Freitag, 3. Februar 2023

Verlässlich, kompetent, unkompliziert…

NÖ Bauernbund: Klare Absage an Eigentumssteuern

Leere Ställe und Verlust der Versorgungssicherheit drohen in Österreich

NÖ Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf zeigte in den vergangenen Wochen klar auf, warum der von SPÖ und Teilen der Grünen vorgetragene Wunsch nach Eigentumssteuern eine große Gefahr für die Landwirtschaft darstellt.

„Die Investitionen in die Höfe sind eine Investition in die Versorgungssicherheit. Über Generationen sind hier Werte gewachsen, die den Ländlichen Raum prägen. Wir werden nicht zulassen, dass politische Mitbewerber diese Sicherheit durch kurzsichtige Steuermaximierung und Überbesteuerung der Bauern gefährdet, denn die großen Vermögenswerte sind mit einem Mausklick aus Österreich weg. Übrig bleiben Grund und Boden, Haus und Hof, Stall und Acker, Traktor und Pflug“, so Pernkopf.

Unterstützung in dieser für die Zukunft der familiengeführten heimischen Landwirtschaft wichtigen Frage erhält er von der niederösterreichischen Bauernbundjugend, die geschlossen hinter der Absage von Pernkopf zur Einführung von Eigentumssteuern steht.

„Unsere Höfe sind das Zuhause für unsere bäuerlichen Familien, die von fleißigen Menschen aufgebaut wurden und sind heute das Rückgrat der Versorgungssicherheit für uns alle. Eigentumssteuern wird es mit dem Bauernbund nicht geben“, betonen Pernkopf und Harald Hochedlinger, Obmann der NÖ Bauernbundjugend, den bäuerlichen Standpunkt deutlich.

Gerade die Hofübernahme ist ein sehr emotionales Thema in den bäuerlichen Familien. Die Übergaben sind mit Bürokratie verbunden und sind der Start in ein neues Kapitel am Hof. „Wir sind hier in Österreich am richtigen Weg mit der jüngsten Bauernschaft in Europa, neue Steuern und Belastungen würden diesen Erfolgsweg gefährden“, so Hochedlinger. Ein Blick auf die Zahlen gibt dem Jungbauern aus dem Bezirk Amstetten recht. Jeder fünfte landwirtschaftliche Betrieb wird in Österreich von einer Jungbäuerin oder einem Jungbauern unter 40 Jahren bewirtschaftet, europaweit liegt dieser Anteil bei lediglich 10 Prozent und damit bei der Hälfte.

Hochedlinger abschließend: „Wir Bauern übernehmen immer Verantwortung und das seit Generationen, ob am Hof oder in der Familie oder in der Gesellschaft. Dazu zählt auch das Miteinander im Sozialsystem und das Bezahlen von Steuern. Es kann und darf aber nicht so weit kommen, dass durch unrealistische Besteuerungswünsche die Existenz von landwirtschaftlichen Betrieben aufs Spiel gesetzt wird oder Jungbäuerinnen und -bauern in die Schuldenfalle getrieben werden, um den Hof zu übernehmen. Die Folge davon sind nur geschlossene Hoftore, leere Ställe und der Verlust der Versorgungssicherheit.“

Weitere Arikel aus der Sparte

Aktuelle Kurzmeldungen