Wasserstoffauto: Fünf Hyundai NEXO für das Bundesheer

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner übergibt die Fahrzeugpapiere eines neuen Wasserstoffautos an einen Kraftfahrer (Bildquelle: HBF/Carina Karlovits)
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner übergibt die Fahrzeugpapiere eines neuen Wasserstoffautos an einen Kraftfahrer (Bildquelle: HBF/Carina Karlovits)

Gestern übergab Verteidigungsministerin Klaudia Tanner fünf Hyundai NEXO Wasserstoff­-Elektrofahrzeuge an Soldatinnen und Soldaten in der Roßauer-Kaserne. Die umweltfreundlichen Fahrzeuge sollen im Alltag des Bundesheeres erprobt werden.

„Der Kampf gegen den Klimawandel ist ein wesentliches Ziel der Bundesregierung. Auch das Bundesheer leistet seinen Beitrag dazu, um gemeinsam die festgelegten Klimaziele bis 2024 zu erreichen. Der Einsatz klimagerechter, nachhaltiger Fahrzeuge im Ressort ist ein kleiner, aber sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Mit der Erprobung von Wasserstoffautos in der Verwaltung setzen wir nun – nach dem Einsatz von Elektrofahrzeugen – den nächsten Schritt im Kampf gegen den Klimawandel“, sagt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Wasserstoffantrieb für die Verwaltung

Das Bundesheer testet fünf „Hyundai Nexo FCEV“ Wasserstoff­-Elektrofahrzeuge. Diese werden – wie die im Vorjahr übergebenen Elektrofahr­zeu­ge VW ID 3 – im Verwaltungsalltag verwendet und dabei einer Flotten­erprobung unterzogen. Ziel ist, dass das Bundesheer feststellt, welche Maßnahmen bezüglich des Tankens von Wasserstoff und der Wartung der Brennstoffzelle erforderlich sein könnten, aber auch die Vereinbarkeit der Eigenheiten von Wasserstoff-Elektrofahrzeugen mit dem militärischen Dienstalltag. Davon abgeleitet können dann speziell für den sicheren Fahrbetrieb im Bundesheer verfasste Richtlinien erstellt werden. Daneben erprobt das Bundesheer beispielsweise die Technik und die Integration von Wasserstofffahrzeugen in sein Fahrten- und Transportmanagement.

Das Erprobungsfahrzeug

Der „Hyundai Nexo FCEV“ ist mit einem Wasserstoff-Brennstoffzellenmotor ausgestattet, mit dem Strom erzeugt wird, indem sich Wasserstoff mit Sauerstoff verbindet. Das einzige Nebenprodukt dieser Reaktion ist Wasserdampf. Mit dem erzeugten Strom wird ein 120 kW (163 PS) starken Elektromotor angetrieben, der einen maximalen Drehmoment von 395 Newtonmeter liefert. Die Höchstgeschwindigkeit ist vom Hersteller mit 179 km/h angegeben.

Zusätzlich wird beim Abbremsen oder Bergabfahren der Elektromotor zum Generator und wandelt kinetische in elektrische Energie um, welche in der verbauten Batterie gespeichert wird. Ähnlich wie beim Betanken eines Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor dauert die Befüllung etwa fünf Minuten. Mit einer Tankfüllung können bis zu 660 Kilometer gefahren werden. Die „Hyundai Nexo“ Wasserstoff­fahrzeuge wurden zum Erfahrungs­gewinn um etwa 365.000 Euro beschafft.

Transport nun noch umweltfreundlicher

Im Regierungsprogramm 2020 bis 2024 wurden bestimmte Klimaziele festgelegt. Mit der Initiative „Die öffentliche Hand zeigt’s vor! Klimaneutrale Verwaltung“ wurde die Forderung nach alternativen Antriebsmethoden klar definiert. So übernahm das Bundesheer bereits 2018 drei VW Golf mit Elektromotor und Mitte 2020 30 Volkswagen ID.3 Elektroautos für das Projekt „Mobilität in der Verwaltung“.

„Als Institution des Bundes ist das Verteidigungsministerium verpflichtet, die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie des Regierungsprogramms zu erfüllen. Diese Aufgabe nehmen wir sehr ernst und lassen sie trotz neuer Bedrohungsszenarien unserer Zeit wie Pandemien, Cyberkriminalität oder Ressourcenknappheit nicht in den Hintergrund rücken“, so Tanner.

„Seit 2014 leisten wir mit den Hyundai Wasserstoff-Elektrofahrzeugen Pionierarbeit am österreichischen Markt als Beitrag zur künftigen CO2-Neutralität. Die Auslieferung der 5 Hyundai Nexo an das Bundesheer darf als ein absoluter Höhepunkt bezeichnet werden. Es freut uns sehr, dass unsere Produkte und vor allem die Wasserstofftechnologie vom Bundesheer im Langzeittest umfänglich geprüft werden, denn Technologieoffenheit ist unabdingbar für die Erreichung der  Klimaziele“, so Roland Punzengruber Geschäftsführer der Hyundai Import GmbH.

Vorheriger ArtikelInitiative „Tut gut!“ setzt neuen Schwerpunkt „Ernährung“
Nächster ArtikelNÖ Familienservice als erste Anlaufstelle für Familien