Umbau des St. Pöltner Europaplatzes soll mehr Sicherheit bieten

(v.l.n.r.): Vizebürgermeister Matthias Adl, Landesrat Ludwig Schleritzko, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Matthias Stadler mit der ersten Planung für den neuen Europaplatz
(v.l.n.r.): Vizebürgermeister Matthias Adl, Landesrat Ludwig Schleritzko, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Matthias Stadler mit der ersten Planung für den neuen Europaplatz (Bildquelle: NLK / Reinberger)

Statt „falschem Kreisverkehr“ soll künftig eine „normale“ vierstrahlige Ampelkreuzung für Sicherheit sorgen. Planungsübereinkommen zwischen Land NÖ und Stadt St. Pölten soll am Montag im St. Pöltner Gemeinderat beschlossen werden.

Der Europaplatz in St. Pölten sorgt nicht nur bei Führerscheinneulingen für große Herausforderungen. Immer wieder kracht es auf diesem zentralen Verkehrsknotenpunkt in der Landeshauptstadt, da sich zu viele Verkehrsteilnehmer mit den vielen Fahrspuren, Signalen, Bodenmarkierungen, Wegweisern und Fahrrelationen nicht zurechtfinden. Das soll sich nun ändern, wie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko, Bürgermeister Matthias Stadler und Vizebürgermeister Matthias Adl nun festhalten.

„Land und Stadt ziehen an einem Strang, wenn es darum geht, die Verkehrssicherheit für die Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Dazu haben wir uns auf ein Projekt verständigt, das anstelle der bestehenden Ausführung eine vierstrahlige Ampelkreuzung vorsieht. Damit wollen wir für mehr Übersichtlichkeit sorgen und können gleichzeitig die großen Verkehrsmengen gut organisieren. Auch Verbesserungen für den Geh- und Radverkehr sind selbstverständlich vorgesehen“, gibt Landeshauptfrau Mikl-Leitner einen ersten Überblick über die zukünftige Gestaltung des Europaplatzes.

Die Planungskosten für den neuen Europaplatz betragen 160.000 Euro, die von Land und Stadt jeweils zur Hälfte getragen werden. „Auch eine Instandsetzung des Bestandes wurde untersucht. Sowohl die Kosten, als auch die Leistungsfähigkeit der Lösungen sind annähernd gleich. Ausschlaggebend für die neue Kreuzung war der Sicherheitsaspekt. Auch wenn Unfälle nie ausgeschlossen werden können, sollten die Zahlen deutlich sinken“, so der zuständige Straßenbaureferent der NÖ Landesregierung, Landesrat Ludwig Schleritzko. Das Planungsübereinkommen soll am Montag durch den St. Pöltner Gemeinderat offiziell beschlossen werden.

Mit der neuen Lösung für den Europaplatz sind auch Änderungen im Gemeindestraßennetz notwendig. „Der Umbau des Europaplatzes bedeutet, dass die bestehende fünfte Relation, die Linzer Straße vom Europaplatz bis zum Linzer Tor, abgekoppelt wird. Das heißt, dass der Anschluss der Linzer Straße nach Norden abgerückt wird und nur mehr zum Rechtseinbiegen zur Verfügung steht. Um den Wegfall des Ausfahrens aus der Linzer Straße zu kompensieren, muss es dann schon zur geplanten Verbreiterung der Josefstraße zwischen dem Linzer Tor und der B1 kommen. Im Zuge dieser Projektierung soll auch die Kreuzung Linzer Tor überarbeitet werden“, gibt St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler einen Überblick über die verbundenen Baumaßnahmen. Die Planungen hierfür verursachen Kosten in Höhe von 50.000 Euro, welche von der Stadt selbst getragen werden.

„Für die gewählte Lösung spricht nicht nur der Aspekt der Verkehrssicherheit. Mit der gewählten Variante können monatelange Staus mit enormen Staulängen aufgrund von langwierigen Sperren der Fahrbahn vermieden werden. So kann der neue Kreuzungsbereich im Bereich des jetzigen Springbrunnens errichtet werden, während der Verkehr am Bestand um die Bausituation herumführt“, erläutert Vizebürgermeister Matthias Adl.

Die Detailplanungen für die Erneuerung des Europaplatzes sollen 2020 abgeschlossen sein. Sobald im Zuge dieser Planungen die Errichtungskosten feststehen, wird in einem weiteren Übereinkommen die Kostenteilung zwischen Land und Stadt geregelt. 2021 sollen die Einbautenerneuerungen erfolgen. Die Hauptbauphase des Straßenbaus ist dann für 2022 vorgesehen. Die neu entstehenden Nebenflächen sollen dann im Jahr 2023 gestaltet werden. Wie dies erfolgt, soll zuvor in einem Gestaltungswettbewerb festgelegt werden.