Silvretta Therme Ischgl setzt neue Maßstäbe

Diesen Winter eröffnet nach dreijähriger Bauzeit die Silvretta Therme Ischgl
Diesen Winter eröffnet nach dreijähriger Bauzeit die Silvretta Therme Ischgl (Bildquelle: Silvrettaseilbahn AG)

Diesen Winter eröffnet nach dreijähriger Bauzeit die Silvretta Therme Ischgl. Bereits in der Planungsphase setzte man vorausschauend einen Fokus auf eine energiesparsame Bauweise. Die höheren Investitionskosten wurden mit Blick auf einen nachhaltigen Betrieb getätigt und machen sich angesichts der aktuellen Energiedebatte mehr als bezahlt.

Das Gebäude der Silvretta Therme Ischgl wurde so nachhaltig und energiesparend wie möglich geplant und errichtet. „Diese Grundsatzentscheidung haben wir lange vor den aktuellen Energiefragen getroffen und uns damit auch für höhere Investitionen in nachhaltige Energiekreisläufe entschieden“, erklären Markus Walser und Günther Zangerl, die Vorstände der Silvrettaseilbahn AG.

Nachhaltiges Bauen als Grundhaltung

Wobei der Begriff Nachhaltigkeit keine Werbestrategie, sondern eine innere Überzeugung der Projektverantwortlichen darstellt: „Die Silvretta Therme weist eine Kubatur von ca. 75.000 m³ und es war erklärtes Ziel, das Gebäude weitgehend mit einem fossilfreien Heizungssystem zu realisieren“, betonen Walser und Zangerl. Weiters wurde konsequent auf eine maximale Dämmung sowie eine umfassende Installation von Wärmerückgewinnungsanlagen geachtet. Ebenso verzichtete man rund um den Bau der Eislaufanlage bewusst auf Materialien, wie Ammoniak, das aktuell noch in vielen vergleichbaren Eislaufanlagen verwendet wird. Stattdessen setzen die Betreiber auf CO2 – auch, wenn das bei Errichtung noch als unwirtschaftlich galt. Der Vorteil: Diese Technik stellt sowohl Kälte für Eisfläche als auch Wärme auf hohem Temperaturniveau bereit, was sich bei den Betriebskosten positiv bemerkbar macht.

Erdwärme als zentrale Energiesäule

Mit Ausnahme der Freibecken wird das gesamte Gebäude mit Erdwärme beheizt. Dafür wurde eigens eine Erdsondenanlage (mit 37 Stück Erdsonden zu je 290 Laufmeter) errichtet. Mit Blick auf die angespannte internationale Lage rund um die Energiethematik prüfen die Betreiber vorausschauend weitere Einsparungspotentiale, um – falls notwendig – ein solidarisches Handeln im Gleichschritt mit anderen Industrie- und Wirtschaftssektoren sicherstellen zu können. Bauherr und Betreiber der neuen Therme ist die Silvrettaseilbahn AG, der Probebetrieb soll noch im November 2022 aufgenommen werden. Die neue Infrastruktur ergänzt sowohl für Gäste als auch für Einheimische das Urlaubs- und Freizeitangebot im Sinn einer Ganzjahresdestination. Auch die Seilbahnen in Ischgl/Samnaun werden im Sommer 2023 um rund einen Monat länger, nämlich bis 15. Oktober in Betrieb sein.

Optimale Auslastung durch dynamisches Preissystem

In der Silvretta Therme Ischgl wird ein dynamisches Preissystem zum Einsatz kommen, welches eine optimale Steuerung der Auslastung ermöglichen soll. Die Eintrittspreise werden dabei einmal pro Nacht von einem Algorithmus für den Folgetag und die weiteren Tage berechnet und festgesetzt. Die Preisinformation kann von Besucherinnen und Besucher bequem im Webshop als Preiskalender und vor Ort über Monitore eingesehen werden. Mit einer großen Auswahl an verschiedenen Ticketmöglichkeiten – von einem dreistündigen Aufenthalt bis zu einem ganztägigen Private Spa – bietet die Silvretta Therme Ischgl für jeden Geschmack das Richtige.

Region schafft 80 neue Ganzjahresarbeitsplätze

Nach einer rund eineinhalbjährigen Entwurfs- und Planungsphase erfolgte am 5. September 2019 der Spatenstich zum Bau der neuen terrassenförmig geplanten Therme. Insgesamt investierte die Silvrettaseilbahn AG in das Projekt rund 75 Millionen Euro, womit rund 80 ganzjährige Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. „Die Silvretta Therme Ischgl soll ein Ausrufezeichen für außergewöhnliche Architektur kombiniert mit einer zukunftsgerichteten Denkhaltung setzen. Ein Ort mit Fokus auf Gesundheit, Sport, Entspannung und Zusammenkommen“, so Walser und Zangerl unisono.

Beeindruckende Architektur in Ischgl

Die kunstvolle Form der Silvretta Therme Ischgl schmiegt sich perfekt an die sie umgebende Landschaft. Ein architektonisches Highlight ist die champagnerfarbene Außenfassade, die das elegante Erscheinungsbild unterstreicht und deren Wechselwirkung mit der Umgebung sich im Lauf der Jahreszeiten verändert. Im Inneren gibt das Element Wasser in seinen drei Aggregatsformen Eis, Wasser und Dampf das Thema vor.

Komplexes Angebot für Einheimische und Gäste

Auf vier Stockwerken in zwei Gebäuden erstreckt sich in der Silvretta Therme Ischgl ein facettenreiches Freizeit-Eldorado: Von Sportbecken innen und außen über ein großzügiges Erlebnisbecken mit Whirl-Turm bis zum Outdoor-Pool mit Poolbar ist auf einer Wasserfläche von über 1.000 m² für jeden und jede etwas dabei. Feinschmecker kommen in den drei Restaurants und Bars voll auf ihre Kosten. Die Eislaufbahn, welche spektakulär rund ums Gebäude führt, wartet mit einer Fläche von 1.300 m² und der Fitnessbereich, bestückt mit modernsten Trainingsgeräten, wartet mit einem spektakulären Blick auf die Ortschaft auf. Für das geistige und körperliche Wohlbefinden stehen zahlreiche Saunen zur Verfügung, im Medical Spa steht die Gesundheit im Fokus. Zudem können Veranstaltungen in dafür top ausgestatteten Räumlichkeiten für bis zu 600 Personen abgehalten werden. Alexander von der Thannen, Obmann vom Tourismusverband Paznaun – Ischgl, bringt es auf den Punkt: „Die Silvretta Therme Ischgl bereichert mit dem komplexen Angebot die gesamte Region – für Einheimische und Gäste gleichermaßen.“

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