Montag, 2. März 2026

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Gesundheitsplan 2040+: Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Region NÖ Mitte

Tagesklinische Operationen als zentraler Schwerpunkt - NÖ weit schon über 44.000 Eingriffe

Mit dem Gesundheitsplan 2040+ wird die medizinische und pflegerische Versorgung in Niederösterreich langfristig gesichert und gezielt weiterentwickelt. In der Region Mitte werden bestehende Strukturen gezielt gestärkt – etwa durch den Ausbau der Akutgeriatrie und Remobilisation, den Einsatz von Roboterchirurgie, eine engere Zusammenarbeit der Kliniken sowie den Ausbau tagesklinischer und ambulanter Eingriffe, beispielsweise im HNO-Bereich am LK Klosterneuburg.

Um eine verlässliche Gesundheitsversorgung in allen Regionen sicherzustellen, trägt auch die Region NÖ Mitte maßgeblich dazu bei, eine umfassende und zuverlässige medizinische Versorgung und Betreuung zu bieten. „Der Gesundheitsplan 2040+ bedeutet für die Region im Herzen Niederösterreichs vor allem eine Stärkung bestehender Strukturen und eine gezielte Weiterentwicklung der regionalen Gesundheitsinfrastruktur“, erklärt der für die Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser. Eine weitere zentrale Rolle in der modernen, medizinischen Versorgung spielen die ambulanten Eingriffe und Tageskliniken. „Ziel bei den tagesklinischen Eingriffen ist es, mit den bestehenden Ressourcen eine noch bessere Versorgung zu gewährleisten. Denn durch die gezielte Planung der Eingriffe und effiziente Abläufe können Wartezeiten verkürzt werden“, betont Landesrat Kasser.

Tagesklinische Eingriffe ermöglichen eine spezialisierte Behandlung ohne längeren Krankenhausaufenthalt. Sie verkürzen Wartezeiten und entlasten stationäre Einrichtungen. Allein im letzten Jahr 2025 wurden über 44.000 solcher Eingriffe in allen NÖ Kliniken durchgeführt. „Tageskliniken sind ein zukunftsweisendes Konzept, das dazu beiträgt, die Gesundheitsversorgung effizienter zu gestalten und den Patientinnen und Patienten eine schnellere, weniger belastende Behandlung zu bieten. Standorte wie Zwettl oder Waidhofen/Thaya zeigen das. Dort erfolgen rund 50 Prozent der Operationen tagesklinisch“, erklärt Vorständin Elisabeth Bräutigam. In den NÖ Klinken werden derzeit am meisten Katarakt-Eingriffe (mit über 20.000 Eingriffen) gefolgt von Curettagen (knapp 4.000 Eingriffe), Karpaltunnelsyndrom oder Gelenkspiegelung mit je ca. 2.300 Eingriffen im letzten Jahr.

Bei tagesklinischen Eingriffen kommen Patientinnen und Patienten morgens ins Klinikum, werden operiert und können noch am selben Tag wieder nach Hause zurückkehren. „Dank schonender Narkoseverfahren und moderner, minimalinvasiven Operationstechniken wird die Behandlung für die Patientinnen und Patienten deutlich angenehmer und sicherer. Besonders geeignet ist dieses Konzept aber auch für Eingriffe wie zum Beispiel HNO-Operationen, Leistenbruch-Operationen oder hand- und kniechirurgischer Eingriffe, wie wir sie auch hier am Standort in Klosterneuburg durchführen. Durch die freigewordenen Kapazitäten im Klinikum Klosterneuburg konnten bereits über 80 HNO-Operationen bei Kindern durchgeführt werden. Damit haben wir nicht nur den jungen Patientinnen und Patienten sowie auch infolge deren Eltern geholfen, sondern auch die lange Warteliste für Operationen weiter entlastet“, erklärt der Ärztlicher Direktor Herbert Huscsava.

Der Gesundheitsplan 2040+ zeigt, dass in der Region Mitte eine gezielte Stärkung erfolgt. Sämtliche Standorte entwickeln definierte medizinische Schwerpunkte und sind eine wesentliche Grundlage für die Gesundheitsversorgung in der Region und auch darüber hinaus. Neben den Klinikverbänden von Tulln und Klosterneuburg wird auch die Zusammenarbeit der Kliniken Krems und Melk verstärkt. „Mit dem Ausbau der Strahlentherapie und der Erweiterung der Linearbeschleuniger von aktuell 3 auf 5 am UK Krems setzen wir einen wesentlichen Schritt zur Sicherstellung einer modernen, wohnortnahen onkologischen Versorgung. Ein weiterer Meilenstein ist die Einführung der roboterassistierten Chirurgie am UK Krems. Am LK Lilienfeld wird die Abteilung Akutgeriatrie und Remobilisation aufgebaut und das UK St. Pölten bleibt auch weiterhin als Zentralklinikum unser starkes Rückgrat der Gesundheitsversorgung für ganz Niederösterreich. Hier wird neu eine stationäre und tagesklinisch-psychiatrische Versorgung aufgebaut“, erklärt der Geschäftsführer der Gesundheitsregion Mitte Franz Laback.

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