Positive Bilanz zu Skibetrieb in Niederösterreich

Tourismuslandesrat Jochen Danninger in der Familienarena St. Corona am Wechsel (Bildquelle: NLK/Pfeiffer)
Tourismuslandesrat Jochen Danninger in der Familienarena St. Corona am Wechsel (Bildquelle: NLK/Pfeiffer)

Die ersten 14 Tage der heurigen Skisaison sind mit den Weihnachtsferien zusammengefallen. Die Skigebiete in Niederösterreich – und mit Stuhleck und Mariazeller Bürgeralpe auch aus der angrenzenden Steiermark – haben sich in einem Schulterschluss der Branche unter dem Motto „Sicher skifahren in Niederösterreich“ gemeinsam vorbereitet. Die Betreiber der Seilbahnen haben – koordiniert durch die Taskforce „Sicher rausgehen in Niederösterreich“ und die Fachvertretung Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Niederösterreich – ihre jeweiligen COVID-19-Präventionskonzepte und alle Maßnahmen eng abgestimmt.

Derzeit sind in Niederösterreich zwar alle acht Seilbahnbetriebe und zusätzlich auch sieben Schleppliftbetriebe, aber – hauptsächlich aufgrund von Schneemangel – weitere 12 Schleppliftbetriebe noch nicht in Betrieb (alle aktuellen Informationen unter www.sicher-skifahren.at und www.winternavi.at). Die fünf Betriebe der Niederösterreichische Bergbahnen – Beteiligungsgesellschaft (NÖ-BBG) haben in den Weihnachtsferien 2020/2021 rund 78.000 Ersteintritte verzeichnet, das entspricht einem Rückgang von rund 20 Prozent im Vergleich zu den drei Vorwintern sowie auch zu 2019/2020. Die Hochkar Bergbahnen und Ötscherlifte – gemeinsam mit der Schröcksnadel-Gruppe – sowie die Annaberger Lifte, die Schischaukel Mönichkirchen-Mariensee und die Erlebnisarena St. Corona am Wechsel waren auch heuer in den Weihnachtsferien (neben Zauberberg Semmering) die meistbesuchten Skigebiete in Niederösterreich. Die Kapazitätsbeschränkungen um rund die Hälfte im Vergleich zum Normalbetrieb wurde durch vermehrte Ausgabe von Stunden- und Halbtageskarten abgefedert und Besucherströme durch verlängerte Betriebszeiten (früherer Beginn, Nachtskilauf) zusätzlich entzerrt.

„Skifahren in Zeiten der Pandemie erfordert klare Regeln und eine besondere Disziplin der Gäste. Wir setzen in dieser Saison daher als einziges Bundesland komplett auf das Prinzip des gültigen Tickets – sei es eine Online-Buchung oder die Saisonkarte – als Voraussetzung für die Zufahrt bzw. den Zutritt beim Skigebiet. Wurden in den Vorjahren nur wenige Prozent der Tickets online verkauft, so waren es heuer gegen 100 Prozent. Ich bin sehr froh, dass sich unsere Gäste bis auf ganz wenige Ausnahmen während der Weihnachtsferien an die Verhaltensregeln in den Skigebieten gehalten hat. Aufgrund der Kontingentierung, also der zahlenmäßigen Beschränkung der Gäste, und von Entzerrungsmaßnahmen wie dem Forcieren von Halbtageskarten stand den Gästen auf den Pisten so viel Platz zur Verfügung wie nie zuvor. In den Weihnachtsferien haben die neun Bergerlebniszentren von ca. 22.200 Ersteintritten pro Tag auf – je nach Wettervorhersage – maximal die Hälfte unter COVID-19-Bedingungen reduziert“, betont Tourismuslandesrat Jochen Danninger.

„Die vergangenen zwei Wochen waren für unsere Seilbahnbetriebe und die Exekutive eine besondere Herausforderung. Herzlichen Dank für den hohen persönlichen Einsatz! Durch die Kapazitätsbeschränkungen, zusätzliche Ordnerdienste und die Investitionen in Besucherlenkung und Hygienemaßnahmen ist klar, diese Wintersaison stellt unsere Bergbahnen vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Trotzdem war es uns wichtig, der Bevölkerung ein Angebot zu machen, im geregelten Umfeld der Liftbetriebe und oft im Kreise der Familie Wintersport auszuüben. Denn Sport im Freien ist auch und vor allem in Zeiten der Pandemie wichtig für das geistige und körperliche Wohlbefinden“, erklärt Landesrat Danninger, der auch für den weiteren Verlauf der Saison – speziell am kommenden Wochenende – an die Disziplin der Gäste appelliert: „Die Sicherheit muss weiterhin an oberster Stelle stehen. Und das setzt voraus, dass weiterhin unsere Gäste mit der notwendigen Vorsicht und Disziplin in unseren Bergregionen unterwegs sind.“

„Der Betrieb der Skigebiete war einerseits durch die strenge Kontingentierung und die verpflichtende Online-Voranmeldung und andererseits durch ein respektvolles Miteinander vor Ort sehr gut möglich. Es ist natürlich mit einem Normalbetrieb nicht zu vergleichen, beispielsweise können Skischulen und Gastronomiebetriebe derzeit nur sehr eingeschränkt tätig werden, die Hotellerie ist überhaupt geschlossen. Dementsprechend liegt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Skigebiet auch bei nur rund drei Stunden. Auch ist die Unterstützung der Exekutive notwendig. Wir in Niederösterreich und unsere Partner Stuhleck und Mariazeller Bürgeralpe bekommen jedoch von den Gästen laufend positives Feedback. Es wird sehr geschätzt, dass trotz des harten Lockdowns der Skisport ausgeübt werden kann. Der hohe Aufwand seitens der Skigebiete und der Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird von den Gästen anerkannt“, zieht Isabella Hinterleitner, Leiterin der Taskforce „Sicher rausgehen in Niederösterreich“, ein positives Fazit zu den Weihnachtsferien.

„Die Weihnachtsferien haben gezeigt, dass es vielen Menschen ein Bedürfnis ist, in schneebedeckten Berggebieten die Natur zu genießen. Wie die Berichte aus Deutschland zeigen, entsteht sogar bei geschlossenen Skigebieten ein reger, aber letztlich ungeregelter Betrieb. Durch die Öffnung unserer Skigebiete haben wir Verantwortung übernommen und den Besucherandrang dort in geordnete Bahnen gelenkt, die ausgearbeiteten COVID-19-Präventionsmaßnahmen umgesetzt und laufend verbessert,“ stellt Markus Redl, Geschäftsführer der Niederösterreichische Bergbahnen – Beteiligungsgesellschaft (NÖ-BBG), fest.