Trotz Teuerung: Niederösterreich bleibt ein attraktiver Wohnort

(v.l.n.r.): HYPO NOE Vorstand Wolfgang Viehauser und Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko (Bildquelle: HYPO NOE / Bollwein)
(v.l.n.r.): HYPO NOE Vorstand Wolfgang Viehauser und Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko (Bildquelle: HYPO NOE / Bollwein)

Landesrat Schleritzko: „Wohnen muss für alle in Niederösterreich leistbar und in allen Regionen lebenswert bleiben“

In einer Pressekonferenz zum Thema „Wohnraum schaffen“ präsentierten heute Landesrat Ludwig Schleritzko und HYPO NOE Vorstand Wolfgang Viehauser eine Umfrage, die zeigt, welchen Einfluss Teuerung und Kreditvergaberichtlinien auf Eigenheimankaufs- und Sanierungsprojekte haben. Die Umfrage habe unter anderem ergeben, dass trotz gestiegener Immobilien-, Rohstoff-und Baupreise, wie auch verpflichtend gewordenen Kreditvergaberichtlinien, Niederösterreich ein attraktiver Wohnort sei.

Ludwig Schleritzko: „40 Prozent der Befragten möchten im Bundesland eine Wohnimmobilie kaufen oder bauen. Sieben von acht Befragten, die bereits eine Immobilie besitzen, möchten diese sanieren oder renovieren“. 72 Prozent würden bei der Sanierung in erneuerbare Energiesysteme oder Maßnahmen zur Einsparung investieren. Schleritzko weiter: „Das Land Niederösterreich hat nach dem Motto ,Wohnen muss für alle Landsleute und Lebensformen leistbar und in allen Regionen unseres Landes lebenswert sein´, mehrere Unterstützungsmaßnahmen beschlossen. Einerseits den erst kürzlich präsentierten Strompreisrabatt, zum anderen die blau-gelbe Wohnbaustrategie:
Förderungen für mehr als 2.200 Wohneinheiten, Darlehen für 259 Eigenheime mit einem Volumen von 8,9 Millionen Euro sowie jährliche Zuschüsse für rund 2.000 Eigenheimsanierungen in Höhe von 650.000 Euro und nicht rückzahlbare Einmalzuschüsse von rund 3,4 Millionen Euro.“

Überdies hätte man einen 3-Punkte-Plan für leistbare Mieten und leistbares Wohnen beschlossen. „Deshalb werden wir im gemeinnützigen Wohnbau das Förderdarlehen um knapp 19 Prozent erhöhen, im Bereich der Sanierungen werden die nichtrückzahlbaren Zuschüsse von 15 auf 20 Jahre ausgedehnt und die förderbare Obergrenze wird von 1.000 auf 1.200 Euro pro Quadratmeter erhöht.“

In neun von zehn niederösterreichischen Gemeinden würden Wohnbauanlagen mit Unterstützung des Landes finanziert und gebaut werden. Aber auch im Bereich des Eigenheims unterstütze das Land mit der NÖ Wohnbauförderung mit Direktdarlehen des Landes, mit einer Jungfamilienförderung oder auch mit einem Einmalzuschuss für Bankdarlehen bei der Sanierung eines Eigenheimes. Alleine die NÖ Wohnbauförderung löse jährlich rund 1,8 Millionen Euro an Investitionsvolumen aus, umgelegt 30.000 Arbeitsplätze, die man im Bundesland schaffe und sichere, was den Wirtschaftsstandort Niederösterreich weiter attraktiviere.

„Wir fördern mit all diesen Maßnahmen aber nicht nur leistbares Wohnen, sondern auch ökologische Bauweisen und konnten damit die Treibhausgasemissionen eines niederösterreichischen Haushaltes seit 1990 halbieren.“ Der Landesrat abschließend: „Wir wollen gemeinsam mit der HYPO Landesbank noch mehr Menschen zu Eigentürmern machen, denn gerade Eigentum gibt Sicherheit in unsicheren Zeiten und auch Planbarkeit für die Altersvorsorge.“

HYPO NOE Vorstand Viehauser dazu: „Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen für alle Altersklassen, seit heuer neu ist der ,Immokredit 60+´ – das ist unsere Antwort auf das Thema Altersdiskriminierung im Bereich der Finanzierungen. „Dieser Kredit wird für alle Personen ab 60 Jahren, die eine Immobilie besitzen, angeboten, „damit man sich so in der Pension den Traum vom Reisen, aber auch vom Sanieren der Immobilie erfüllen kann.“
Generell berichtete Viehauser, dass die Nachfrage nach HYPO NOE Wohnfinanzierungen sehr stark sei. „Wir haben im letzten Jahr 750 Millionen Euro an Wohnbaufinanzierungen vergeben, damit konnten wir 1.600 Menschen helfen, ihren Wohntraum zu erfüllen. Zudem konnten wir 2.000 Wohnungen im Bereich des gemeinnützigen Wohnbaus finanzieren und damit leistbares Wohnen für alle Generationen schaffen“, so Viehauser.

Abschließend erklärte der Vorstand noch die Wichtigkeit von Informationen via Online-Tools – hier zeige die Umfrage, dass drei von vier Personen sich vorab über Kosten von Kauf und Sanierung informieren und bereits vor Beratungsgesprächen Berechnungen durchführen möchten. „Unser Tool ,wohnrechner.at´ stellt hierbei ein sehr gutes und niederschwelliges Angebot dar, um sehr einfach erste Kostenschätzungen anstellen zu können“, sagt er. Seit Einführung vor zwei Jahren seien rund 50.000 Projekte berechnet worden, alleine im ersten Halbjahr dieses Jahres viermal so viele Sanierungsprojekte wie im Vergleichszeitraum des 2021. Trotzdem appelliert Viehauser: „Das persönliche Beratungsgespräch kann durch nichts ersetzt werden. Gerade deshalb kann mit einem Klick in unserem Tool auch ein persönliches Beratungsgespräch vereinbart werden.“

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