Herzogenburg: GESA errichtet 11 Wohnungen für Menschen in Not

(v.l.n.r.) Landesrat Marin Eichtinger, Geschäftsführerin Verein Wohnen Ingrid Neuhauser, Geschäftsführer GESA Manfred Krammer und Geschäftsführer GESA Matthias Zuser
(v.l.n.r.) Landesrat Marin Eichtinger, Geschäftsführerin Verein Wohnen Ingrid Neuhauser, Geschäftsführer GESA Manfred Krammer und Geschäftsführer GESA Matthias Zuser (Bildquelle: Bollwein)

Landesrat Eichtinger / Neuhauser: „Wichtiges Wohnprojekt mit 1,5 Millionen Euro sorgt für Dach über den Kopf und hilft Menschen in Ausnahmesituationen, wenn es nicht mehr weitergeht“

Im „Topfhaus“ in Herzogenburg entstehen 11 Wohnungen für Menschen in Wohnnot. Die Arbeiten werden vom Sozialen Integrationsunternehmen GESA, ein Tochterunternehmen des Vereins Wohnen, koordiniert und durchgeführt. Das Ziel von GESA ist es, Menschen den Wiedereinstieg in die Berufswelt zu ermöglichen. Dies erfolgt unter anderem durch die Qualifizierung von Menschen im Projekt „Fit im Handwerk 2.0“. Dadurch können Menschen, die dem Arbeitsmarkt länger fern waren, in einem Handwerk Fuß fassen und sich durch Erwerb von fachlichen und sozialen Kompetenzen für den Arbeitsmarkt qualifizieren. Insgesamt werden 1,5 Millionen Euro in den Bau der Wohnungen investiert, davon 450.000 Euro aus Wohnbauförderungsmitteln des Landes Niederösterreich. Das Projekt „Fit im Handwerk“ wird vom Land NÖ und dem Europäischen Sozialfonds mit maximal
2,4 Millionen Euro gefördert, wobei die Bedeckung jeweils zu 50 Prozent aus EU-Mitteln und 50 Prozent aus Landesmitteln erfolgt. Die Projektdauer läuft von 2018 bis 2022.

„Das Projekt ‚Topfhaus‘ ist ein tolles Vorzeigeprojekt mit doppelter Wirkung“ zeigte sich Eichtinger beeindruckt. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen den Menschen in Notsituationen rasch zu helfen und ihnen mit dem Verein Wohnen ein Dach über den Kopf zu geben“, so Wohnbau-Landesrat Martin Eichtinger bei der Baustellenbesichtigung des „Topfhauses“ in Herzogenburg.

„Unsere Expertinnen und Experten nehmen die Sorgen der Menschen ernst und entwickeln gemeinsam Perspektiven zur Verbesserung der Lebenssituation. Es sind Fälle wie Delogierungen, Scheidungen oder persönliche Schicksalsschläge, die das Leben plötzlich auf den Kopf stellen. Dann sind wir zur Stelle und unterstützen wo wir können“, so Verein Wohnen Geschäftsführerin Ingrid Neuhauser.

Das Topfhaus in Herzogenburg

Im ehemaligen Topfhaus in der Herzogenburger Kremser Straße befanden sich früher drei Wohnungen, eine Werkstätte und zwei Geschäftslokale. Das Objekt wird aktuell vom Verein Wohnen und den acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GESA saniert. Insgesamt werden 11 Kleinwohnungen geschaffen, die für Kurzzeitwohnmöglichkeiten für Familien oder Alleinerziehende mit drei Monate Wohndauer bzw. für junge Erwachsene geplant sind. Dabei wird auch auf eine besonders nachhaltige Bauweise mit ökologischen Baustoffen geachtet.

Topfhaus ist „beispielgebendes Projekt in Niederösterreich“

Besitzer des Hauses ist die Stiftung der Sparkasse Herzogenburg-Neulengbach, die das Objekt dem Verein Wohnen für 90 Jahre als Baurecht übergeben hat. „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten und besonders auch bei der Stiftung der Sparkasse Herzogenburg-Neulengbach, die hier ein wirklich beispielgebendes Projekt in Niederösterreich ermöglichen und realisieren“, so Eichtinger bei der Besichtigung der Baustelle.

Rasche Hilfe und näheres über den Verein: https://www.vereinwohnen.at/