Grafenegger Musikprogramm 2020 präsentiert

(v.l.n.r.): Festivalleiter Rudolf Buchbinder, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Konstantia Gourzi, Composer in Residence, und Geschäftsführer Philipp Stein
(v.l.n.r.): Festivalleiter Rudolf Buchbinder, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Konstantia Gourzi, Composer in Residence, und Geschäftsführer Philipp Stein (Bildquelle: NLK Burchhart)

LH Mikl-Leitner: Namhafte Künstler sorgen wieder für „musikalische Sternstunden“

Das Programm der Sommersaison 2020 in Grafenegg wurde heute, Mittwoch, im Palais Niederösterreich in der Wiener Herrengasse von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Festivalleiter Rudolf Buchbinder, Geschäftsführer Philipp Stein und Konstantia Gourzi, Composer in Residence, präsentiert. Die Landeshauptfrau bezeichnete Grafenegg als wichtiges kulturelles Leitprojekt Niederösterreichs. Seit nunmehr 14 Jahren böten hier namhafte Solisten und Dirigenten den Gästen Jahr für Jahr „musikalische Sternstunden“. Grafenegg zeichne auch ein „einzigartiges Ambiente“ und eine „großartigen Atmosphäre“ aus.

Im heurigen Jahr verzeichnete Grafenegg laut Mikl-Leitner wieder mehr als 50.000 Besucherinnen und Besucher, auch mit internationalen Gästen aus mehr als 30 Ländern. Die Sommernachtsgala, die Sommerkonzerte und das Grafenegg Festival fänden aber auch beim heimischen Publikum großen Anklang. „Rund die Hälfte der Besucherinnen und Besucher kommt aus Niederösterreich“, betonte Mikl-Leitner.

Diesen Erfolg habe man vor allem dem künstlerischen Leiter Rudolf Buchbinder zu verdanken, der für Mikl-Leitner auch „unser Link zu den Orchestern und Weltstars ist“. Umso größer sei die Freude, dass Rudolf Buchbinder dem Standort Grafenegg bis 2024 erhalten bleibe. Erfreut zeigt sich die Landeshauptfrau auch darüber, dass mit der Komponistin und Dirigentin Konstantia Gourzi erstmals eine Frau als Composer in Residence fungiert. Sie wird zwei Auftragswerke für das kommende Festival schreiben und den Workshop „Ink Still Wet“ leiten.

Grafenegg biete zudem jungen aufstrebenden Ensembles „eine große Bühne“, so die Landeshauptfrau weiter. Das European Union Youth Orchestra (EUYO) sei seit vielen Jahren in das Konzertprogramm eingebunden und seit 2017 im Sommer drei Wochen in Grafenegg zu Gast. Derzeit würden Verhandlungen laufen über eine Verlängerung der engen Partnerschaft über 2020 hinaus. „Diese Verhandlungen wollen wir auch nutzen, im Hinblick auf die Bewerbung St. Pöltens als Kulturhauptstadt Europas 2024“, sagte Mikl-Leitner.

Rudolf Buchbinder zeigte sich erfreut und dankbar, den eingeschlagenen Erfolgsweg in Grafenegg fortsetzen zu können. Sein Ziel sei es, die Internationalisierung weiter voranzutreiben und auch jene „hervorragenden Orchester“ nach Grafenegg zu holen, die „noch nie hier waren“. Buchbinder informierte weiters über einzelne Schwerpunkte des Festivals-Programms und betonte, dass im Beethoven-Jahr 2020 neun Werke des „genialen Künstlers“ auf dem Programm stünden.

Konstantia Gourzi, Composer in Residence, freut sich ebenfalls auf ihre Tätigkeit in Grafenegg und dankte dafür, „mit einem so großartigen Team zusammenarbeiten zu dürfen“. Diese riesige Verantwortung sehe sie auch als Inspiration. Sie kenne kein anderes Festival in so „großartiger Lage“ und mit einem so „großartigen Ambiente“. Sie werde deshalb vor Ort auch ein eigenes „Komponierzimmer“ einrichten.

Philipp Stein bezifferte das Budget 2020 für alle Aktivitäten der Grafenegger Kulturbetriebsgesellschaft m. b. H. mit 9,5 Millionen Euro. 4,7 Millionen Euro werden von der Gesellschaft selbst aufgebracht, 4,8 Millionen stammen aus Subventionen.

Die Saison in Grafenegg beginnt auch im nächsten Jahr mit der Sommernachtsgala am 18. und 19. Juni 2020. Nach den Sommerkonzerten (27. Juni bis 8. August) findet die Saison mit dem 14. Grafenegg-Festival (14. August bis 6. September) ihren künstlerischen Höhepunkt.