Junge Freiwillige aus Europa helfen in NÖ Pflege- und Betreuungszentren

(v.l.n.r.): Enora aus Frankreich, Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Lina aus Litauen
(v.l.n.r.): Enora aus Frankreich, Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Lina aus Litauen (Bildquelle: Büro LR Teschl-Hofmeister)

LR Teschl-Hofmeister: „Neues europäisches Freiwilligenprojekt schafft umfangreiche neue Möglichkeiten“

Das Europäische Solidaritätskorps ist eine wichtige Initiative der Europäischen Union, die Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister umfassend nutzen möchte: „Die EU wird bis 2027 die Jugendförderung im Rahmen von Erasmus+ deutlich erhöhen und gleichzeitig mit dem Europäischen Solidaritätskorps neue Perspektiven und Einsatzmöglichkeiten für 350.000 junge Menschen in Europa schaffen. Das ist eine große Chance in Niederösterreich, neue Projekte im Jugendbereich umzusetzen.“

Ein von Landesrätin Teschl-Hofmeister eingebrachter Antrag zur stärkeren Nutzung von EU-Jugendprojekten wurde bei der LandesjugendreferentInnenkonferenz 2019 einstimmig von allen Bundesländern beschlossen. Im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) für 18- bis 30- jährige wurden im Vergleich zum bisherigen Freiwilligendienst umfangreiche neue Einsatzmöglichkeiten geschaffen. Die ExpertInnen aus der niederösterreichischen Regionalstelle, der Jugend:info NÖ, unterstützen und beraten in jedem Projektstadium. Auch junge Niederösterreicher sind derzeit unterwegs, um im Rahmen des Solidaritätskorps europäische Nachbarn kennen zu lernen, spannende neue Erfahrungen zu machen und letztendlich auch, um Hilfe zu leisten.

Zwei europäische Freiwillige haben bereits erfolgreiche Wochen im Pflege- und Betreuungs-zentrum (PBZ) in Gloggnitz hinter sich gebracht. 10 Monate werden sie den Bewohnerinnen und Bewohnern ihre Hilfe und ihren persönlichen Kontakt anbieten. Enora (21) aus Frankreich sagt: „Es ist schön, wenn wir uns gegenseitig Geschichten aus unserer Heimat erzählen. Die älteren Menschen freuen sich über uns und ich kann nebenbei mein Deutsch verbessern.“ Lina (19) aus Litauen sorgt mit ihrer Gitarre für gute Stimmung bei den durchwegs begeisterten Menschen im Haus. Direktorin Silvia Csillag ist zufrieden: „Unsere zwei jungen Freiwilligen haben sich sehr gut in das Team und bei unseren engagierten Ehrenamtlichen eingefügt. Sie sind jung und für unsere Menschen im Haus auch so etwas wie eine tägliche Reise in ein anderes Land.“ Das PBZ Mödling und das PBZ Herzogenburg beteiligen sich ebenfalls an diesem neuen Projekt. Insgesamt fünf junge Euröpäerinnen und Europäer befinden sich im Rahmen der Initiative in NÖ Pflege- und Betreuungszentren.

Landesrätin Teschl-Hofmeister ist aber auch an einer Ausweitung der Aktivitäten interessiert: „Die direkte Begegnung mit Europa hier bei uns in Niederösterreich, mit jungen engagierten Menschen, ist ein beispielhaftes Generationenprojekt. Wir wollen das Solidaritätskorps, das zur Gänze von der EU finanziert wird, in weiteren Pflege- und Betreuungszentren anbieten.“