Mittwoch, 25. Februar 2026

Verlässlich, kompetent, unkompliziert…

NÖ: Initiative „Check den Respekt“ präsentiert

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister: „Niederösterreich sagt Nein zu sexualisierter Gewalt.“

„Junge Menschen wachsen in einer digital geprägten Welt auf, in der es keine Tabus mehr gibt. Das birgt Gefahren wie extreme Rollenbilder, sexualisierte Darstellungen, Respektlosigkeit und offene Gewalt in sich, schon im Volksschulalter haben Kinder zum Beispiel Zugang zu pornografischen Inhalten“, sagte Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister am heutigen Mittwoch in St. Pölten, wo sie gemeinsam mit Lutz Köllner, Geschäftsführer der Jugend:info NÖ, und Hedwig Wölfl, Geschäftsführerin der Kinderschutzorganisation die möwe, die neue landesweite Initiative „Check den Respekt“ vorstellte.

„Es geht um den zunehmend verlorengegangenen Respekt voreinander, es geht um Haltung, die Verantwortung, die jeder und jede Einzelne übernimmt, und eine Gesellschaft, in der Gewalt keinen Platz hat. Gleichstellung darf nicht nur diskutiert, sie muss auch gelebt werden“, betonte die Landesrätin und verwies darauf, dass junge Menschen vor allem durch Vorbilder geprägt würden. So sollen zum Beispiel Trainer und Trainerinnen in Sportvereinen, Jugendleiter und -leiterinnen, Feuerwehrkameraden und -kameradinnen, aber auch Politiker und Politikerinnen „als analoge Role Models mit Influencern in Konkurrenz treten“ und niederschwellig Gespräche anbieten, früh intervenieren etc. „Niederösterreich sagt Nein zu sexualisierter Gewalt, die schon beim Lachen über sexualisierte Witze oder gefälschten Nacktbildern beginnt. Grenzüberschreitungen dürfen nicht bagatellisiert werden. Wir müssen hinschauen statt wegschauen und auf Augenhöhe miteinander reden“, unterstrich Teschl-Hofmeister.

Köllner erläuterte die Homepage www.checkdenrespekt.at, die Kontaktdaten, Rechtsinformationen und ein angepasstes Toolkit mit Checklisten, fertigen Materialien als Downloads, Social-Media-Vorlagen u. a. enthält, mit denen Gemeinden, Vereine, Veranstaltungen etc. zu einem „Safe Space für Jugendliche“ werden sollen: „Wir brauchen eine Kultur, in der Grenzüberschreitung nicht verharmlost wird. Respekt ist eine Entscheidung, die man jeden Tag aufs Neue treffen muss.“

Wölfl sagte, „Check den Respekt“ solle präventiv wirken, Kinder- und Jugendschutz mit Leben füllen und Maßnahmen so vermitteln, dass sie auch ankommen: „Gewaltschutz beginnt beim Respekt voreinander, Respekt wiederum braucht das Wissen darum, was erlaubt und was nicht mehr in Ordnung ist. Sexismus beginnt bei abwertenden Bemerkungen oder einem Grinsen und ist die Vorstufe von Gewalt.“

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