Zentralmatura 2020: Fahrplan für über 7.000 NÖ Maturantinnen und Maturanten steht

Die Zentralmatura 2020 wird stattfinden, wenn auch mit Änderungen hinsichtlich Durchführung und Bewertung. Zudem werden im Rahmen eines „Hygiene-Handbuches“ verbindliche Regelungen für die Vorbereitung und Durchführung festgelegt.
Die Zentralmatura 2020 wird stattfinden, wenn auch mit Änderungen hinsichtlich Durchführung und Bewertung. Zudem werden im Rahmen eines „Hygiene-Handbuches“ verbindliche Regelungen für die Vorbereitung und Durchführung festgelegt. (Bildquelle: ReschMedia)

Teschl-Hofmeister/Heuras/Koiser: „Chance auf Abschluss ist wichtig“

In der heutigen Pressekonferenz hat Bildungsminister Heinz Faßmann den Fahrplan für die Zentralmatura 2020 vorgestellt. In Niederösterreich begrüßen Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras, dass die Maturantinnen und Maturanten nun wissen, wie die Matura in Zeiten der Corona-Krise für sie aussehen wird: „Oberstes Ziel war und ist, dass die Schülerinnen, Schüler und Schulen, insbesondere diejenigen, die vor einem Abschluss stehen, Klarheit und Sicherheit haben. Klarheit, wann sie abschließen und Sicherheit, dass sie abschließen können. Dies wurde heute entschieden. In Niederösterreich werden ca. 7.000 Schülerinnen und Schüler zur heurigen Matura antreten, ihnen wünschen wir alles Gute und viel Erfolg.“ Die Zentralmatura 2020 wird stattfinden, wenn auch mit Änderungen hinsichtlich Durchführung und Bewertung. Zudem werden im Rahmen eines „Hygiene-Handbuches“ verbindliche Regelungen für die Vorbereitung und Durchführung festgelegt.

Am 4. Mai 2020 beginnt der Unterricht für die Maturaklassen. Nach drei Wochen gezielter Vorbereitung startet die schriftliche Matura mit 25. Mai 2020. „Die schriftliche Matura wird sich so gestalten, dass im Haupttermin nur in drei Prüfungsgebieten geprüft werden wird. Wobei an berufsbildenden Schulen eines der drei Prüfungsgebiete auch eine fachbezogene Klausurarbeit sein kann“, erklären Teschl-Hofmeister und Heuras. Eine mündliche Matura wird es für die diesjährigen Maturantinnen und Maturanten nicht geben, es sei denn eine Kandidatin oder ein Kandidat wünscht, in einem oder mehreren Gegenständen mündlich geprüft zu werden.

„Unser Ziel ist es jetzt aber auch, sicherzustellen, dass auf die Schülerinnen und Schüler nicht zu viel Druck ausgeübt wird. Die kommenden Wochen sollen dazu genutzt werden, um den Stoff zu vertiefen. Die Pädagoginnen und Pädagogen stehen dazu bis zum Schulstart über die diversen digitalen Wege jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Sie sind heuer mehr denn je gefordert, dass sie auf die besondere Situation, in der wir alle uns befinden, Rücksicht nehmen. Wir haben hier aber vollstes Vertrauen, denn wer, wenn nicht unsere Pädagoginnen und Pädagogen wissen, was sie ihren Schüler zutrauen können. Wichtig war es, dass es zu keinen nachteiligen Verzögerungen im Herbst für die über 7.000 Maturantinnen und Maturanten in Niederösterreich kommt, weil sie nicht zu studieren oder nicht im Job beginnen können. Die Lösung, die nun getroffen wurde, ist eine machbare für alle Betroffenen und ist den schwierigen Zeiten durchaus angepasst. So sollen die Schülerinnen und Schüler nicht überfordert werden aber dennoch die Chance bekommen, einen Abschluss zu machen, der diesen Namen auch verdient“, so Teschl-Hofmeister und Heuras.

Landesschülervertretung begrüßt Maßnahmen

„Als Niederösterreichische Landesschülervertretung begrüßen wir die gesetzten Maßnahmen. Wir haben die Ergebnisse unserer Umfrage, bei der jede vierte Maturantin oder jeder vierte Maturant in Niederösterreich teilnahm, weitergegeben, und natürlich maßgeblich in unsere Arbeit einfließen lassen. Es freut uns sehr, dass wir mit der Freiwilligkeit einer mündlichen Matura nun bereits massive Erleichterungen für Maturantinnen und Maturanten präsentieren können. Es gilt nun weiterhin den Kontakt mit dem Land Niederösterreich und dem Bundesministerium zu pflegen, um nachhaltig die besten Lösungen für Maturantinnen und Maturanten – aber auch für die gesamte Schülerschaft – zu erzielen”, so Landesschulsprecher Benjamin Koiser.

Abschlussprüfung Lehrlinge

„Ein großes Anliegen war uns, dass auch die Lehrlinge, die derzeit im letzten Berufsschuljahr sind, die Möglichkeit haben, ihre Lehre abzuschließen. So entfällt für jene Lehrlinge, die die letzte Klasse der Berufsschule positiv abgeschlossen haben, der theoretische Teil der Lehrabschlussprüfung. Jene, die keinen positiven Abschluss haben, können die Fachtheorie im Rahmen der Lehrabschlussprüfung absolvieren“, so die Bildungs-Landesrätin und der Bildungsdirektor. Für all jene Lehrlinge, die aufgrund der aktuellen Situation von ihren Betrieben auch während der Osterferien benötigt werden, sollen spezielle Angebote geschaffen werden, damit sie kein Lehrjahr verlieren.