Mittwoch, 18. März 2026

Verlässlich, kompetent, unkompliziert…

„Sanfter Kaiserschnitt“ im Landesklinikum Amstetten: Geburt bewusst miterleben

Die Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Landesklinikum Amstetten setzt auf moderne und familienorientierte Geburtsmethoden. Dazu zählt auch die sogenannte Kaisergeburt, bei der die werdenden Eltern den Moment der Geburt ihres Kindes auch beim Kaiserschnitt noch bewusster miterleben können.

Bei der Kaisergeburt wird die Schnittentbindung in möglichst ruhiger Atmosphäre bei abgedunkeltem Licht in Regionalanästhesie in einer für die Patientin angenehmen Rückenlage durchgeführt. Bei Einverständnis der Eltern wird während der Entwicklung des Neugeborenen – dies geschieht sehr langsam und behutsam – durch Absenken des „Anästhesievorhanges“ ermöglicht, dass Mutter und Vater bereits die ersten Momente ihres Babys beobachten können. Dann bleibt das Kind noch ca. 1 Minute am Bauch der Mutter liegen um die Nabelschnur auspulsieren zu lassen, bevor der „Vorhang“ wieder geschlossen wird. Dieses Vorgehen ermöglicht ein möglichst normales Geburtserlebnis. Prim. Pfligl bestätigt: „Nicht nur für die Eltern ist es ein unvergessliches Erlebnis die Geburt auf diese Weise miterleben zu können, sondern es ist auch für das gesamte betreuende Operationsteam jedes Mal ein ganz besonderer Moment. Wir freuen uns sehr, dass dieses neue Angebot von unseren Patientinnen so gut angenommen wird!“

Weiters wird ein besonderer Fokus auf das frühe Bonding zwischen Mutter und Kind gelegt. Kurz nach der Geburt wird das Neugeborene – sofern medizinisch möglich – auf die Brust der Mutter gelegt. Dieser erste Hautkontakt stärkt die Bindung und sorgt für einen ruhigen und emotionalen Start ins gemeinsame Leben, während der Kaiserschnitt im Hintergrund zu Ende geführt wird.

Die Umsetzung dieses Vorgehens erfordert eine enge Abstimmung des gesamten Teams im Operationssaal. Ärztinnen und Ärzte, OP-Pflege und Hebammen sowie das Team der Anästhesie arbeiten dabei Hand in Hand, um sowohl die medizinische Sicherheit als auch ein möglichst positives Geburtserlebnis für die Familie zu gewährleisten.

Prim. Dr. Andreas Pfligl, Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Landesklinikum Amstetten, betont: „Mit diesem Vorgehen möchten wir auch bei einer operativen Geburt ein möglichst natürliches und emotionales Geburtserlebnis ermöglichen. Der direkte Blick auf die Geburt und das sofortige Bonding zwischen Mutter und Kind stärken die erste Bindung und machen diesen besonderen Moment für die Familie bewusst erlebbar.“

Mit diesem Angebot unterstreicht das Landesklinikum Amstetten seinen Anspruch, medizinische Qualität mit einer familienorientierten Geburtshilfe zu verbinden und werdenden Eltern eine besonders einfühlsame Betreuung rund um die Geburt zu bieten.

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