Schulschluss in NÖ: 190.000 Schüler freuen sich auf die Ferien

Bildungsdirektor Johann Heuras und Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister bei der Pressekonferenz zum abgelaufenen Schuljahr 2021/22 (Bildquelle: Thomas Resch)
Bildungsdirektor Johann Heuras und Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister bei der Pressekonferenz zum abgelaufenen Schuljahr 2021/22 (Bildquelle: Thomas Resch)

„Großer Dank an Schulpersonal, Eltern und SchülerInnen“

Heute resümierten Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras in einer Pressekonferenz das Schuljahr 2022 und bedankten sich vorweg bei den Pädagoginnen und Pädagogen: „Sie sind auch heuer wieder über sich hinausgewachsen und haben sich im Sinne unserer Kinder und Jugendlichen allen Herausforderungen gestellt.“ Als Beispiel nannte sie etwa die sich immer wieder ändernden Corona-Maßnahmen: „Die Schulen sind immer mitgegangen, das ist bewundernswert.“ Teschl-Hofmeister weiter: „Wir als Land haben sie dabei immer bestmöglich unterstützt. Wir haben zum Beispiel 60 Luftreinigungsgeräte und 8.000 Stück CO2-Messgeräte angekauft. Ich denke, das beweist, dass Niederösterreich nicht lange ,fackelt`, sondern wir hören, was die Menschen brauchen und bringen das dann auch in Umsetzung.“

Eine weitere große Herausforderung für Niederösterreichs Schulen war der Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen. Auch hier bedankte sich die Landesrätin für den Einsatz der Bildungseinrichtungen, denn „mittlerweile besuchen fast 2.600 ukrainische Kinder unsere Schulen, überwiegend in normale Klassen integriert, und wir haben 30 ukrainisch-sprachige Mitarbeiter angestellt, die im Unterricht unterstützen.“

Als großes Problem erkennt Teschl-Hofmeister natürlich den Lehrermangel und erklärte: „Auch darauf haben wir in Niederösterreich reagiert. Erstens möchten wir Quereinsteiger gewinnen, um sich in den Schulen zu engagieren, und wir wollen in unserer pädagogischen Hochschule in Baden einen neuen Weg gehen. Wir beginnen diesen Herbst mit einem umgestellten Studium: der theoretische Teil wird auf drei Jahre verkürzt und bereits dann bekommen die Studierenden einen Sondervertrag, um Vollzeit unterrichten zu können. In der unterrichtsfreien Zeit kann dann das Studium beendet werden.“

Auch Bildungsdirektor Heuras begrüßte diese Herangehensweise und sagte: „Wir intensivieren gerade in die Vernetzung, Kooperation und Partnerschaft mit den Ausbildungsstätten, um den Bedarf besser decken zu können.“ Besonders betroffene Fächer seien die Naturwissenschaften, Musik, Bewegung und Sport, Ernährung und Haushalt, Kreativfächer.

Zwei wichtige Punkte brachte Teschl-Hofmeister abschließend: zum einen die Digitalisierungsoffensive des Landes. Hier wurden Laptops und Tablets in der Sekundarstufe 1 angeschafft und Teams der Bildungsdirektion NÖ haben beim pädagogischen und didaktischen Einsatz der Geräte unterstützt. Zum anderen die Sommerschule in den beiden Wochen vor Schulstart – dieses Angebot nützen 6000 Schüler an 240 Standorten in ganz Niederösterreich und werden dort von 850 Lehrerinnen und Lehrern und 350 Studierenden gut auf das neue Schuljahr vorbereitet.

Bildungsdirektor Johann Heuras nannte noch einige Zahlen und Fakten zum abgelaufenen Schuljahr. „Bei der Zentralmatura bewegen sich die Negativen unter der Ein-Prozent-Marke, sodass wir mit diesem Ergebnis recht zufrieden sind.“ Weiters nannte er noch ein paar Zahlen zu den Schulerfolgen: „Mehr als die Hälfte aller Volksschüler haben heuer die AHS-Berechtigung erlangt, in der Mittelschule haben fast 40 Prozent mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen, in der AHS sogar mehr als die Hälfte.“

„Problematisch“ sah Heuras die Situation bei den Externisten, also jenen Kindern, die zuhause unterrichtet werden. „Hier sind von 1.600 17 Prozent gar nicht zu den Abschlussprüfungen erschienen. Diese müssten nun eigentlich in die Schule zurück und das Schuljahr wiederholen.“ Über sechs Prozent seien gar nicht erst angetreten.

Abschließend bedankte sich auch der Bildungsdirektor für den großartigen Einsatz aller Teams in den Schulen, wie auch im Land und seiner Direktion: „Ich bin wirklich stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler, auf unsere Lehrerinnen und Lehrer, wie unaufgeregt man den Herausforderungen begegnet ist, wie man dieses Schuljahr abgewickelt hat, dass die Ergebnisse stimmen und wie man die Schüler trotz allem in diesem Jahr begleitet hat. Das verdient Respekt!“

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