Natur im Garten: 6 Tipps gegen Nacktschnecken

Natur im Garten bietet Tipps gegen Nacktschnecken
Natur im Garten bietet Tipps gegen Nacktschnecken (Bildquelle: Thomas Resch)

Ein verhältnismäßig milder Winter und die derzeit anhaltende feuchte Witterung bieten einer der unbeliebtesten Gartenbesucherinnen, der Spanischen Wegschnecke, optimale Bedingungen für die Vermehrung. Die Eisheiligen sind nun vorüber und wir freuen uns jetzt daran Gemüse- und Hochbeete üppig mit jungen Gemüsepflänzchen zu bestücken. Gerade die zarten Blätter sind ein besonderes Festmahl für Schnecken. Zur Abwehr der gefräßigen Weichtiere ist eine Kombination aus mehreren ökologischen Methoden empfehlenswert. So kann unser Obst und Gemüse ohne den Einsatz schädlicher Substanzen zu gesunder, wertvoller Nahrung heranwachsen. 

„Die effektivste Methode ist das Absammeln der Schnecken, die sich tagsüber gerne unter Brettern und Steinen verstecken. Zum Schutz der Gemüsebeete helfen Schneckenzäune. Weiter helfen biologisches Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Eisen-III-Phosphat, Laufenten und vor allem die Schaffung nützlingsfördernder Strukturen“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Nicht biologisches Schneckenkorn kann für Nützlinge und Haustiere gesundheitsschädlich sein. Bei Hunden und Katzen kann der Verzehr zu Muskelkrämpfen und einem empfindlichen Anstieg der Körpertemperatur führen. Besonders gefährdet sind Welpen und alte bzw. kranke Tiere. Wenn Haustiere Schneckenkorn fressen, sollte umgehend einen Tierarzt kontaktiert werden. In jedem Fall sollte deshalb auf herkömmliches Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Metaldehyd verzichtet werden.

Top 6 Tipps im Überblick:

  • Schnecken absammeln, Bretter als Fallen auflegen und tagsüber absammeln
  • Schneckenzäune, Schneckenkragen einsetzen
  • Laufenten (artgerecht!) halten
  • biologisches Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Eisen-III-Phosphat anwenden
  • Pflanzen in der Früh gießen
  • Nützlingsfördernde Strukturen schaffen: Laub in Hecken liegenlassen, Steinhaufen, Totholz und Wilde Ecken beherbergen viele Helfer