Dynamischer Auftritt: Der Kia Stonic GT-Line Mildhybrid im Test

Der Kia Stonic GT-Line 1.0 T-GDI 48V Mildhybrid im Guten Tag Österreich Autotest (Bildquelle: Thomas Resch)
Der Kia Stonic GT-Line 1.0 T-GDI 48V Mildhybrid im Guten Tag Österreich Autotest (Bildquelle: Thomas Resch)

Seit seinem Debüt im Jahr 2017 ist der Stonic ein Fixstern im Kia Universum. Der Crossover im B-Segment wurde im Herbst 2020 rundum aufgewertet und um eine sportliche GT-Line erweitert.

Im Guten Tag Österreich Autotest konnten wir den Kia Stonic mit der Topmotorisierung 1.0 T-GDI 120 (88 kW/120 PS) samt 48-Volt-Mildhybridsystem und neuem intelligenten Schaltgetriebe (iMT) ausführlich testen.

Die in Anlehnung an Kia-Modelle wie Stinger GT, Ceed GT und ProCeed GT entwickelten neuen Designelemente des Stonic GT-Line verleihen ihm einen eigenständigen und äußerst dynamischen Auftritt. Besonders charakteristisch sind die Unterschiede zum Grundmodell in der Frontansicht. Die Kühlerabdeckung in der typischen Kia-Form („Tigernase“) ist hier schmaler, hat eine stark strukturierte Oberfläche und ist oben und unten durch schlanke Zierleisten in satiniertem Chrom eingefasst. Sie greifen die horizontalen Linien des LED-Tagfahrlichts auf, das in die beim Stonic GT-Line serienmäßigen LED-Scheinwerfer integriert ist. Der breite untere Lufteinlass mit einem Gitter in Wabenstruktur wird von großformatigen seitlichen Lufteinlässen flankiert. Den unteren Abschluss des Frontdesigns bildet eine kraftvolle Zierleiste in Metalloptik, die auch die serienmäßigen LED-Nebelscheinwerfer einfasst, während Außenspiegel in Klavierlackschwarz seitlich edle Akzente setzen.

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Einen markanten Farbkontrast in der Frontansicht bilden die drei Lüftungsschlitze unterhalb des Kühlergrills: Ihre Einfassungen sind bei den zweifarbigen Modellen in der jeweiligen Dachfarbe lackiert. Denn wie der Stonic generell bietet auch der GT-Line den Käufern viele Möglichkeiten der individuellen Gestaltung. Er ist in 22 verschiedenen Lackierungen erhältlich, darunter 15 Zweifarb-Kombinationen mit einem Dach in Kontrastfarbe. Für eine dynamische Heckansicht sorgt das neue Design des Stoßfängers mit Diffusoroptik und Doppelauspuffblenden sowie senkrecht positionierten Rückstrahlern, die die breite Basis des Crossovers betonen. 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit speziellem Design runden den sportlichen Auftritt ab.

Zu den exklusiven Innenraumelementen des GT-Line gehören schwarze Sitzbezüge in einer Kombination aus Stoff und Ledernachbildung mit weißen Ziernähten. Standard sind darüber hinaus ein unten abgeflachtes Sportlederlenkrad, ebenfalls mit weißen Nähten, Aluminium-Sportpedale und eine Supervision-Instrumentenanzeige mit 10,7-cm-Display (4,2 Zoll) zwischen den Rundinstrumenten. Zum hohen Sitzkomfort trägt auch das Raumangebot des Stonic bei. Denn trotz der kompakten Außenmaße (Länge: 4,14 Meter) bietet er sowohl vorne als auch im Fond viel Bein- und Kopffreiheit sowie eine Schulterfreiheit, die in diesem Segment einen Spitzenwert darstellt. Der Gepäckraum ist ebenfalls großzügig (352 bis 1.155 Liter).

Modernes Infotainment, innovativer Antrieb, viel Fahrspaß

Das neue, serienmäßige Infotainmentsystem des Stonic ist durch seinen hoch positionierten, großen Touchscreen (20,2 cm/8 Zoll) leicht abzulesen und zu bedienen. Es verfügt zudem über eine Split-Screen-Funktion und ermöglicht Bluetooth-Mehrfachverbindungen. Smartphone-Schnittstelle (Android Auto™, Apple CarPlay™), Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Spracherkennung, digitaler Radioempfang (DAB+) und sechs Lautsprecher sind Standard. Wenn das Navigationssystem verbaut ist, gelten wie immer auch 7 Jahre gratis Kartenupdate. Es beinhaltet die Online-Dienste UVO Connect mit dem Service Kia Live und der Kia UVO-App. Kia Live bietet unter anderem eine besonders präzise, cloud-basierte Online-Navigation, Echtzeit-Verkehrsinformationen, Wetterprognosen, die Anzeige von Parkmöglichkeiten und eine Online-Spracherkennung. Mit der UVO-App lassen sich zum Beispiel geplante Routen an das Navigationssystem des Stonic schicken, der Fahrzeugstandort ermitteln oder die Navigation auf der „letzten Meile“ außerhalb des Fahrzeugs per Smartphone fortsetzen.

Das Mildhybridsystem des Stonic 1.2 T-GDI 120 beinhaltet eine 48-Volt-Batterie und einen Startergenerator, der sowohl beim Beschleunigen den Verbrennungsmotor unterstützt als auch eine hocheffiziente Energierückgewinnung gewährleistet. Die Elektrifizierung hat die CO2-Emissionen der Topmotorisierung um rund zehn Prozent reduziert. Dazu trägt auch das intelligente Schaltgetriebe bei. Es verfügt über eine elektronisch gesteuerte Kupplung („Clutch-by-wire“) und kann den Motor bei Bedarf eigenständig vom Getriebe entkoppeln. Der Stonic GT-Line kann daher sowohl in der Schaltversion als auch mit dem optionalen Sieben-Stufen-DCT „segeln“. Dieses Abschalten des Verbrennungsmotors während der Fahrt ist bei Geschwindigkeiten von bis zu 125 Stundenkilometern möglich. Sobald der Fahrer Gas, Bremse oder Kupplung betätigt, springt der Motor automatisch wieder an.

Der moderne Turbobenziner besitzt eine CVVD-Ventilsteuerung (Continuously Variable Valve Duration), die durch den nahtlosen Wechsel zwischen verschiedenen Verbrennungszyklen in allen Fahrsituationen eine größtmögliche Effizienz gewährleistet. Die Fahrmodus-Wahl „Drive Mode Select“ (Einstellungen: Eco, Normal, Sport) ist bei beiden Getriebevarianten Standard und gibt dem Stonic GT-Line im Sport-Modus ein besonders dynamisches Fahrverhalten. Er sprintet sowohl mit Schaltgetriebe als auch mit DCT in 10,4 Sekunden auf Tempo 100 (Spitze jeweils 185 km/h). Zum Fahrspaß trägt auch das agile Fahrwerk bei, das voll auf europäische Verhältnisse abgestimmt ist.

Hohes Komfortniveau, breite Hightech-Unterstützung

Die umfangreiche Serienausstattung des Stonic GT Line beinhaltet neben den genannten Elementen von LED-Scheinwerfern über Stoff-Leder-Sitze bis zum Infotainmentsystem unter anderem Smart-Key, Klimaautomatik, beheizbare und höhenverstellbare Vordersitze, Lenkradheizung, Rückfahrkamera, Geschwindigkeitsregelanlage, Dämmerungs-, Regen- und Parksensoren (vorn und hinten), beheizbare und elektrisch anklappbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn und hinten (mit Impulsfunktion an der Fahrertür), Mittelarmlehne vorn mit Staufach, USB-Ladebuchse im Fond, Solarglas-Frontscheibe und Privacy-Verglasung (dunkel getönte Scheiben ab B-Säule).

Hinzu kommt ein breites Assistenzspektrum. Zur Serienausstattung gehören Frontkollisionswarner mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, aktiver Spurhalteassistent, Fernlichtassistent und ein Müdigkeitswarner, der auch bei stehendem Verkehr die Aufmerksamkeit überwacht: Reagiert der Fahrer nicht, wenn sich das vordere Fahrzeug in Bewegung setzt, erfolgt ein Warnhinweis. Optional erhältlich sind eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (nur DCT), Spurwechselassistent und Querverkehrswarner (bei DCT inkl. Bremseingriff) und eine Verkehrszeichenerkennung für Tempolimits. Darüber hinaus finden sich auf der Sonderausstattungsliste das Navigationssystem, ein elektrisches Glasschiebedach (nur bei Einfarb-Lackierung), induktive Smartphone-Ladestation, Premium 4-Kanal-Endstufe sowie ein „Uplift Kit“ zur Höherlegung des Fahrwerks, das den SUV-Charakter des Stonic verstärkt und eine noch höhere Sitzposition bietet.

Immer mit an Bord sind bei jedem Kia die 7 Jahre Werksgarantie (150.000km), 7 Jahre gratis Kartenupdate bei werksseitig verbauter Navigation, sowie lebenslange Kia Mobilitätsgarantie.

Der Preis unseres Testfahrzeuges liegt in Österreich aktuell bei € 25.990.-