliziert…

Waldviertler Unternehmer fordert Verschrottungsprämie für Häuser

Mit einer Idee, die vor mittlerweile 14 Jahren den heimischen Pkw-Markt auf Touren gebracht hat, will der Waldviertler Recyclingunternehmer Gottfried Stark leerstehende und ungenützte Immobilien verwerten. Er fordert eine Verschrottungsprämie für alte Häuser. „In jeder brachliegenden Immobilie sind unzählige Tonnen an Sekundärrohstoffen gebunden, die dringend genutzt gehören“, erklärt der Geschäftsführer der Stark GmbH aus Irnfritz im Bezirk Horn im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

„Abreißen und fachgerecht verwerten, statt jahrzehntelang ungenützt stehen lassen“, unter diesem Motto will der Unternehmer sowohl Eigentümer wie auch Kommunen und den Gesetzgeber auf den Plan rufen. „Mit einer Win-win-Situation für alle Beteiligten könnten wir auf kurzem Weg Unmengen an Sekundärrohstoffen nutzbar machen und diese, wo es möglich ist, gleich wieder regional einbringen.“

Statt Baumaschinen auffahren zu lassen und alte Bauwerke größtenteils dem Erdboden gleich zu machen, will sie Gottfried Stark mit System rückbauen, so wie er es mit seinen Mitarbeitern bereits seit einigen Jahren praktiziert. „Wir analysieren vor jeder Demontage ganz genau, welche Sekundärrohstoffe verwertet werden können und gewinnen Fraktion für Fraktion aus den Gebäuden.“

Für die Eigentümer der ungenützten Immobilien braucht es dabei in erster Linie natürlich finanzielle Anreize, um ein leerstehendes Haus verwerten zu lassen. „Hier müssen wir zudem auch das Bewusstsein der Zielgruppe schärfen, welche und vor allem wie viele Sekundärrohstoffe in einem alten Gebäude stecken können.“

Ein weiterer wesentlicher Aspekt, um ungenützte Gebäude fachgerecht zu verwerten, ist für ihn das Eindämmen des Bodenverbrauchs. Mit dem Renaturieren frei gewordener Bauplätze könnte man aktiv und nachhaltig Grünräume schaffen, ist sich der Recyclingunternehmer sicher. Hier sieht er besonders die Politik gefordert, sich aktiv mit einer Trendumkehr in Gemeinde- und Stadtgebieten zu beschäftigen.

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