GAP-Einigung sichert Zukunft heimischer Landwirtschaft

(v.l.n.r.): LH-Stv. Stephan Pernkopf und NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek freuen sich über ein historisches Verhandlungsergebnis bei der GAP-Einigung
(v.l.n.r.): LH-Stv. Stephan Pernkopf und NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek freuen sich über ein historisches Verhandlungsergebnis bei der GAP-Einigung (Bildquelle: Roschmann)

Nach langen Verhandlungen konnte eine Einigung im Agrar-Rat der Europäischen Union für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) gefunden werden. Die GAP ist mit 387 Milliarden und 31 Prozent des Haushaltes im Zeitraum von 2021 bis 2027 einer der Eckpfeiler im EU-Budget und bietet Perspektiven für die Bäuerinnen und Bauern sowie den ländlichen Raum.

NÖ Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf über die Einigung: „Gerade in der aktuellen Krisensituation sind verlässliche Rahmenbedingungen für unsere Familienbetriebe und den ländlichen Raum von zentraler Bedeutung. Großer Dank gilt Bundesministerin Elisabeth Köstinger, die als Vorsitzende der EVP-Agrarminister diese zukunftsweisende Einigung maßgeblich mitgestaltete. Die österreichische ökosoziale Handschrift ist auf Brüsseler Ebene deutlich zu erkennen.“ Die Einigung ist auch ein weiterer Meilenstein, um die nachhaltige niederösterreichische Produktion, rund ein Viertel aller österreichischen Betriebe liegen in Niederösterreich, abzusichern. „Durch diese Einigung kann der österreichische Weg hochqualitative Lebensmittel zu produzieren und die vielfältigen Leistungen der Bäuerinnen und Bauern über eine starke ländliche Entwicklung abzugelten in die Zukunft geführt werden. Unsere Familienbetriebe sind hier schon jetzt Europameister. Diese wichtige Weichenstellung stärkt die bäuerlichen Betriebe, stärkt die nachhaltige Lebensmittelproduktion und stärkt unsere Regionen“, so Pernkopf.

NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek zum historischen Verhandlungserfolg: „Täglich werden die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher durch die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern mit heimischen Lebensmitteln versorgt, diese Leistungen werden mit den Ausgleichszahlungen der GAP abgegolten. Zusätzlich wurden mit den Neuregelungen auch wichtige Schritte in Richtung Ökologisierung gemacht und richtige Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz gesetzt.“

Landwirtschaft, Klima- und Umweltschutz gehen Hand in Hand

Große Themen in den GAP-Verhandlungen waren die zukünftige ökologische Ausrichtung und der Fokus auf die flächendeckende Landwirtschaft mit bäuerlichen Familienbetrieben.

In beiden Punkten ist die österreichische Handschrift deutlich sichtbar. So werden die Umweltleistungen beider Säulen bei den Öko-Regelungen gesamthaft betrachtet und praktikable Anreizsysteme mit bewährten Programmen, wie dem Agrarumweltprogramm oder der Ausgleichszulage (Bergbauernförderung) zur Abgeltung der Mehrleistungen weitergeführt.

„Die Einigung ist Grundlage für die 2. Säule der GAP und sichert die Weiterentwicklung wichtiger Maßnahmen wie dem Agrarumweltprogramm ÖPUL (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft), Programmen zu Naturschutz und Tierwohl oder auch für die BIO-Landwirtschaft. Damit können wir den erfolgreichen heimischen Weg in der Agrarpolitik fortsetzen“, zeigt Nemecek die größten Erfolge der Einigung auf und bedankt sich abschließend bei Bundesministerin Elisabeth Köstinger für die beharrliche und standhafte Verhandlungsweise im Sinne der heimischen Bäuerinnen und Bauern.