NÖ Jugendbefragung 2022 präsentiert

Jugend-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Jugendforscher Manfred Zentner präsentieren die Jugendbefragung 2022 (Bildquelle: Thomas Resch)
Jugend-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Jugendforscher Manfred Zentner präsentieren die Jugendbefragung 2022 (Bildquelle: Thomas Resch)

Landesrätin Teschl-Hofmeister: „75 Prozent der Jugendlichen in Niederösterreich wollen sich in Zukunft für Menschen in ihrer Umgebung engagieren“

Die Ergebnisse der „NÖ Jugendbefragung 2022“ wurden heute Vormittag im Rahmen einer Pressekonferenz von Jugend-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Jugendforscher MMag. Manfred Zentner von der Donau-Universität Krems vorgestellt. Die Jugendbefragung der Jugend:info NÖ dient als wichtiges Orientierungsinstrument und wissenschaftliche Planungshilfe für das künftige bedarfsorientierte Informationsangebot an junge Menschen in Niederösterreich.

Welche Themen beschäftigen junge Menschen in Niederösterreich? Wie empfinden Jugendliche das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Jung und Alt in Niederösterreichs Gemeinden? Gibt es seitens der Jugend den Wunsch nach mehr kommunalem Engagement oder Veränderung in ihren Wohngemeinden? Diese und weitere zentrale Fragen wie beispielsweise Pandemiebewältigung, Digitalisierung und Mediennutzung sind Teil der großen Jugendbefragung 2022, die im Auftrag der Jugend:info NÖ von Jugendforscher MMag. Manfred Zentner mit mehr als 600 jungen Menschen aus Niederösterreich durchgeführt wurde.

„Im Hinblick auf die aktuelle NÖ Jugendbefragung, die noch vor der aktuellen Ukraine-Krise durchgeführt wurde, ist es in so herausfordernden Zeiten wie diesen von besonders großer Bedeutsamkeit, ein profundes Stimmungsbild der jungen Menschen in NÖ einzuholen und dieses richtig zu bewerten. Zielgruppe der Online-Studie waren Jugendliche, Jugendarbeiter und Jugendarbeiterinnen, Funktionäre und Funktionärinnen der verbandlichen Jugendarbeit und Jugendgemeinderäte und -rätinnen in Niederösterreich“, so Jugend-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Niederösterreich besitzt ein besonderes und österreichweit einzigartiges Spezifikum in der kommunalen Jugendarbeit. In allen Gemeinderäten sind gewählten Jugendgemeinderätinnen und Jugendgemeinderäte vertreten. Gerade im aktuellen „Europäischen Jahr der Jugend“ stehen Prinzipien wie Jugendmitbeteiligung und Förderung der Freiwilligentätigkeit durch Jugendorganisationen und offene Jugendarbeit im Zentrum der kommunalen Jugendarbeit. Gute Zusammenarbeit ist dabei entscheidend und den Jugendgemeinderätinnen und Jugendgemeinderäten kommt dabei eine wichtige Rolle zu.

„In jeder unserer 573 niederösterreichischen Gemeinden gibt es politisch verantwortliche Jugendgemeinderätinnen und Jugendgemeinderäte, zumeist sehr junge Menschen, die als Schnittstelle zwischen Jugend, Jugendorganisationen, Vereinen, Schulen und den Gemeinden selbst eine mehr als umfangreiche Tätigkeit ausführen. 284 unserer Gemeinden sind von 2022 bis 2024 auch NÖ Jugend-Partnergemeinden. Das ist ein absoluter Rekordwert“, so Teschl-Hofmeister.

Die Ergebnisse der Jugendbefragung 2022 zeichnen ein klares Bild für die Zukunft. Insgesamt gaben über 90 Prozent der Befragten an, die persönliche Zukunft als positiv einzuschätzen. Angesichts der großen Herausforderung der vergangenen beiden Jahre ist dieser Wert bemerkenswert und zukunftsweisend zugleich. Niederösterreichs Jugend ist auch durchaus gewillt, sich für die eigene Wohngemeinde aktiv zu engagieren. Diesen Einsatzwillen gilt es aufzugreifen und gemeinsam konkrete Angebote für die Zukunft zu entwickeln. Die Ergebnisse der Jugendbefragung zeigen, dass sich Jugendliche auch für ältere Gemeindemitglieder engagieren möchten. Zwischen 16 und 23 Jahren sind beispielsweise mehr als 70 Prozent der Befragten bereit, sich ehrenamtlich für andere Menschen in der Gemeinde einzubringen. Diese Bereitschaft an Engagement stellt für Gemeinden eine großartige Möglichkeit dar, ältere Gemeindemitglieder zu unterstützen und gleichzeitig jungen Menschen die Chance zu geben Erfahrungen zu sammeln und Gutes zu tun.

Für die künftige Jugendarbeit in Niederösterreich sind die Ergebnisse der Jugendbefragung klare Aufträge. So wird die Jugend:info NÖ die Ergebnisse in ihr umfangreiches Angebot auf allen Fachebenen mit einbeziehen und berücksichtigen. Dem Wunsch der jungen Menschen nach freiwilligem und sozialem Engagement wird auf vielen Ebenen entgegengekommen, vor allem aber durch die Verstärkung der europäischen Programme ERASMUS+ und ESK. Auch das Jugend:Gemeinde:Service der Jugend:info NÖ ist eine wichtige Adresse, nachhaltige Jugendarbeit der Gemeinden zu fördern. Dabei werden Gemeinden – gleich welcher Größe – mit kostenlosen Beratungen unterstützt und bei Projekten begleitet. Das kostenlose Angebot ist speziell auf die kommunalen Anforderungen und Bedürfnisse von JugendgemeinderätInnen abgestimmt. In den kommenden Tagen werden alle JugendgemeinderätInnen in Niederösterreich einen Auszug der aktuellen Jugendbefragung zum Thema „Leben in der Gemeinde“ per Post erhalten. Darin werden Möglichkeiten und kostenlose Unterstützungsangebote für die kommunale Jugendarbeit aufgezeigt.

„Die Ergebnisse der Jugendbefragung 2022 können sowohl als Bestätigung der erfolgreichen Arbeit der Gemeinden in Niederösterreich gesehen werden, als auch als Auftrag für die Zukunft, Jugendarbeit noch aktiver und sichtbarer zu gestalten. Das Potential bei jungen Menschen, sich persönlich zu engagieren, ist gegeben. Diesen Einsatzwillen gilt es zu fördern!“ so Teschl-Hofmeister.

Alle Infos zur Befragung finden Sie unter www.jugendinfo-noe.at.

Vorheriger Artikel„Tut gut!“-Wandererwachen bewegte Niederösterreich
Nächster ArtikelLandesstrategie NÖ 2030: Ergebnisse der Haushaltsbefragung präsentiert