Gemeinde Orth an der Donau feierte ihren tausendsten Geburtstag

(v.l.n.r.): Johann Mayer, Bürgermeister Orth an der Donau, Kulturreferent und Geschäftsführender Gemeinderat Michael Kvasnicka, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Marlene, Landtagsabgeordneter Rene Lobner mit Alexander, Herwig Hejtmanek von der Burghauptmannschaft und Vizebürgermeisterin Elisabeth Wagnes schnitten das Rote Band durch und eröffneten somit die renovierte Renaissance-Wendeltreppe wieder (Bildquelle: NLK/Pfeiffer)
(v.l.n.r.): Johann Mayer, Bürgermeister Orth an der Donau, Kulturreferent und Geschäftsführender Gemeinderat Michael Kvasnicka, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Marlene, Landtagsabgeordneter Rene Lobner mit Alexander, Herwig Hejtmanek von der Burghauptmannschaft und Vizebürgermeisterin Elisabeth Wagnes schnitten das Rote Band durch und eröffneten somit die renovierte Renaissance-Wendeltreppe wieder (Bildquelle: NLK/Pfeiffer)

Am heutigen Sonntag feierte die Gemeinde Orth an der Donau – pandemiebedingt ein Jahr später – ihren tausendsten Geburtstag und gleichzeitig die Wiedereröffnung der historischen Renaissance-Wendeltreppe im Schloss Orth.

Bei den Feierlichkeiten, an denen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Kultur sowie viele Bürgerinnen und Bürger teilnahmen, war auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zu Gast. Zu Beginn wurde im Schlosshof die renovierte 66-stufige Renaissance-Wendeltreppe feierlich wiederöffnet. „Ein Synonym für die Gemeinde Orth“, so die Landeshauptfrau, „wo das kulturelle Erbe hochgehalten und erhalten wird, um es der nächsten Generation weiterzugeben und wo man gemeinsam anpackt und Schritt für Schritt in die Zukunft geht.“

Anschließend machten sich die Festgäste, begleitet vom Orther Musikverein, auf den Weg in den Meierhof, wo die Jubiläumsfeier „1000 Jahre Orth an der Donau“ stattfand. Nach Begrüßungsworten des Bürgermeisters Johann Mayer und einem geschichtlichen Exkurs und Vorstellung des Denkmalforschungsprojektes durch Historiker Nikolas Hofer vom Bundesdenkmalamt Wien, hielt Mikl-Leitner ihre Festrede: „Wir kommen heute in einem ganz besonderen Jahr zusammen“, begann sie, „denn wir feiern heuer 100 Jahre eigenständiges, souveränes Niederösterreich und stellen alles in den Mittelpunkt, was uns wert und wichtig ist: unsere Tradition, unser Brauchtum, unsere Landsleute und die Schönheit unseres Landes.“ Besonders schön sei es, in diesem Jubiläumsjahr einen weiteren Geburtstag, nämlich den 1000-jährigen der Gemeinde Orth an der Donau zu feiern. „Ein kulturelles und historisches Juwel in Niederösterreich, das erstmal am 14. November 1021 urkundlich erwähnt wurde“ und weiter: „Damals wurde ,Locum Orta´ als Grenze bezeichnet, heute ist Orth eine prosperierende Gemeinde im Herzen Europas.“ Mikl-Leitner nannte die Gemeinde eine starke Agrar-, Wirtschafts-, Tourismus-, Kultur-, Lebens- und Genussgemeinde und blickte anerkennend auf die Entwicklung in all diesen Bereichen zurück. „Orth ist ein starker Wirtschaftsstandort mit einem breiten Mittelstand und seit über 40 Jahren Heimat biopharmazeutischer Produktion.“ Sie erwähnte eine der größten Aulandschaften Mitteleuropas, den Nationalpark Donau Auen, mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt genauso wie „die Entwicklung des Kulturzentrums von Orth, mit ihrem 2005 prachtvoll revitalisierte Schloss mit Renaissance-Festsaal und der erst heute wiedereröffneten Wendeltreppe.“ Die Gemeinde habe sich auch mit ihrem Freizeit- und Kulturangebot enorm weiterentwickelt, was das belebte Ortszentrum mit seinen Kulinarikangeboten und Nahversorgern genauso zeige wie die weit über 40 Vereine, die Mikl-Leitner als Lebensader von Orth bezeichnete.

„Die Erfolgsgeschichte von Orth an der Donau ist das Resultat harter Aufbauarbeit von Generationen vor uns“, so die Landeshauptfrau, „aber auch die Folge wichtiger und richtiger politischer Entscheidungen, die mit Voraussicht und Herz für die Gemeinde getroffen wurden.“ Sie bedankte sich bei Bürgermeister Mayer und seinem Gemeinderats-Team und schloss: „Der größte Dank gebührt aber allen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Ehrenamtlichen, die Orth an der Donau fleißig und engagiert, durch Zusammenstehen und Zusammenhalten, zu einer lebens- und liebenswerten Heimatgemeinde machen.“

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