Landesrätin Teschl-Hofmeister: „Polizei und Bildungsdirektion starten gemeinsame Initiative mit Einsatzmappen.“
Schulen sind zentrale Orte des Lernens, des sozialen Miteinanders und des täglichen Lebens. Gerade deshalb kommt dem Thema Sicherheit eine besondere Bedeutung zu, nicht zuletzt in Folge des Amoklaufs in Graz im vergangenen Jahr. Um Kinder, Jugendliche und Pädagoginnen und Pädagogen bestmöglich zu schützen, starten die Bildungsdirektion für Niederösterreich und die Landespolizeidirektion Niederösterreich im Rahmen der im Herbst von Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister ins Leben gerufene Initiative „Gemeinsam lösen wir’s!“ eine neue, gemeinsame Sicherheitsinitiative: An allen Schulen werden künftig standardisierte polizeiliche Einsatzmappen eingeführt. „Schulen müssen sichere Orte sein, an denen Lernen ohne Angst möglich ist. Mit dieser Initiative setzen wir einen weiteren, gezielten Schritt für den Schutz unserer Kinder und Jugendlichen“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
Ziel der Maßnahme ist es, auf mögliche Bedrohungs- und Krisensituationen noch besser vorbereitet zu sein und gleichzeitig das Sicherheitsgefühl in der Schulgemeinschaft nachhaltig zu stärken. Auch wenn es in Niederösterreich bislang bei Drohungen geblieben ist, zeigen aktuelle Entwicklungen und tragische Ereignisse in anderen Regionen, wie wichtig professionelle Vorsorge und klare Abläufe sind. „Sicherheit entsteht durch Vorbereitung, klare Zuständigkeiten und Vertrauen. Mit den Einsatzmappen bündeln wir vorhandene Maßnahmen und entwickeln sie gezielt weiter – für ein Höchstmaß an Schutz im Schulalltag“, so Teschl-Hofmeister.
Fixe polizeiliche Ansprechpartner für jede Schule
Kernstück der Initiative ist eine enge und verbindliche Zusammenarbeit zwischen Schule und Polizei. Jede Schule erhält künftig eine fixe polizeiliche Ansprechperson – eine Sicherheitsbeauftragte bzw. einen Sicherheitsbeauftragten der zuständigen Polizeiinspektion. In den kommenden Wochen werden diese Sicherheitsbeauftragten gemeinsam mit den Schulleitungen Sicherheitsbegehungen der Schulgebäude durchführen. Dabei werden unter anderem Evakuierungswege, Notausgänge, Sammelplätze sowie sicherheitstechnische Einrichtungen erhoben. Die gewonnenen Informationen fließen direkt in die jeweiligen Einsatzmappen ein. „Jede Schule hat ihre eigenen baulichen und organisatorischen Besonderheiten. Wenn wir diese bereits im Vorfeld kennen, können wir im Ernstfall schneller, gezielter und sicherer handeln“, erklärt Landespolizeidirektor Franz Popp.
Einsatzmappen sorgen für schnelle Orientierung im Ernstfall
Die polizeilichen Einsatzmappen bündeln alle einsatzrelevanten Informationen einer Schule in standardisierter Form. Sie basieren auf einem bundesweit einheitlichen Muster und werden gemeinsam von Schulleitung und Polizei erstellt. Mindestens einmal pro Schuljahr werden sie überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Wichtig dabei: Die bestehenden schulischen Krisen- und Notfallpläne bleiben unverändert bestehen. Die Einsatzmappen ergänzen diese und dienen ausschließlich der operativen Einsatzvorbereitung der Polizei. Ein Exemplar verbleibt – auch in elektronischer Form – an der jeweiligen Schule.
Ein weiterer zentraler Punkt der Initiative sind klare Kommunikations- und Meldewege. Im Falle einer abstrakten Drohung sind die sofortige Verständigung der Polizei sowie die Information an die zuständigen Schulqualitätsmanagerinnen und -manager vorgesehen. Die externe Kommunikation erfolgt abgestimmt über die Stabsstelle Kommunikation der Bildungsdirektion in enger Zusammenarbeit mit der Polizei. „Mit der gemeinsamen Sicherheitsinitiative setzen die Bildungsdirektion für Niederösterreich und die Landespolizeidirektion ein starkes Zeichen für Prävention, Verantwortung und Zusammenarbeit. Ziel bleibt klar: Schulen sollen auch in herausfordernden Zeiten sichere, geschützte und vertrauensvolle Orte für junge Menschen sein“, so Bildungsdirektor Karl Fritthum.


