Der neue Hyundai Tucson im Test

Der neue Hyundai Tucson im Guten Tag Österreich Autotest (Bildquelle: Thomas Resch)
Der neue Hyundai Tucson im Guten Tag Österreich Autotest (Bildquelle: Thomas Resch)

Die neueste Generation des Hyundai Tucson bietet fortschrittliches Design und modernste Technologie


Wir konnten im Guten Tag Österreich Autotest die 1.6 Liter Dieselversion in der Ausstattungsvariante Prestige Line samt Allradantrieb und 7 – Stufen Doppelkupplungsgetriebe ausführlich testen.

Der neue Hyundai Tucson bietet ein einzigartiges Design. Sein imposanter Auftritt ist von scharfen Winkeln, dynamischen Proportionen mit edelsteinartigen Oberflächendetails geprägt. Der Tucson ist das erste SUV von Hyundai, dem die neue Designsprache „Sensuous Sportiness“ zugrunde liegt. Ziel dieser Designsprache ist es, die neuen Hyundai-Fahrzeugen zu emotionalisieren und ihnen ein unverwechselbares Aussehen zu verleihen.

Die Hyundai Designer verzichteten in der Entstehungsphase auf traditionelle Zeichen- und Skizzenmodelle und entwickelten die futuristischen Designelemente des neuen Tucson auf Basis geometrischer Algorithmen, die mit modernster digitaler Technik erstellt wurden. Das neue Außendesign des Tucson drückt das aus, was Hyundai-Designer als „parametrische Dynamik“ bezeichnen. Dabei werden Linien, Flächen, Winkel und Formen verwendet, um mithilfe digitaler Daten kinetische, edelsteinartige Oberflächendetails zu erzeugen um eine beispiellose, mutige Designästhetik zu schaffen. Infolgedessen erscheinen im gesamten Design des SUV markante geometrische Muster, die als „parametrische Dynamik“ bezeichnet werden und die ihm seinen unverwechselbaren Charakter verleihen.

previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow
previous arrownext arrow
Slider

Das markanteste Detail der parametrischen Dynamik ist der Kühlergrill des Fahrzeugs, auf dem parametrische versteckte Lichter einen starken ersten Eindruck hinterlassen. Das Tagfahrlicht wurde mithilfe innovativer LED-Technologie und Halbspiegel nahtlos in den Kühlergrill eingebettet. Sind die Hauptscheinwerfer deaktiviert, scheint die Front des Fahrzeugs mit dunklen geometrischen Mustern bedeckt zu sein, ohne dass zwischen dem geometrischen Kühlergrillmuster und dem Tagfahrlicht unterschieden werden kann.

Seitlich bilden geometrische Oberflächen und scharfe Kanten einen markanten Wechsel zwischen schlanker Silhouette und maskulinen Auftritt. Die am Heck scheinbar eben eingebettete, durchgehende Heckleuchten-Einheit mit einzigartigen Lichtgrafiken und der Stoßfänger mit den darin integrierten dreidimensionalen Elementen setzen das parametrische Thema fort. Der Heckscheibenwischer verbirgt sich elegant unter dem Spoiler und rundet somit das klare Designkonzept ab.

Ein aufgeräumtes und durchdachtes Interieur

Begibt man sich in den geräumigen Innenraum oder das „INTERSPACE“ des neuen Tucson, fühlt man sich gleich richtig gut aufgehoben. Hier befinden sich Raumgefühl, Technik und Konnektivität im Einklang. Um ein luftiges Ambiente zu schaffen, wurde die Oberseite des Cockpits mit den darin eingebetteten Armaturen flach ausgeführt. Die sichtbare Weiterentwicklung des Tucson Innenraums zeigt sich im natürlich fließenden Design, in dem auf eine herkömmliche Einfassung des Kombiinstrument-Gehäuses verzichtet wurde. Das neue Infotainment-System mit Touchscreen wurde durch eine „Touch-Center“ Blende zur Steuerung von Belüftung und Klimaanlage ergänzt. Überlagerte, durchdachte Formen verstärken das Gefühl der Offenheit.

Um Weitläufigkeit zu vermitteln wurde bei den neuen digitalen Armaturen (10,25 Zoll) auf ein herkömmliches Cockpit verzichtet. Abhängig vom gewählten Fahrmodus ändert sich auch die Farbgebung der digitalen Armaturen. Ein weiteres Highlight sind die versteckten Lüftungsauslässe: Zum ersten Mal in einem Hyundai verfügt der neue Tucson über eine „Multi-Air-Modus-Technologie“. Dieser „Multi-Air-Modus“ ist eine Kombination aus direkten und indirekten Lüftungsauslässen für die Klimatisierung und Heizung, die den Insassen ein angenehmeres Raumklima und einen sachten Luftstrom gewährleisten.

Die neue ergonomisch positionierte Mittelkonsole bildet eine nahezu ineinander übergehende Einheit mit der intuitiv zu bedienenden Gangwahleinheit. Eine stimmungsvolle, in 64 unterschiedlichen Farben konfigurierbare Ambiente-Beleuchtung in den Türen und unterhalb der Mittelkonsole rundet die Wohlfühlatmosphäre des Innenraums ab.

Modernste Technologie und Konnektivität

Der neue Tucson ist mit einer Vielzahl von hochmodernen, auf die täglichen Anforderungen abgestimmten Technologiefunktionen ausgestattet. Dazu gehört eine neu definierte Benutzeroberfläche mit einem schwarzen Bildschirm und blauen Symbolen, die Uhrzeit, Wetter und – falls vom Fahrer angewählt, die Kartenführung. Darüber hinaus bietet die Aktualisierung eine Reihe neuer Vorteile und Dienste für Hyundai-Kunden, darunter Connected Routing, Last Mile Navigation und Live-Parkinformationen sowie eine neue Benutzerprofilfunktion. Über die Bluelink-App können Kunden ihr Fahrzeug lokalisieren, aus der Ferne verriegeln und entsperren, oder sich Fahrzeugparameter wie beispielsweise den Kraftstoffstand anzeigen lassen.

Der neue Tucson bietet hohen Komfort

Mit einer Reihe innovativer Komfortfunktionen bietet Hyundai seinen Kunden mehr Komfort als je zuvor. Zum ersten Mal in einem Hyundai verfügt der neue Tucson über eine optionale drei-Zonen Klimaautomatik. Die Annehmlichkeiten werden darüber hinaus von belüfteten Sitzen vorne und beheizten Sitzen vorne sowie hinten weiter begünstigt.

Dank einem Bedienelement an der Seite der Beifahrersitzlehne kann der Fahrer den Beifahrersitz sowohl in der Länge als auch in der Neigung verstellen, um so den hinten sitzenden Passagieren noch mehr Annehmlichkeiten zu bieten. Mit Hilfe des sogenannten „Rear Sleep Mode“ ist es möglich die hinteren Lautsprecher zu deaktivieren, sodass schlafende Passagiere der zweiten Sitzreihe nicht gestört werden, währenddessen Fahrer und Beifahrer das gewählte Audioprogramm genießen.

Um die Flexibilität zu erhöhen können die Rücksitze im Verhältnis 40:20:40 umgeklappt werden und darüber hinaus, mittels einer Taste im Kofferraum, fernentriegelt werden.

Ein umfassendes Sicherheits- und Fahrassistenzpaket 

Mit umfassenden aktiven und passiven Sicherheitssystemen und einer Reihe innovativer Funktionen bietet der neue Tucson noch mehr Sicherheit. Der neue Tucson ist mit einem erweiterten Airbag-System mit 7 Airbags ausgestattet. Er verfügt über ein Novum in seinem Segment, denn es wurde ein Airbag zwischen Fahrer und Beifahrer platziert der für noch mehr Sicherheit in der ersten Reihe sorgt. Dieser durchdacht platzierte Airbag verhindert, dass Passagiere in der ersten Reihe im Falle eines Unfalls gegeneinanderstoßen.

Der neue Tucson ist mit einem Notbremsassistenten (FCA) ausgestattet, der Alarm auslöst, sollte eine Kollision mit vorausfahrenden Autos, Fahrrädern oder Fußgängern unmittelbar bevorstehen. Wenn der Fahrer nicht rechtzeitig reagiert und bremst, steuert das System die Bremsen automatisch an, um so einen Unfall zu vermeiden. Zum ersten Mal in einem Tucson enthält der Notbremsassistent jetzt auch eine Zusatzfunktion, den Abbiegeassistent, wodurch diese Unfallgefahr an Kreuzungen in das Konzept mit aufgenommen wurde. Diese Funktion erkennt entgegenkommende Fahrzeuge im Gegenverkehr, wenn an einer Kreuzung nach links abgebogen wird. Sollte eine Kollision wahrscheinlich erscheinen, betätigt das System die Bremsen, um das Auto anzuhalten.

Der Spurfolgeassistent (LFA) verhindert ein unbeabsichtigtes Verlassen der Spur und hält das Fahrzeug mittig in der Spur. Mithilfe einer Frontkamera zur Erkennung der Fahrspur greift der LFA automatisch korrigierend in die Lenkung ein. Dies funktioniert im Einklang mit dem Spurhalteassistenten (LKA), der jetzt sowohl Straßenkanten als auch Linien erkennt. Die Müdigkeitserkennung (DAW) ist eine Funktion, mit der das Fahrmuster überwacht wird, um Ermüdungserscheinungen zu erkennen und mögliche Unfälle zu vermeiden. Dies ist gekoppelt mit dem Wegfahrhinweis (LVDA). Der LVDA informiert den Fahrer, sobald sich das vorausfahrende Fahrzeug in Bewegung setzt und er nicht schnell genug reagiert, beispielsweise an Ampeln.

Der Highway Driving Assist (HDA) wurde erstmals integriert und macht das Fahren auf der Autobahn sicherer und komfortabler. Der HDA reguliert die Geschwindigkeit des Autos und hält den Abstand zu anderen vorausfahrenden Fahrzeugen sowie die aktuelle Fahrspur auf der Autobahn. Über eine Taste am Lenkrad kann der Fahrer den HDA mit nur einem Klick aktivieren. Der HDA arbeitet in Kombination mit dem Spurfolgeassistenten und des navigationsbasierten Abstandsregeltempomaten (NSCC-C). Mithilfe des Abstandsregeltempomat kann die gewünschte Geschwindigkeit individuell eingestellt werden. Für noch mehr Sicherheit und Komfort reduziert das System, basierend auf lokale Straßeninformationen, vor anstehenden Kurven die Geschwindigkeit automatisch. Beim Verlassen der Kurve kehrt das System zum voreingestellten Geschwindigkeitsniveau zurück.

Eine weitere Neuheit ist die intelligente Verkehrszeichenerkennung (ISLA). ISLA zeigt nicht nur Geschwindigkeitsbegrenzungen auf dem Navigationsdisplay an, sondern passt die Geschwindigkeit auch automatisch so an, dass eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit vermieden wird. Ein weiteres Sicherheitsfeature ist der Tote-Winkel Assistent (BCA). Zusätzlich zu visuellen und akustischen Warnungen erfolgt jetzt auch eine Differenzialbremsung, um zu verhindern, dass das Auto beim Spurwechsel mit anderen Fahrzeugen kollidiert. Das System berechnet mithilfe der Frontkamera und der Radarsensoren die relative Position und Geschwindigkeit von herannahenden Fahrzeugen. Der BCA ist mit einem Kollisionsvermeidungsassistenten für den hinteren Querverkehr (RCCA) kombiniert. Beim Rückwärtsfahren warnt das System den Fahrer vor querenden Fahrzeugen und bei Bedarf wird eine Bremsung automatisch durchgeführt.

Eine für dieses Segment einzigartige Funktion ist die neue Toter-Winkel-Kamera (BVM), der die Heck- und Seitenansicht des Fahrzeugs im digitalen Cockpit anzeigt, sobald der Fahrer den Blinker aktiviert. Diese Erweiterung des toten Winkel Assistenten ist nicht nur ein komfortables Sicherheitsfeature, sondern bietet eine zusätzliche visuelle Unterstützung bei Dunkelheit und widrigen Sichtverhältnissen. Mit Hilfe der 360° Kamera (SVM), ist es dem Fahrer möglich, sein Fahrzeug in einer dreidimensionalen Ansicht aus verschiedenen Blickwinkeln zu überblicken. Dazu gehört auch die Vergrößerung und die Veränderung der Blickwinkel. Die 360° Kamera setzt auch eine Vogelperspektive ein, um die Sichtbarkeit potenzieller Hindernisse weiter zu verbessern.

Die neue Ausstiegshilfe (Safe Exit Warning) erkennt Fahrzeuge, die sich von hinten nähern, und gibt ein Warnsignal ab, um Unfälle beim Aussteigen zu vermeiden. Diese Funktion stellt ein Alleinstellungsmerkmal im Segment dar.

Daten Testfahrzeug: