HYPO NOE: Österreicher haben 130 Waschmaschinen am Sparbuch

Vorstand Wolfgang Viehauser und Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko
Vorstand Wolfgang Viehauser und Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko (Bildquelle: HYPO NOE / Bollwein)

Niedrigzinsen können Kaufkraftverlust nicht ausgleichen – Weltspartag hat vor allem pädagogischen Aspekt

Anlässlich des Weltspartages präsentierte die HYPO NOE die von Economica durchgeführte Analyse „Wie spart Niederösterreich heute und morgen?“ gemeinsam mit Niederösterreichs Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko, HYPO NOE Vorstand Wolfgang Viehauser und Wirtschaftsforscher Markus Fichtinger.

Die Österreicherinnen und Österreicher nutzen auch weiterhin das Sparbuch intensiv. Die Spareinlagen bei österreichischen Banken erhöhten sich seit dem Jahr 2000 um 16 Prozent. In einer Pro-Kopf-Betrachtung hat sich das Sparvermögen von 14.884 Euro auf 15.621 Euro erhöht (+5 Prozent). Wird jedoch auch die Inflation berücksichtigt, zeigt sich ein anderes Bild: Die 15.621 Euro des Jahres 2018 sind im Vergleich zum Ausgangsjahr 2000 nur noch 11.095 Euro wert. „Das bedeutet, die reale Kaufkraft der Sparguthaben ist um rund 25 Prozent niedriger als im Jahr 2000“, analysierte Wirtschaftsforscher Markus Fichtinger. Um die Kaufkraft des Jahres 2000 zumindest gleich gehalten zu haben, hätte das Pro-Kopf Spargutgaben somit im Ausmaß der kumulierten Inflation auf 20.957 Euro steigen müssen. In einem Nullzinsumfeld kann dies nur durch zwei Maßnahmen erreicht werden: Entweder durch eine höhere Sparquote, oder durch Veranlagungen mit höheren Erträgen.

„Der Weltspartag hat einen hohen pädagogischen Aspekt, der oft vergessen wird“, betonte Niederösterreichs Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko. „Gerade in Zeiten, wo man mit einem Klick online seine Bestellung abgeben kann, ist es wichtig, dass wir unseren Kindern beibringen was es bedeutet, auf etwas hinzusparen. Dafür bietet der Weltspartag einen hervorragenden Rahmen, um unseren Jüngsten ein Vorbild zu sein.“

Der durchschnittliche niederösterreichische Haushalt hat rund 65.000 Euro täglich fälliges Sparguthaben. „Eine große Summe, die den Haushalten für Notfälle zur Verfügung steht“, ergänzte HYPO NOE Vorstand Wolfgang Viehauser. „Genug, um eine kaputte Waschmaschine 130 Mal durch ein 500-Euro-teures Exemplar zu ersetzen.“ Zumindest heute – in ein, zwei oder fünf Jahren mache einem die Inflation einen Strich durch die Rechnung. „Die niedrigen Sparzinsen können den Kaufkraftverlust nicht ausgleichen“, erklärte Viehauser. Ein Notgroschen mache Sinn, aber es reiche eine Höhe von fünf bis sechs Monatsgehältern auf dem täglich verfügbaren Sparbuch.

Österreicher sind nach wie vor Sparmeister

Die von der HYPO NOE beauftragte Analyse zeige, dass die Österreicher im EU-Vergleich Sparmeister sind: Im Jahr 2018 lag die Sparquote in Österreich bei 7,7 Prozent, im Euroraum betrug dieser Wert nur 5,1 Prozent. Der größte Teil des Finanzvermögens der Österreicher entfiel 2018 dabei auf Sparbücher: Trotz der niedrigen Sparzinsen betrugen die Spareinlagen immer noch das sechsfache im Vergleich zu Aktien oder fünf Mal so viel wie in Anleihen.

Beratungsqualität bei Veranlagung wichtig

„Will man den Kaufkraftverlust ausgleichen und sein Geld auf lange Sicht vermehren, eignen sich Investments in Wertpapiere und Versicherungen. Wichtig ist allerdings, die richtige Strategie und passende Produkte für das langfristige Ansparen von Kapital, etwa für die Altersvorsorge, zu finden. Dabei nehmen wir als HYPO NOE unsere Verantwortung als die Partnerbank der Menschen in Niederösterreich wahr und beraten unsere Kundinnen und Kunden umfassend zu allen Möglichkeiten, die sich individuell bieten“, so Viehauser. Die HYPO NOE wurde für ihre Beratungsqualität mehrfach ausgezeichnet und belegte Platz eins in Undercover-Tests der Österreichischen Gesellschaft für Verbraucherstudien im Bereich „Anlageberatung Filialbanken 2019“ und wurde zudem mit dem Service Award 2019 im Bereich „Beratung vor Ort“ ausgezeichnet.

Niedrigzinsumfeld als Chance für Häuslbauer

Finanzlandesrat Schleritzko betonte: „Die derzeitige Situation bleibt auch zehn Jahre nach der Finanzkrise unübersichtlich. Das Niedrigzinsumfeld bedeutet, dass klassisches Sparen heute kaum Ertrag bringt.“ Gleichzeitig biete es dem Land und den Gemeinden die Chance, Projekte wie Schulen, Kindergärten oder Infrastruktur für öffentlichen Verkehr günstig zu refinanzieren, Werthaltiges für die Bevölkerung zu schaffen und gleichzeitig Arbeitsplätze zu sichern. „Bei diesen Finanzierungen hat speziell unsere Landesbank einen besonderen Stellenwert. Über 450 Gemeinden und 1.000 Unternehmen vertrauen auf die Dienste der HYPO NOE und sind damit in den besten Händen“, so der Landesrat.

Die günstige Refinanzierung stehe jedoch auch den Häuslbauern zur Verfügung. „Die Eigentumsquote ist in Niederösterreich mit rund 70 Prozent höher als im Österreich-Schnitt. Unser Ziel ist, den Eigentums-Anteil weiter zu steigern – daher haben wir eine neue Wohnbaustrategie vorgestellt, die noch zielgenauere Förderungen vorsieht. Als Land unterstützen wir so jährlich mehr als 45.000 Haushalte – gepaart mit den niedrigen Kreditzinsen ist daher jetzt auch eine gute Zeit, in den eigenen Hausbau zu investieren“, erklärte Schleritzko.