Neue Methode zur Behandlung von Prostatakarzinomen

Prim. Univ. Prof. Dr. Wilhelm Alexander Hübner, Assistenzärztin Dr. Ghazal Ameli (beide LK Korneuburg) und Assistenzarzt Dr. Gabor Rosta (UK St. Pölten) anlässlich der ersten HIFU-Behandlung (Bildquelle: LGA)
Prim. Univ. Prof. Dr. Wilhelm Alexander Hübner, Assistenzärztin Dr. Ghazal Ameli (beide LK Korneuburg) und Assistenzarzt Dr. Gabor Rosta (UK St. Pölten) anlässlich der ersten HIFU-Behandlung (Bildquelle: LGA)

Die HIFU-Methode (High Intensity Focused Ultrasound) erfüllt den lang gehegten medizinischen Wunsch, das Prostatakarzinom durch eine Teilbehandlung der Prostata ohne Entfernung des gesamten Organs zu behandeln.

Die Behandlung des häufigsten Krebsleidens des Mannes, des Prostatakarzinoms, durch radikale Chirurgie oder Strahlentherapie war bisher die einzige Möglichkeit, Prostatakarzinomzellen nachhaltig auszulöschen. Häufig besteht jedoch nur eine begrenzte Krebsläsion an einer Stelle der Prostata. Solche Patienten brauchen zwar eine Behandlung, wären aber mit Strahlentherapie oder Radikaloperation übertherapiert.

Die HIFU-Methode erlaubt nun eine maßgeschneiderte Behandlung für diese wichtige Patientengruppe. Prim. Univ. Prof. Dr. Hübner, Leiter der Abteilung für Urologie: „Mit dieser hochmodernen Methode können die gefürchteten Kollateralschäden wie Impotenz oder Inkontinenz absolut minimiert werden.“

„Der Einsatz dieser neuen Technik am Landesklinikum Korneuburg zeigt einmal mehr, dass wir in Niederösterreich spitzenmedizinische Leistungen auf höchstem Niveau anbieten. Unserer hochspezialisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass sich die Patienten auf die beste Behandlung verlassen können“, betont LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf.

Die Behandlung wird in einer kurzen Narkose durchgeführt, die Energie wird über eine rektal eingeführte Sonde unter Ultraschallkontrolle auf die Krebslaesion gebracht. Der Verlauf nach dem Eingriff ist denkbar unspektakulär. Es verbleibt zwar ein Katheter für einige Tage, Blutungen oder Schmerzen stellen jedoch eine extreme Ausnahme dar. „Damit stellt die HIFU-Methode sicher die schonendste, kurative Therapie des Prostatakarzinoms dar“, so Hübner.

Ist der Tumor an einer ungünstigen Stelle gelegen oder zu groß, werden weiterhin die bewährten Therapieoptionen Operation und Strahlentherapie eingesetzt.

Neben dem Landesklinikum Korneuburg ist derzeit in Niederösterreich auch am Universitätsklinikum St. Pölten ein HIFU-Gerät im Einsatz. Prof. Hübner: „Die Einführung dieser modernen Methode stellt für die Bevölkerung in unserem Einzugsgebiet eine große Bereicherung dar.“

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