Alfa Romeo Junior Ibrida „Speciale“ im Test

Alfa Romeo ist zurück im Herzen des europäischen Marktes. Mit dem neuen Junior besetzt die italienische Traditionsmarke endlich wieder das boomende Segment der Kompakt-SUV. Für unseren Guten Tag Österreich Autotest haben wir uns das absolute Highlight geschnappt: Den Alfa Romeo Junior Ibrida in der limitierten Speciale-Ausführung. Ein Auto, das nicht nur durch Technik, sondern vor allem durch Charakter überzeugen will.

Exterieur: Ein Gesicht in der Menge

In der „Speciale“-Edition macht der Junior keine Gefangenen. Das auffälligste Merkmal an der Front ist der „Progresso“-Grill. Statt des klassischen Wappens prangt hier eine moderne, fast schon futuristische Interpretation des Alfa-Logos, die direkt in die Gitterstruktur integriert wurde.

Flankiert wird das Gesicht von den „3+3“ Voll-LED-Matrix-Scheinwerfern, die dem Junior einen grimmigen, fokussierten Blick verleihen. Die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen im ikonischen „Fori“-Design füllen die Radhäuser satt aus und betonen die kurzen Überhänge des 4,17 Meter langen Italieners. Das Heck mit dem schwarz eingefassten, durchgehenden Leuchtenband erinnert subtil an die legendäre Giulia TZ – Nostalgie trifft Moderne.

Interieur: Das „Spiga“-Ambiente

Wer die Tür zur Speciale-Edition öffnet, wird von einer Atmosphäre empfangen, die deutlich hochwertiger wirkt, als es in dieser Fahrzeugklasse üblich ist. Das exklusive Interieur „Spiga“ setzt auf eine sportliche Stoff-Kunstleder-Kombination in Schwarz und Rot.

Das Herzstück für den Fahrer ist das „Cannocchiale“: Das digitale 10,25-Zoll-Kombiinstrument ist tief in zwei klassischen Rundinstrumenten versunken – ein Muss für jeden Alfisti. In der Mittelkonsole thront ein weiterer 10,25-Zoll-Touchscreen, der dank integriertem ChatGPT eine Sprachsteuerung auf neuem Niveau bietet. Ein besonderes Highlight der Launch-Edition: Die 8-farbige Ambientebeleuchtung, die sogar die Lüftungsdüsen im Kleeblatt-Design illuminiert.

Antrieb: Effizienz trifft Dynamik

Unter der Haube des Ibrida arbeitet ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbomotor mit variabler Turbinengeometrie (VGT). Unterstützt wird er durch ein 48-Volt-Mild-Hybrid-System. Systemleistung: 100 kW (136 PS) Getriebe: 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (e-DCT)

Fahrgefühl: Das Besondere an diesem System ist, dass der 21 kW starke Elektromotor im Getriebe sitzt. Dadurch kann der Junior im Stadtverkehr, beim Einparken oder im Stop-and-Go tatsächlich rein elektrisch rollen – ein Luxus, den viele andere Mild-Hybride nicht bieten.

Die Lenkung ist – wie man es von Alfa erwartet – extrem direkt übersetzt. Über den D.N.A.-Schalter lässt sich der Charakter des Wagens spürbar verändern: Von „Advanced Efficiency“ für das Spritsparen bis hin zu „Dynamic“, wo der Junior seine sportlichen Gene zeigt und die Gasannahme deutlich schärfer wird.

Praktikabilität: Mehr als nur Lifestyle

Bei aller Schönheit hat Alfa den Nutzen nicht vergessen. Mit 415 Litern Kofferraumvolumen setzt der Junior eine Bestmarke in seiner Klasse. Die elektrische Heckklappe mit Fußsensor („Hands-free“) ist in der Speciale-Ausstattung ebenso serienmäßig wie das Level 2 autonome Fahren, das auf der Autobahn für Entspannung sorgt.

Fazit: Der Alfa Romeo Junior Ibrida Speciale ist ein Statement. Er ist kein rationales Massenprodukt, sondern ein emotionales Angebot an alle, die ein kompaktes Auto mit Seele suchen. Die Speciale-Edition bündelt das Beste aus Design und Technik zu einem attraktiven Preis.

Technische Daten im Überblick:

Motor 1.2 Turbo Mild-Hybrid (VGT)
Leistung 100 kW (136 PS)
Drehmoment 230 Nm bei 1.750 U/min
Vmax 206 km/h
0-100 km/h 8,9 Sekunden
Verbrauch (WLTP) ca. 5,2 l/100 km
Kofferraum 415 – 1.280 Liter
Länge/Breite/Höhe 4.173 / 1.781 / 1.533 mm
Preis (Speciale) ab 35.100 €

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