AK Niederösterreich startet „Steuersparwochen 2019“

AK Niederösterreich-Direktorin Bettina Heise und AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser bei der Pressekonferenz zu den Steuersparwochen 2019 (Bildquelle: Thomas Resch)
AK Niederösterreich-Direktorin Bettina Heise und AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser bei der Pressekonferenz zu den Steuersparwochen 2019 (Bildquelle: Thomas Resch)

Bereits zum 17. Mal führt die AK Niederösterreich die „Steuersparwochen“ durch – Die Aktion läuft von 01. März bis 22. Juni 2019

„Jährlich lassen die Niederösterreicher Dutzende Millionen Euro beim Finanzamt liegen. Das ist jedoch Geld, das den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gehört. Es ist daher besonders wichtig, sich die zu viel bezahlten Steuern wieder zurückzuholen“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. „Beinahe drei Viertel der insgesamt 20.000 Termine sind bereits vergeben, aber noch gibt es überall freie Kapazitäten“, so Wieser. Er verweist auf die erreichte Bilanz des Vorjahres. „Da haben wir den Mitgliedern mehr als 13,6 Millionen Euro an zu viel bezahlten Steuern zurückgeholt. Seit Beginn der Aktion haben wir für die Mitglieder sogar mehr als 148 Millionen Euro gesichert.“

AK-Direktorin Heise: Unbürokratische Terminvergabe
„Die Terminvergabe erfolgt telefonisch und unbürokratisch unter der Telefonnummer 057171-26000“, so AK Niederösterreich-Direktorin Bettina Heise. „Die Termine sind so gewählt, dass sie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer günstig gelegen sind. Unter der Woche von 16.30 bis 19.30 Uhr (außer freitags, da von 15 bis 18 Uhr), und auch an Samstagen von 10 bis 15 Uhr stehen unsere Expertinnen und Experten den Mitgliedern zur Verfügung, um sie beim Steuerausgleich zu unterstützen“, so Heise.

Steuer-Forderungen: Absetz- statt Freibeträge
Präsident Wieser betont eine langjährige Steuer-Forderung der AK Niederösterreich: „Es braucht mehr Absetz- statt Freibeträge. Denn im derzeitigen Steuerrecht werden gerade Geringverdiener mitunter ganz erheblich benachteiligt“, so der Präsident.

Das betrifft zum Beispiel Pendler in Niederösterreich ganz besonders. Deutlich wird das an der Pendlerpauschale und am Pendlereuro: Ein Jahresticket für die Strecke Scheibbs–St. Pölten kostet aktuell 1.337 Euro. Bei einem Einkommen von unter 1255 Euro brutto monatlich erhält man beim Steuerausgleich lediglich 100 Euro fürs Pendeln mehr an Negativsteuer zurück. Bei einem Einkommen von 1.700 Euro sind es rund 830 Euro vom Finanzamt. Und bei einem Einkommen von 6.200 Euro werden 1.092 Euro erstattet. „Das ist überhaupt nicht einzusehen. Jemand, der mit geringem Einkommen pendeln muss, um seiner Beschäftigung nachzugehen, braucht Entlastungen besonders dringend“, so der AK-Präsident.

ArbeitnehmerInnen haben sich nachhaltige Entlastung verdient
Für die AK Niederösterreich ist klar: Die ArbeitnehmerInnen haben sich eine nachhaltige finanzielle Entlastung mehr als verdient. Sie sind diejenigen, die den überwiegenden Teil der Wertschöpfung erbringen. Daher muss der Großteil einer Steuersenkung auch bei den ArbeitnehmerInnen ankommen und nicht bei den Großkonzernen. Die Beschäftigten haben mit der Arbeiterkammer Niederösterreich jederzeit einen starken Partner an ihrer Seite.

Worauf gilt es bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung für das Jahr 2018 besonders zu achten?
»   Kinderbetreuungskosten inkl. Bastelbeiträge und Verpflegungsgeld im Ausmaß von bis zu € 2.300 pro Kind, sofern das Kind zu Beginn des Veranlagungsjahres das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, können heuer letztmalig geltend gemacht werden.
»  AlleinerzieherInnen: Es können Kinderbetreuungskosten über 2.300 Euro als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.

Weitere Tipps zur Arbeitnehmerveranlagung:
»  Mehrkindzuschlag: Für das dritte und jedes weitere Kind können 20 Euro pro Monat beantragt werden. Voraussetzung ist: Das Haushaltseinkommen ist nicht höher als 55.000 Euro.
»  Bei den Krankheitskosten im Zuge der außergewöhnlichen Belastungen können auch Fahrtkosten zum und vom Arzt geltend gemacht werden.
»   Häufig wird auf die Absetzbarkeit der Betriebsratsumlage vergessen. Am besten darüber eine Bestätigung beim Dienstgeber einholen.

Alle Termine der Steuersparwochen sowie unsere breite Angebotspalette zum Thema Steuersparen finden Sie auf: noe.arbeiterkammer.at